SpaceX-IPO

Musk will die absolute Kontrolle 14.02.2026, 13:23 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Raketenstart
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Machtpoker beim Börsengang: Wie Elon Musk sich bei SpaceX die Kontrolle sichern will

SpaceX treibt seinen geplanten Börsengang voran – und stellt dabei die Weichen für eine ungewöhnliche Machtstruktur. Im Raum steht eine Aktienkonstruktion, die ausgewählten Anteilseignern deutlich mehr Stimmrechte einräumt. Für Investoren rückt damit nicht nur das Milliardenpotenzial, sondern auch die künftige Einflussverteilung in den Fokus.

Doppelstruktur sichert Einfluss im Hintergrund

Nach Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens prüft SpaceX eine sogenannte Dual-Class-Struktur für den IPO noch in diesem Jahr. Dieses Modell sieht zwei Aktiengattungen vor: Eine mit regulärem Stimmrecht und eine mit deutlich höherem Stimmengewicht. In der Praxis erhalten Gründer und ausgewählte Insider pro Aktie ein Vielfaches an Stimmrechten – häufig 10 oder sogar 20 Stimmen je Anteilsschein, während reguläre Aktien nur eine Stimme gewähren.

Damit könnte Elon Musk selbst mit einer Minderheitsbeteiligung die strategische Kontrolle behalten. Ein solches Modell hatte er bereits bei Tesla ins Spiel gebracht, um langfristig mindestens 25% der Stimmrechte zu sichern. Aktuell hält er dort rund 11% der Anteile, sein Vergütungspaket über 1 Billion US-Dollar könnte seinen Anteil in den kommenden zehn Jahren auf 25% oder mehr erhöhen.

Milliarden für Mondfabrik und KI im All

Der geplante Börsengang könnte bis zu 50 Milliarden US-Dollar einbringen. Das Kapital soll nicht nur das Kerngeschäft mit Raketenstarts und Satelliten stärken, sondern auch neue Projekte finanzieren – darunter KI-Rechenzentren im Weltraum und eine Fabrik auf dem Mond.

Zusätzliche Dynamik erhält das Unternehmen durch die Übernahme von Musks KI-Firma xAI. Damit erweitert SpaceX sein Geschäftsmodell über die Raumfahrt hinaus in Richtung künstliche Intelligenz. Parallel wird der Vorstand ausgebaut, um den Börsengang strategisch zu begleiten.

Wachstumsschub mit operativen Risiken

Analystin Melissa Balzano von Bloomberg Intelligence sieht vor allem im Startgeschäft erhebliches Potenzial. „Start könnte SpaceX’ größte Gewinne im Jahr 2026 antreiben, wobei Falcon-Starts um über 20% auf 197 steigen und den Umsatz bei voller Auslastung und einem Preis pro Start von 74 Millionen Dollar auf 14,6 Milliarden Dollar erhöhen.“

Gleichzeitig verweist sie auf anhaltende Belastungen: „Forschungs- und Entwicklungskosten bleiben ein Gegenwind und drücken das Startgeschäft in operative Verluste.“

Die Prognosen basieren auf Starts der Falcon-9-Rakete, wobei die leistungsstärkere Falcon Heavy mögliche Lücken ausgleichen könnte.

Schuldenlast rückt in den Fokus

Parallel laufen Gespräche über eine mögliche Finanzierungsstruktur, um bestehende Schulden zu reduzieren. Musk hatte im Zuge der Twitter-Übernahme und des Aufbaus seiner KI-Aktivitäten einen Schuldenberg von fast 18 Milliarden US-Dollar angehäuft.

Die Banken verkauften zuletzt eine Resttranche von 1,23 Milliarden US-Dollar zu einem festen Zinssatz von 9,5% und einem Preis von 98 Cent je Dollar. Zudem wurde das soziale Netzwerk im März mit xAI verschmolzen und mit 45 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden bewertet. Das KI-Start-up nahm zusätzlich 5 Milliarden US-Dollar an Fremdkapital auf.

Ob und in welcher Form der Börsengang letztlich umgesetzt wird, ist noch offen. Die Planungen laufen, Details können sich ändern.

Bn-Redaktion/ts
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