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Wie Trumps Politik den Markt erschüttert 15.04.2025, 11:06 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Trump sorgt mit Zolldrohung für Turbulenzen: Tesla-Aktie auf Talfahrt trotz kurzfristiger Entlastung

Zoll-Ausnahmen in Aussicht – Autobranche hofft auf Atempause

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, mögliche temporäre Ausnahmen von seinen Importzöllen auf Fahrzeuge und Autoteile zu prüfen. Damit wolle er der US-Autoindustrie Zeit verschaffen, ihre Produktion stärker in die Vereinigten Staaten zu verlagern. „Sie steigen gerade auf Teile aus Kanada, Mexiko und anderen Ländern um, und sie brauchen etwas Zeit, weil sie künftig hier produzieren werden“, erklärte Trump im Oval Office.

Ein klarer Zeitrahmen für die Aussetzung oder Senkung der Autozölle blieb jedoch offen. Derzeit liegt der Zollsatz für vollständig montierte Fahrzeuge bei 25 Prozent, zusätzliche Abgaben auf Fahrzeugteile sollen spätestens am 3. Mai folgen. Eine Ausnahme gilt bislang nur für Autos mit ausreichendem nordamerikanischen Fertigungsanteil.

Erleichterung an der Börse – aber mit kurzem Atem

Trumps Ankündigung sorgte zunächst für Kursgewinne bei US-Autoaktien: General Motors, Ford und Stellantis legten zwischenzeitlich kräftig zu. Doch bei Tesla blieb der Effekt nur von kurzer Dauer: Die Aktie schoss zwar kurzzeitig um 22,69 Prozent nach oben und erreichte 272,20 US-Dollar – doch schon einen Tag später rutschte der Kurs um 7,27 Prozent auf 252,40 US-Dollar ab. Am Freitag (11. April) lag er sogar nur noch bei 249,97 US-Dollar.

Experten sehen die Entwicklung skeptisch. Die Aussicht auf weitere Zölle – etwa auf aus China importierte Batterien – sowie die fragile Marktposition von Tesla belasten die Aktie zusätzlich. Analysten des Anderson Economic Group rechnen mit einem möglichen Preisaufschlag von bis zu 20.000 US-Dollar für bestimmte Luxusfahrzeuge. Für kleinere Fahrzeuge könnten zusätzliche Kosten zwischen 2.500 und 4.500 US-Dollar anfallen – mit potenziellen Gesamtkosten von 30 Milliarden US-Dollar für US-Verbraucher im ersten Jahr.

Zollpolitik trifft Tesla empfindlich – China-Stopp verschärft Lage

Tesla steht angesichts der politischen Unsicherheit zunehmend unter Druck. Der jüngste Rückzug vom chinesischen Markt, wo bestimmte Modelle vorerst nicht mehr verkauft werden, nährt Sorgen über die Zukunft des Unternehmens. Zusätzlich belastet ein Rückruf der Cybertruck-Modelle sowie ein starker Rückgang der Verkaufszahlen. Seit Anfang 2025 ist der Tesla-Kurs bereits um 40 Prozent gefallen.

Die Mizuho Financial Group warnt, dass Trumps Zollpolitik den Tesla-Gewinn pro Aktie um mindestens drei Prozent drücken könnte. UBS hat das Kursziel für Tesla von 225 auf 190 US-Dollar gesenkt und das „Verkaufen“-Rating beibehalten.

Krisenmanagement im Hause Musk – Mitarbeiter auf Linie gebracht

Inmitten der Turbulenzen hat Elon Musk seine Belegschaft zu einer nächtlichen „Armageddon“-Rede einberufen, um Loyalität zu beschwören und einen weiteren Ausverkauf von Mitarbeiteraktien zu verhindern. Bereits 2024 hatte Tesla erstmals sinkende Verkaufszahlen verbucht – 2025 setzt sich dieser Trend weiter fort. Der Absturz der Aktie und Trumps wirtschaftspolitischer Kurs setzen Musk zunehmend unter Zugzwang.

Bn-Redaktion/ts
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