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Thyssenkrupp denkt groß

Kommt der Ausstieg aus dem Handel? 10.04.2025, 18:07 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Thyssenkrupp denkt groß: Kommt der Ausstieg aus dem Handel?
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
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Strategiewechsel: Ein Traditionsgeschäft vor dem Verkauf

Der Industriekonzern Thyssenkrupp rückt erneut mit tiefgreifenden Konzernplänen ins Rampenlicht. Medienberichten zufolge prüft das Unternehmen derzeit einen Verkauf oder Teilrückzug aus seiner Materials-Services-Sparte, einem seiner größten Geschäftsbereiche. Die Einheit erwirtschaftete zuletzt rund 22 Milliarden Euro Jahresumsatz – rund 40 % des Gesamtumsatzes des Konzerns. Der aktuelle Börsenkurs liegt bei 8,64 EUR, was einer Marktkapitalisierung von rund 5,4 Milliarden Euro entspricht – ein auffälliges Missverhältnis zur Umsatzdimension.

Was steckt hinter dem Rückzug?

Thyssenkrupp befindet sich seit Jahren im Umbau. Nach dem Teilbörsengang der Wasserstofftochter Nucera und dem geplanten Verkauf der Marinesparte ist das Handelsgeschäft der nächste Kandidat auf der Liste. Intern wird laut Bloomberg über verschiedene Optionen diskutiert – von einem kompletten Verkauf bis hin zu Joint-Venture-Lösungen mit internationalen Partnern. Ziel ist es, den Konzern zu verschlanken und Kapital für zukunftsträchtige Sparten wie Wasserstofftechnologie und Anlagenbau freizusetzen.

Marktreaktion verhalten optimistisch

Die Börse reagierte zunächst verhalten. Der Aktienkurs bewegte sich seit Bekanntwerden der Pläne seitwärts, trotz der signalisierten Entschlossenheit im Management. Analysten werten einen möglichen Rückzug aus dem Handelsgeschäft als langfristig positiv, da die Sparte zwar margenstark, aber kapitalintensiv und konjunkturabhängig ist. Ein erfolgreicher Verkauf könnte je nach Bewertung zwischen 3 und 5 Milliarden Euro einbringen – ein potenzieller Gamechanger für die Bilanzstruktur.

Konzern in Bewegung – Anleger bleiben wachsam

Trotz positiver Impulse bleibt die Aktie im Vergleich zu Wettbewerbern wie ArcelorMittal oder Salzgitter deutlich unterbewertet. Das KGV liegt bei unter 7, während die Dividendenrendite sich auf rund 2,5 % beläuft. Investoren verlangen nun klare Signale zur Umsetzung der angekündigten Strategie und zur Verwendung möglicher Verkaufserlöse.

Ausblick: Bereit für den nächsten Schritt?

Thyssenkrupp hat das Ziel klar formuliert: raus aus der Vergangenheit, rein in die Zukunft. Ob der Ausstieg aus dem Materials-Handel zum Befreiungsschlag wird, hängt auch davon ab, wie mutig und konsequent die Umsetzung gelingt.

Bn-Redaktion/pl
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