Trotz Umsatz- und Gewinnschub durch Zollängste massiv unter Druck

Adidas-Aktie sinkt – trotz Q2‑Zahlen und bestätigtem Ausblick drückt Zollunsicherheit 30.07.2025, 18:17 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Trotz Umsatz- und Gewinnschub durch Zollängste massiv unter Druck: Adidas-Aktie sinkt – trotz Q2‑Zahlen und bestätigtem Ausblick drückt Zollunsicherheit
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Zahlenwerk überzeugt, Börse reagiert skeptisch

Adidas konnte den Umsatz im zweiten Quartal spürbar steigern und erzielte einen klar höheren Gewinn als im Vorjahreszeitraum. Die operative Marge verbesserte sich deutlich, was auf weniger Rabattaktionen und eine starke Nachfrage nach Vollpreisprodukten zurückzuführen ist. Trotz der positiven Entwicklung blieb das Ergebnis leicht hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Das Unternehmen bekräftigte den bisherigen Ausblick für das laufende Jahr mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Bereich und einem operativen Ergebnis, das deutlich über dem Vorjahr liegen soll.

Zölle und Lagerbestände belasten Ausblick

Im Fokus der Anleger stehen weniger die vorgelegten Zahlen als die Unsicherheiten für das zweite Halbjahr. Zusätzliche Importzölle auf wichtige Beschaffungsmärkte wie Vietnam und Indonesien könnten die Kosten spürbar erhöhen. Bereits jetzt belasteten höhere Abgaben sowie Währungseffekte den Umsatz. Gleichzeitig hat Adidas vor möglichen Zollerhöhungen große Warenmengen vorgezogen, was die Lagerbestände aufbläht und Risiken für die kommenden Quartale schafft.

Marktreaktion zeigt Nervosität

Trotz der Gewinnsteigerung rutschte die Aktie nach den Zahlen deutlich ab und markierte ein Mehrmonatstief im DAX. Marktteilnehmer kritisierten vor allem, dass der Vorstand die Prognose nicht anhob, obwohl das erste Halbjahr stark verlief. Analysten fordern nun klarere Signale zur Entwicklung der Nachfrage in Nordamerika und China sowie zur Planung für das kommende Jahr. Entscheidend wird, ob Adidas trotz Zolldruck und schwächerer Konsumstimmung die angestrebten Jahresziele halten kann. Kommt es in den nächsten Monaten zu einer Entspannung bei den Handelskonflikten und einem stabileren Orderverhalten, könnte das Vertrauen am Markt schnell zurückkehren.

Bn-Redaktion/jh
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