Kein Wort zu 2027

Safran reißt MTU mit nach unten 23.10.2026, 13:30 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Kein Wort zu 2027: Safran reißt MTU mit nach unten
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© BörsenNEWS.de
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
MTU Aero Engines 362,25 USD -2,96 % Nasdaq OTC
SAFRAN 305,00 USD -10,71 % Nasdaq OTC
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Mehr Umsatz, mehr ausgelieferte Turbinen – und trotzdem bricht die Aktie von Safran ein. Der französische Triebwerksbauer hat seine Jahresziele lediglich bestätigt und zum Jahr 2027 geschwiegen, die Papiere verlieren daraufhin knapp 9 Prozent auf 276,65 Euro und fallen auf das tiefste Niveau seit Mai. Im Sog rutscht auch MTU Aero Engines um knapp 5 Prozent auf 318,50 Euro ab – den tiefsten Stand seit Juni.

Bemerkenswert ist, dass es den Münchner Konzern trifft, obwohl er bei Safrans wichtigstem Triebwerk gar nicht an Bord ist. Safran baut mit GE Aerospace die Leap-Turbinen für die 737 Max und etwa jeden zweiten Jet der A320neo-Familie. MTU ist dagegen Partner beim konkurrierenden Getriebefan-Triebwerk von Pratt & Whitney, das in der anderen Hälfte der A320neo-Flotte steckt. Der Markt bewertet also nicht ein einzelnes Programm neu, sondern die ganze Branche: Auf Wochensicht hat Safran rund 13 Prozent eingebüßt, MTU gut 10 Prozent.

Safran liefert mehr Leap-Turbinen aus als erwartet

Dabei fielen die Zahlen zum dritten Quartal auf den ersten Blick ordentlich aus. Der bereinigte Umsatz stieg im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 9 Milliarden Euro und damit etwas stärker als von Analysten erwartet. Von Juli bis Ende September lieferte Safran 535 Leap-Triebwerke aus, rund 5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Triebwerksgeschäft wuchs der Erlös um 14 Prozent, im Teile- und Rüstungsgeschäft sogar noch kräftiger. Nur die Kabinenausstattung schrumpfte.

Zum Quartalsgewinn machte das Unternehmen wie üblich keine Angaben. Für das Gesamtjahr peilt Safran weiter ein Umsatzplus im mittleren Zehnerprozentbereich und einen bereinigten operativen Gewinn von 6,4 bis 6,5 Milliarden Euro an.

Bestätigte Prognose enttäuscht nach GE-Signalen

Genau dieses Festhalten an den bisherigen Zielen sorgt für Ernüchterung. Bei Oddo BHF wird darauf verwiesen, dass der Ausblick trotz eines Wachstums von 17,5 Prozent nach neun Monaten nur bestätigt worden sei. Zum kommenden Jahr habe Safran in seiner Mitteilung überhaupt nichts gesagt. Die Messlatte lag hoch: Partner GE Aerospace hatte Anfang der Woche nach einem kräftigen Auftragsplus seine Jahresprognose angehoben und für 2027 weiteres Wachstum im Servicegeschäft in Aussicht gestellt. Die GE-Aktie gibt im europäischen Handel um 1,6 Prozent nach.

Goldman Sachs sieht das zivile Antriebsgeschäft leicht unter den Erwartungen, die Schwäche sei aber durch das Rüstungsgeschäft ausgeglichen worden. Diese Einschätzungen stellen keine redaktionelle Empfehlung dar.

Rolls-Royce und Melrose geraten mit unter die Räder

Der Druck beschränkt sich nicht auf Paris und München. Rolls-Royce hatte im Tagesverlauf rund 7 Prozent verloren, inzwischen hat sich das Minus auf knapp 6 Prozent verringert. Beim Zulieferer Melrose ist der Abschlag von zeitweise fast 3 Prozent auf gut 1,6 Prozent geschrumpft.

Verschärft wird die Skepsis gegenüber den Triebwerkswerten durch die hohen Ölpreise im Zuge der Spannungen am Golf. Teure Treibstoffe belasten die Airlines – und damit die wichtigsten Kunden der Branche, deren Bestell- und Wartungsbudgets über das Geschäft der Hersteller mitentscheiden. Bei JPMorgan werden die Safran-Aktien deshalb weiter unter dem Druck geopolitischer Unsicherheit gesehen, auf mittlere und lange Sicht bleibt die Bank aber positiv gestimmt. Auch das ist eine externe Einschätzung und keine redaktionelle Empfehlung. Ob sich die Branche fängt, dürfte nun auch davon abhängen, welches Signal die übrigen Hersteller mit ihren Quartalszahlen zum kommenden Jahr senden.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News

Gestern 19:01 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 18:42 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 15:44 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 15:19 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:50 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:02 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:40 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:08 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer