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Dax zieht kräftig an nach US-Zinssenkung 18.09.2025, 12:16 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag deutlich zugelegt. Mit einem Plus von 1,13 Prozent auf 23.621,99 Punkte beschleunigte der deutsche Leitindex seine am Vortag begonnene Erholung - den vorangegangenen Kursrutsch hat er inzwischen großteils wettgemacht. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann 0,59 Prozent auf 30.394,55 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,2 Prozent hoch.

Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed erstmals im laufenden Jahr die Zinsen gesenkt. Damit wirken die Anleger zunächst zufrieden. "Beim Dax kommen die ersten Schnäppchenjäger aufs Parkett", kommentierte Marktbeobachter Thomas Altmann vom Frankfurter Vermögensverwalter QC Partners. Offensichtlich hätten einige Anleger den Bereich um 23.300 Punkte als ihre Kaufschwelle ausgemacht. Bei seinem Rutsch am Dienstag hatte sich der Dax dort letztlich gefangen. Auch am Mittwoch hielt die Unterstützung in diesem Bereich.

Nach der erwartungsgemäßen Leitzinssenkung um 0,25 Prozentpunkte stellte die Fed weitere Zinssenkungen in Aussicht - bis zu zwei Zinsschritte nach unten seien 2025 möglich. Es sei davon auszugehen, dass auf jeder der noch verbleibenden zwei Sitzungen der Leitzins um 0,25 Prozentpunkte reduziert werde, erklärte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. 2026 könnte nach Fed-Angaben dann noch eine weitere Senkung erfolgen. Laut ING-Experte James Knightley ist der Markt aber von den Fed-Prognosen einer "sanften Landung" der US-Wirtschaft nicht überzeugt und geht derzeit perspektivisch von mehr Zinssenkungen aus.

Am deutschen Aktienmarkt steht am Donnerstag die Abspaltung der Autozuliefersparte Aumovio von Continental als separat an der Börse gelistetes Unternehmen im Fokus. Daher wird der Dax ausnahmsweise 41 statt 40 Titel enthalten. Diese Anpassung soll die Abbildbarkeit des Index für Anleger gewährleisten. Zum Handelsschluss wird der neue Einzelwert dann wieder aus dem Dax genommen.

Den Aktionären von Continental wurden die neuen Papiere automatisch in ihre Depots gebucht. Für jeweils zwei Continental-Aktien erhalten sie eine Aktie von Aumovio. Der Aktienkurs von Continental lag - unter Berücksichtigung der nötigen Bereinigung wegen der Abspaltung - zuletzt deutlich über dem Schlusskurs vom Vortag. Der erste Kurs der Titel von Aumovio lag bei 35 Euro - zuletzt fielen sie mit 34,66 Euro etwas zurück.

Die Papiere von DWS schafften ein Plus von 2,3 Prozent. Die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank bereite einen Verkauf des Rechenzentrumsgeschäfts NorthC vor, schrieb die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf informierte Kreise. Dem Bericht zufolge hofft DWS darauf, dass die Sparte im boomenden Markt für Rechenzentren über zwei Milliarden Euro wert sein könnte. Händler werteten die Nachricht in ersten Einschätzungen positiv, zumal die Datencenter-Nachfrage derzeit sicherlich hoch sei.

Die Aktien von Verve Group setzten ihren Erholungstrend nach der Ankündigung eines weiteren Zukaufs fort. Mit einem Kursplus von 6,2 Prozent zählte die auf die Werbetechnologiebranche spezialisierte Softwareplattform zu den größten Gewinnern im Nebenwerte-Index SDax .

Verve will das Londoner Unternehmen Captify Technologies übernehmen, eine auf Künstlicher Intelligenz basierte Suchmaschinenplattform. Am Dienstagabend hatte das Unternehmen den Kauf des digitalen Lösungsanbieters Acardo bekannt gegeben. Mitte August hatte eine Senkung der Jahresziele Verve ein Kurstief seit Juni 2024 eingebrockt - seitdem geht es mühsam wieder etwas bergauf.

Dagegen ließ bei Puma die jüngste Übernahmefantasie etwas nach, wie ein Kursrückgang um 3,6 Prozent zeigte. Als Kurstreiber hatte sich zuletzt ein Artikel im "Manager Magazin" über die Pläne der Großaktionärsfamilie Pinault erwiesen, der an andere Medienberichte anknüpfte. Demzufolge laufen sich mit dem Finanzinvestor CVC und dem US-Markenmanagementunternehmen Authentic Brands Group (ABG) zwei Interessenten bereits warm. Dazu hatte es jüngst Spekulationen über eine mögliche Übernahme durch den heimischen Konkurrenten Adidas gegeben. Analysten äußerten sich am Donnerstag eher skeptisch zu den Spekulationen.

Krones -Titel büßten im Nachgang des Kapitalmarkttags weitere 5,5 Prozent ein, nachdem die Investmentbank Exane BNP sie auf "Neutral" abgestuft hatte. Zudem monierte Experte Jorge Gonzalez Sadornil von der Privatbank Hauck & Aufhäuser, dass eine kurzfristige Nachfrageschwäche die Aussichten des Herstellers von Getränkeabfüllanlagen für 2026 eintrübe./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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