AKTIEN IM FOKUS

SAP gibt mit Cloud-Aboverträgen dem Softwaresektor Schub 24.07.2026, 10:36 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
ATOSS Software 74,20 EUR +6,84 % Lang & Schwarz
Nemetschek 56,20 EUR +4,27 % Lang & Schwarz
SAP 136,28 EUR +5,74 % TTMzero RT
Siemens 271,40 EUR +1,05 % Lang & Schwarz
TeamViewer 5,535 EUR +1,51 % Baader Bank

Die von SAP DE0007164600 vorgelegten Quartalsresultate haben am Freitag im gesamten Software-Sektor für Erleichterung gesorgt. Denn: der Cloud-Vertragsbestand übertraf die Analystenerwartungen.

Mit einem Anstieg um zuletzt 6,4 Prozent erholten sich die SAP-Titel schwungvoll von ihrem niedrigsten Niveau seit November 2023, auf das sie am Vortag gefallen waren. Die im Dax DE0008469008 schwergewichtigen Papiere gaben dem deutschen Leitindex Rückenwind.

Deutsche Aktien aus dem Softwarebereich profitierten: Mit Nemetschek DE0006452907, Teamviewer DE000A2YN900 und Atoss DE0005104400 gehörten auch Werte aus der zweiten und dritten Reihen aus diesem Bereich mit Anstiegen zwischen 2,9 und 4,9 Prozent zu den größten Gewinnern in den Indizes MDax DE0008467416 und SDax DE0009653386.

Auch Atoss veröffentlichte einen Quartalsbericht, der gut ankam. Händler sahen bei dem Unternehmen die Profitabilität über der Markterwartung. Atoss hatte im zweiten Quartal ebenfalls von guten Cloud-Geschäften berichtet.

Laut Analysten Oliver Frey von der Privatbank Metzler kann das zweite Quartal die zuletzt bei SAP und im Sektor spürbaren Bedenken rund um das Trendthema Künstliche Intelligenz etwas mildern. Charles Brennan vom Investmenthaus Jefferies schrieb sogar, die zuletzt erlebte Zurückhaltung der Investoren werde widerlegt. Dies reiche wohl aus für eine Erholungsrally.

Der sogenannte Current Cloud Backlog, also der kurzfristige Cloud-Vertragsbestand, hat sich laut Frey entgegen einer befürchteten Abschwächung wieder beschleunigt. Begleitaussagen des Managements reduzierten für die zweite Jahreshälfte die Risiken. Brennan sieht in den Cloud-Verträgen ein Indiz für eine starke Auftragsentwicklung im zweiten Quartal.

Dass Händler im Zahlenwerk auch kritische Punkte etwa im operativen Ergebnis ausmachten, kam in diesem Umfeld nicht zur Geltung. Schließlich haben die Aktien viele trübe Monate hinter sich, befeuert von der Sorge, dass Künstliche Intelligenz für die Software-Branche zu einem Störfaktor wird und die klassischen Geschäftsmodelle erodiert.

2026 sind die SAP-Aktien mit einem Minus von einem Drittel aktuell unter den größten Dax-Verlierern. Seit dem Rekordhoch vom Februar 2025 hat sich der Kurs sogar mehr als halbiert.

Dieser Kursrutsch hat dazu geführt, dass der Rang als wertvollstes deutsches Unternehmen an Siemens DE0007236101 abgegeben wurde. Mit einer Marktkapitalisierung von 167 Milliarden Euro liegt SAP auch nur noch knapp vor der Allianz DE0008404005. Siemens bringt mehr als 200 Milliarden auf die Waage.

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