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Studie

Immobilienpreise dürften 2026 steigen 01.07.2026, 12:22 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Deutsche Wohnen 18,42 EUR -1,60 % Lang & Schwarz
PATRIZIA 7,795 EUR +1,10 % TTMzero RT
LEG Immobilien 54,70 EUR -1,08 % Tradegate
Vonovia 21,35 EUR -0,67 % TTMzero RT
Aroundtown 2,275 EUR -2,07 % Baader Bank

Die Immobilienpreise in Deutschland dürften nach Einschätzung des Genossenschaftsbankenverbands BVR weiter spürbar anziehen. Der Bankenverband rechnet mit einem Anstieg von drei Prozent in diesem Jahr. Wegen des stockenden Neubaus werde der Bedarf an neuen Wohnungen wohl nur gut zur Hälfte (58 Prozent) gedeckt. Zudem entstehe Wohnraum teils in schrumpfenden ländlichen Regionen, während in Ballungszentren Wohnungen fehlten.

Der Druck auf Immobilienkäufer ist in den vergangenen Jahren gestiegen, schreibt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seiner Studie. Bundesweit sind demnach die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum zwischen 2018 und 2025 rund sieben Prozent stärker gestiegen als die verfügbaren Einkommen. "Für viele junge Haushalte bleibt der Erwerb von Wohneigentum schwer erreichbar und ist häufig nur mit Erbschaften, Schenkungen oder familiärer Unterstützung realistisch."

Lage für Käufer in vielerorts verschärft

Besonders in Süddeutschland und im Berliner Umland sind die Immobilienpreise stärker gestiegen als die Einkommen, zeigt die Analyse. Gleiches gilt für den Norden um Hamburg und den Westen rund um Frankfurt sowie Teile von Nordrhein-Westfalen. In weiten Gegenden Ostdeutschlands sind dagegen die verfügbaren Einkommen stärker gestiegen als die Preise für Wohneigentum.

In Deutschland müssten die Kaufnebenkosten sinken, damit wieder mehr Familien Wohneigentum kaufen können, fordert der BVR: "Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer sind dafür dringend nötig - etwa durch einen Freibetrag, einen niedrigeren Steuersatz bei Selbstnutzung oder eine gezielte Freistellung für junge Familien", sagte Präsidentin Marija Kolak.

Kritik übte der Verband an der Debatte über die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände in Berlin. "Sie schafft keinen zusätzlichen Wohnraum, verunsichert aber Investoren und finanzierende Banken." So könne sich der Wohnungsmangel verschärfen und auch jenseits der Hauptstadt Geldgeber davon abhalten, in den Neubau zu investieren.

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