ADOBE SYSTEMS WKN: 871981 ISIN: US00724F1012 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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Kommentare 8.308
P
Petro069, 21.01.2026 21:00 Uhr
2

„Und gibt es bekannte Techniken, um das Problem des begrenzten Kontextspeichers zu umgehen, zum Beispiel indem mehrere KI-Agenten gemeinsam an einzelnen Codeteilen arbeiten, sich untereinander abstimmen und so versuchen, das Gesamtprojekt zu erfassen, während jeder Agent nur einen Teil bearbeitet?“ -----ChatGPT---- > Ja, solche Ansätze existieren bereits und werden aktiv erforscht, man spricht dabei von Multi-Agenten-Systemen oder agentenbasierter Softwareentwicklung. Die Idee ist, dass mehrere spezialisierte KI-Instanzen jeweils nur einen begrenzten Ausschnitt eines Projekts kennen, etwa ein Modul, eine Bibliothek oder einen bestimmten Funktionsbereich, und ihre Ergebnisse über strukturierte Schnittstellen oder Zusammenfassungen austauschen. Damit lässt sich der harte Kontextlimit teilweise umgehen, allerdings nur auf organisatorischer Ebene, nicht technisch. Das Grundproblem bleibt bestehen: Kein Agent hat ein vollständiges, konsistentes Gesamtverständnis des Systems. Stattdessen entsteht ein verteiltes, abstrahiertes Bild, das stark von der Qualität der Zusammenfassungen abhängt. Genau dort liegt auch das Hauptproblem, denn jede Verdichtung von Informationen führt zu Informationsverlust, und Fehler oder falsche Annahmen propagieren sich schnell durch das System. In der Praxis funktionieren solche Ansätze heute gut für klar abgegrenzte Aufgaben wie Refactoring einzelner Module, Schreiben von Tests oder Dokumentation, aber nicht für die konsistente Weiterentwicklung großer, historisch gewachsener Codebasen. Hinzu kommt, dass Koordination selbst wieder Kontext benötigt: Abhängigkeiten, Seiteneffekte, Versionsstände und implizite Designentscheidungen lassen sich nicht verlustfrei „delegieren“. Deshalb können Multi-Agenten-Systeme den Kontextmangel zwar mildern, ihn aber nicht aufheben. Sie erhöhen die Produktivität, ersetzen jedoch nicht das zentrale Architekturverständnis, das derzeit nur Menschen zuverlässig leisten können.

Danke! Für mich gilt weiterhin das größte Argument... Unternehmen wechseln ihre Software nicht ständig. Besonders nicht, wenn man sich jahrelang daran gewöhnt hat. Sicher, eine PDF öffnen und zusammenlegen können zig Apps, aber ein gesamtheitlich integrative Software Paket bekommt man nicht mal schnell nachgebaut... Ich baue meine erste Position nun hier, bei salesforce und wolters kluver auf. Alles stabile Software Unternehmen, die m. E zu Unrecht so tief stehen. . Bislang ist mein antizyjkisches Handeln gut aufgegangen. Lg
J
JlNx5, 21.01.2026 20:42 Uhr
1
Verkäufe in die Rally hinein. Die erste Gegenbewegung seit Wochen, 0,6%, mehr geht nicht. Morgen dann wieder rot.
m
m4758406, 21.01.2026 18:00 Uhr
0

Danke für deine gute Einschätzung

„Und gibt es bekannte Techniken, um das Problem des begrenzten Kontextspeichers zu umgehen, zum Beispiel indem mehrere KI-Agenten gemeinsam an einzelnen Codeteilen arbeiten, sich untereinander abstimmen und so versuchen, das Gesamtprojekt zu erfassen, während jeder Agent nur einen Teil bearbeitet?“ -----ChatGPT---- > Ja, solche Ansätze existieren bereits und werden aktiv erforscht, man spricht dabei von Multi-Agenten-Systemen oder agentenbasierter Softwareentwicklung. Die Idee ist, dass mehrere spezialisierte KI-Instanzen jeweils nur einen begrenzten Ausschnitt eines Projekts kennen, etwa ein Modul, eine Bibliothek oder einen bestimmten Funktionsbereich, und ihre Ergebnisse über strukturierte Schnittstellen oder Zusammenfassungen austauschen. Damit lässt sich der harte Kontextlimit teilweise umgehen, allerdings nur auf organisatorischer Ebene, nicht technisch. Das Grundproblem bleibt bestehen: Kein Agent hat ein vollständiges, konsistentes Gesamtverständnis des Systems. Stattdessen entsteht ein verteiltes, abstrahiertes Bild, das stark von der Qualität der Zusammenfassungen abhängt. Genau dort liegt auch das Hauptproblem, denn jede Verdichtung von Informationen führt zu Informationsverlust, und Fehler oder falsche Annahmen propagieren sich schnell durch das System. In der Praxis funktionieren solche Ansätze heute gut für klar abgegrenzte Aufgaben wie Refactoring einzelner Module, Schreiben von Tests oder Dokumentation, aber nicht für die konsistente Weiterentwicklung großer, historisch gewachsener Codebasen. Hinzu kommt, dass Koordination selbst wieder Kontext benötigt: Abhängigkeiten, Seiteneffekte, Versionsstände und implizite Designentscheidungen lassen sich nicht verlustfrei „delegieren“. Deshalb können Multi-Agenten-Systeme den Kontextmangel zwar mildern, ihn aber nicht aufheben. Sie erhöhen die Produktivität, ersetzen jedoch nicht das zentrale Architekturverständnis, das derzeit nur Menschen zuverlässig leisten können.
m
m4758406, 21.01.2026 17:48 Uhr
0

Danke für deine gute Einschätzung

"Danke, dann heißt das also: KI kann heute bei einzelnen Codeteilen helfen, hat aber zu wenig Kontextspeicher, um ein komplettes Projekt zu überblicken. Zudem ist bekannt, dass aktuelle Modelle bei sehr großen Kontextfenstern wie zwei Millionen Tokens deutlich häufiger halluzinieren, weshalb Google Gemini einer der wenigen Anbieter ist, die das überhaupt anbieten, und selbst dort nicht zuverlässig. Welche Kontextfenstergröße bräuchte man realistisch für ein Projekt mit etwa einer Million Zeilen Code, und auf wie viele Zeilen Code schätzt du die gesamten Adobe-Produkte?“ -----ChatGPT---- > Für ein Projekt mit rund einer Million Zeilen Code bräuchte man keinen Kontext im Bereich von ein bis zwei Millionen Tokens, sondern eher Größenordnungen darüber. Je nach Programmiersprache, Kommentardichte und Struktur kann man grob mit 30 bis 50 Tokens pro Codezeile rechnen, inklusive Imports, Abhängigkeiten und Metainformationen. Damit läge allein der reine Code bereits bei etwa 30 bis 50 Millionen Tokens, Build-Skripte, Tests, Dokumentation und plattformspezifische Varianten noch nicht eingerechnet. Um ein solches Projekt wirklich „zu verstehen“, also Zusammenhänge, Seiteneffekte und historische Designentscheidungen zu erfassen, wäre faktisch ein noch deutlich größerer Arbeitskontext nötig. Bei Adobe reden wir nicht über ein einzelnes Projekt, sondern über mehrere über Jahrzehnte gewachsene Produkte wie Photoshop, Illustrator, Premiere, After Effects usw., jeweils mit eigener Engine, UI-Frameworks, GPU-Pipelines und Legacy-Schichten. Realistische Schätzungen liegen hier insgesamt im Bereich von mehreren zig Millionen Zeilen Code. Dafür wären Kontextfenster im Bereich von hunderten Millionen bis Milliarden Tokens erforderlich, was heute weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll machbar ist. Genau deshalb ist KI aktuell ein starkes Werkzeug zur Unterstützung von Entwicklern, aber kein Ersatz für das ganzheitliche Verständnis und die Verantwortung, die bei komplexer, industrieller Softwareentwicklung notwendig sind.
A
AktienManne, 21.01.2026 17:48 Uhr
0
Hoffe nur nicht das der Laden pleite geht. Mein EK 252 Euro
P
Petro069, 21.01.2026 17:24 Uhr
1

Das muss er sagen weil ihm das Geld ausgeht. Gemini 3 Pro, kommt auf zwei Millionen Tokens Kontextgröße, was grob rund 1.500 A4-Seiten entspricht. Modelle von Anthropic liegen noch deutlich darunter. Das klingt viel, ist aber im Vergleich zu realer Softwareentwicklung verschwindend gering. Ein Produkt wie Adobe besteht nicht aus ein paar Dateien, sondern aus Millionen Zeilen Code, die über Jahrzehnte gewachsen sind, mit komplexen Abhängigkeiten, Build-Systemen, plattformspezifischer Logik, proprietären Dateiformaten, GPU-Pipelines, Tests, Legacy-Code und unzähligen Sonderfällen. Um so ein System wirklich zu verstehen, geschweige denn weiterzuentwickeln oder neu zu bauen, müsste eine KI einen Kontext halten können, der um Größenordnungen größer ist als heute möglich, eher im Bereich von zig Millionen bis Milliarden Tokens. Das ist kein kleines technisches Detail, sondern ein fundamentales Problem: Der benötigte Arbeitsspeicher und die Rechenkosten würden explodieren. Das skaliert nicht linear, sondern extrem teuer, sowohl hardwareseitig als auch energetisch. Selbst wenn man das theoretisch lösen könnte, wäre es wirtschaftlich völlig unpraktikabel. Deshalb ist die Vorstellung, KI könne in ein oder zwei Jahren Software-Ingenieure ersetzen oder komplexe Produkte wie Adobe nachbauen, realitätsfern. KI kann heute hervorragend beim Schreiben einzelner Funktionen helfen, beim Refactoring oder bei klar abgegrenzten Aufgaben. Aber sie kann kein großes, historisch gewachsenes Softwaresystem vollständig erfassen oder verantwortungsvoll weiterentwickeln. KI wird Entwickler deutlich produktiver machen, aber sie ersetzt sie nicht. Aussagen wie die des Anthropic-CEOs klingen gut für Investoren, haben mit der aktuellen technischen Realität aber nur sehr begrenzt zu tun.

Danke für deine gute Einschätzung
A
AktienManne, 21.01.2026 16:15 Uhr
0
Ich denke das Ding wird es bald nicht mehr geben
T
Tsindu12, 21.01.2026 16:10 Uhr
0
Immer weiter rot 😂
m
m4758406, 21.01.2026 14:04 Uhr
2

Der CEO von Anthropic erklärt, dass KI-Modelle in 6 bis 12 Monaten in der Lage sein könnten, die Arbeit von Software-Ingenieuren vollständig zu übernehmen. Ich bin mir sicher, dass man in zwei Jahren auch ähnliche Software wie Adobe mit AI kreieren kann. Adobe hat dann nur noch die Rechtssicherheit für sich, was für große Unternehmen nach wie vor extrem wichtig ist. Aber sonst? Baue Adobe Abklatsch und jedes kleine und mittelgroße Unternehmen wird für einen Bruchteil der Kosten alles bekommen, was sie bei Adobe auch bekommen und dort juckt auch niemanden die Compliance.

Das muss er sagen weil ihm das Geld ausgeht. Gemini 3 Pro, kommt auf zwei Millionen Tokens Kontextgröße, was grob rund 1.500 A4-Seiten entspricht. Modelle von Anthropic liegen noch deutlich darunter. Das klingt viel, ist aber im Vergleich zu realer Softwareentwicklung verschwindend gering. Ein Produkt wie Adobe besteht nicht aus ein paar Dateien, sondern aus Millionen Zeilen Code, die über Jahrzehnte gewachsen sind, mit komplexen Abhängigkeiten, Build-Systemen, plattformspezifischer Logik, proprietären Dateiformaten, GPU-Pipelines, Tests, Legacy-Code und unzähligen Sonderfällen. Um so ein System wirklich zu verstehen, geschweige denn weiterzuentwickeln oder neu zu bauen, müsste eine KI einen Kontext halten können, der um Größenordnungen größer ist als heute möglich, eher im Bereich von zig Millionen bis Milliarden Tokens. Das ist kein kleines technisches Detail, sondern ein fundamentales Problem: Der benötigte Arbeitsspeicher und die Rechenkosten würden explodieren. Das skaliert nicht linear, sondern extrem teuer, sowohl hardwareseitig als auch energetisch. Selbst wenn man das theoretisch lösen könnte, wäre es wirtschaftlich völlig unpraktikabel. Deshalb ist die Vorstellung, KI könne in ein oder zwei Jahren Software-Ingenieure ersetzen oder komplexe Produkte wie Adobe nachbauen, realitätsfern. KI kann heute hervorragend beim Schreiben einzelner Funktionen helfen, beim Refactoring oder bei klar abgegrenzten Aufgaben. Aber sie kann kein großes, historisch gewachsenes Softwaresystem vollständig erfassen oder verantwortungsvoll weiterentwickeln. KI wird Entwickler deutlich produktiver machen, aber sie ersetzt sie nicht. Aussagen wie die des Anthropic-CEOs klingen gut für Investoren, haben mit der aktuellen technischen Realität aber nur sehr begrenzt zu tun.
A
AuspiciousLynx, 20.01.2026 23:02 Uhr
0
Der CEO von Anthropic erklärt, dass KI-Modelle in 6 bis 12 Monaten in der Lage sein könnten, die Arbeit von Software-Ingenieuren vollständig zu übernehmen. Ich bin mir sicher, dass man in zwei Jahren auch ähnliche Software wie Adobe mit AI kreieren kann. Adobe hat dann nur noch die Rechtssicherheit für sich, was für große Unternehmen nach wie vor extrem wichtig ist. Aber sonst? Baue Adobe Abklatsch und jedes kleine und mittelgroße Unternehmen wird für einen Bruchteil der Kosten alles bekommen, was sie bei Adobe auch bekommen und dort juckt auch niemanden die Compliance.
A
AktienManne, 20.01.2026 22:04 Uhr
0
Also Insolvenz möglich?
J
JlNx5, 20.01.2026 22:03 Uhr
1
Wenn der Nasdaq mal 10% korrigieren sollte, sind wir hier bei unter 250$. Neben Paypal wohl eine der Aktien, die aktuell von Privatanlegern am meisten gekauft werden. Fallen Angels sind die Lieblinge von den kleinen Leuten. Der Blick in den Rückspiegel wirkt verlockend, die Alllzeithochs über 100% höher aber diese Bewertungen werden nie mehr erreicht werden. Adobe war mal bei fast 50 KGV, das ist Wahnsinn. Mehr als 15 ist utopisch für ein Wachstum, das in maximal zwei Jahren nahe Null sein wird.
A
AuspiciousLynx, 20.01.2026 21:55 Uhr
0

Ein Tages RSI von 20 ist gottlos überverkauft

Grundsätzlich ja aber nicht, wenn die Aktie so lange schon im Abwärtsstrudel ist. Hier würden sogar ein zwei Tage mit 1% Plus ausreichen um schon wäre die Gegenbewegung eigentlich vorbei.
G
GLP1Lover, 20.01.2026 21:50 Uhr
0
Ein Tages RSI von 20 ist gottlos überverkauft
A
AuspiciousLynx, 20.01.2026 21:41 Uhr
0
Ach ja und der CEO und wahrscheinlich auch die gesamte C-Suite müssen ausgetauscht werden. Der alte Mann hat es nicht mehr drauf, sammelt nur seine Aktienoptionen ein, niemand aus der Chefetage kauft mit eigenem Geld Aktien, was komplett gegen das Narrativ geht, dass die Aktie unterbewertet sei. Wenn du als CEO so etwas sagst, dann ist es deine Verpflichtung, ein paar Millionen deines eigenen Gelds in die Hand zu nehmen, ansonsten bist du komplett unglaubwürdig. Nur Gratis-Aktien einsammeln jeden Monat kann jeder.
A
AuspiciousLynx, 20.01.2026 21:35 Uhr
0
Aktie ist nach wie vor aus technischer Sicht keinen Rebound-Trade wert. Die Aktie ist nicht mal wirklich überverkauft, es ist einfach ein vollkommen geordneter Abverkauf jeden Tag, was darauf deutet, dass jeden Tag größere Investoren ihre Positionen verkaufen. Nicht aus Panik aber einfach, weil sie nicht mehr an das Unternehmen glauben und es für die nächsten Jahre viel bessere Aktien gibt. Bis zu den Zahlen im Februar wird es so weitergehen, bis dahin vlt. nochmal 5-10% runter und im besten Fall gibt es dann eine neutrale Reaktion auf die Zahlen und dann im Frühjahr eine Mini-Erholung. Dann könnte das Q2 im Mai den Markt nochmal schocken, weil man zum ersten Mal wirklich sieht, dass man Marktanteile verliert und die Margen zurückgehen. Q3 vlt. bei 200$ dann ein Kauf wert, wenn das Forward PE unter 10 ist.
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