ALBEMARLE WKN: 890167 ISIN: US0126531013 Kürzel: AMC Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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DZ Bank
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Kommentare 7.397
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m4758406, 8. Okt 15:24 Uhr
2
Der jüngste Preisrückgang an den Terminbörsen in Richtung 119.000 RMB/t bzw. rund 16 bis 17 US-Dollar/kg LCE und 1.800 US-Dollar pro Tonne Spodumen ist keineswegs der Beginn eines neuen säkularen Baisse-Zyklus, sondern eine marktübliche, zyklische Bereinigung der kriegsbedingten Spekulationsspitze aus dem Mai 2026 (als der Iran-Krieg und die Straßensperre von Hormus die Kurse kurzzeitig über 200.000 RMB/t getrieben hatten), verschärft durch das alljährliche Destocking chinesischer Kathodenhersteller vor der einwöchigen Nationalfeiertagsruhe im Oktober und die Zurückhaltung bei der Fremdkapitalfinanzierung von Lagerbeständen infolge der hohen US-Anleiherenditen. Da die aktuellen Notierungen exakt auf den durchschnittlichen Grenzkosten unintegrierter Raffinerien und chinesischer Lepidolith-Förderer aufsitzen, stößt die Preiskorrektur nach unten an eine harte ökonomische Wand, unterhalb derer sofortige Stilllegungen greifen, während gleichzeitig die physischen Lagerbestände an Lithiumcarbonat bei den Verarbeitern auf historische Tiefststände von unter drei Wochen gefallen sind. Auf der Nachfrageseite wächst der reale globale Lithiumverbrauch weiterhin mit rund 45 % pro Jahr, gestützt durch den BESS-Boom und größere Batteriekapazitäten bei Fahrzeugen, während die viel diskutierten Natrium-Ionen-Batterien mit Zellkosten von 59 US-Dollar pro Kilowattstunde im Jahr 2026 weiterhin rund 13 % teurer sind als etablierte LFP-Zellen (52 US-Dollar/kWh) und somit lediglich extreme Preisspitzen oberhalb von 40 US-Dollar deckeln, aber keinesfalls das bestehende Marktgefüge untergraben. Für fundamental aufgestellte Kostenführer wie Albemarle, die nach dem Verkauf des Ketjen-Geschäfts 1,3 Milliarden US-Dollar Schulden getilgt haben, über 1,6 Milliarden US-Dollar Liquidität bei einem Verschuldungsgrad von nur 0,5x Net Debt zu EBITDA besitzen, ihre unrentable australische Konvertierung Kemerton abgestellt haben und über ihre Sole- und Spodumenvorkommen im 1. Kostenquartil selbst bei 18 bis 20 US-Dollar pro Kilogramm LCE massive freie Cashflows im dreistelligen Millionenbereich pro Quartal erwirtschaften, stellt dieses von Hysterie und Großbanken-Fehleinschätzungen geprägte Kursniveau eine historische Fehlbepreisung dar, bei der der Markt das säkulare Wachstum des Unternehmens vollständig ignoriert und die Aktie nahe an ihrem reinen statischen Ertragswert bei Nullwachstum handelt.
m
m4758406, 8. Okt 15:21 Uhr
2
Die fundamentale Fehlprognose der Rohstoffanalysten von Goldman Sachs beim Übergang vom Jahr 2025 auf 2026 stellt ein Paradebeispiel für die systemischen Schwachstellen rein theoretischer Schreibtischmodelle im Rohstoffsektor dar: Noch in ihrem am 18. Dezember 2025 veröffentlichten Rohstoffausblick („2026 Outlook: Ride the Power Race and Supply Waves“) vertrat die Bank die dezidiert bärische Auffassung, dass die Lithiumpreise ausgehend vom damaligen Niveau bis Ende 2026 um weitere 25 % auf nur noch 9.100 US-Dollar pro Tonne LCE einbrechen würden, da eine massive, von chinesischen Auslandsinvestitionen getriebene Angebotswelle vor allem aus Afrika den Weltmarkt überschwemmen werde. Nicht einmal zehn Monate später, im Oktober 2026, sah sich dieselbe Investmentbank gezwungen, ihre Prognose für den durchschnittlichen Benchmark-Preis für 2026 um über 100 % auf 18.900 US-Dollar pro Tonne (140.000 RMB/t) nach oben zu korrigieren und gleichzeitig kleinlaut einzuräumen, dass der globale Lithiummarkt im bisherigen Jahresverlauf 2026 tatsächlich ein physisches Defizit von satten 16 % aufwies, anstatt im prognostizierten Überangebot zu ertrinken. Dieser krasse Fehlschuss beruht auf mehreren schwerwiegenden methodischen und ökonomischen Widersprüchen: Erstens widmete Goldman Sachs im Dezember 2025 mehrere Seiten der akuten Stromknappheit in den USA, die durch den rasanten Ausbau von KI-Rechenzentren verursacht wird, zog jedoch nicht den zwingenden logischen Schluss, dass die einzige sofort skalierbare Lösung zur Netzstabilisierung und Notstromversorgung in großvolumigen Batteriespeichern (BESS) liegt, deren weltweite Produktion im ersten Halbjahr 2026 um spektakuläre 98 % explodierte und mittlerweile rund 30 % des gesamten globalen Lithiumbedarfs verschlingt. Zweitens kollabierte die angenommene afrikanische Billigangebotsflut an der bergbaulichen und politischen Realität vor Ort, da Simbabwe im Februar 2026 ein striktes Ausfuhrverbot für unverarbeitete Erze verhängte, afrikanisches Spodumen aufgrund geringerer Lithiumgehalte die Raffineriekosten in China in die Höhe trieb und logistische Flaschenhälse bei gefallenen Konzentratpreisen von 840 bis 850 US-Dollar pro Tonne die Margen unintegrierter Minen vollständig vernichteten. Drittens ignorierte Goldman Sachs die spieltheoretischen Mechanismen der chinesischen Industriepolitik: Obwohl die Bank selbst dokumentierte, dass China über 70 % der weltweiten Raffineriekapazitäten kontrolliert, unterstellte sie, Peking würde tatenlos zusehen, wie die Preise auf 9.100 US-Dollar verfallen, was die heimische Lepidolith-Industrie mit Produktionskosten von 120.000 bis 150.000 RMB/t in den Ruin getrieben hätte; stattdessen intervenierte Peking im Rahmen seiner Anti-Involution-Politik und entzog unrentablen und umweltschädlichen Betrieben die Lizenz, was am 26. August 2026 im Entzug der Umweltprüfung für die gigantische Jianxiawo-Mine von CATL und dem Wegfall von über 30.000 Tonnen LCE gipfelte. Viertens unterliegen die Modelle der Banken dem klassischen Zirkelschluss der Reflexivität, da eine publizierte Preisprognose von 11.000 US-Dollar für 2028 die Kapitalmärkte austrocknet und verhindert, dass Banken risikoreiche Minenprojekte bei US-Zinsen von über 5,2 % überhaupt finanzieren, wodurch das theoretisch prognostizierte Angebot für 2027 und 2028 niemals gebaut werden kann.
Orbiter1
Orbiter1, 8. Okt 14:19 Uhr
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Die Stimmung ist sehr negativ, kann sich aber schnell ändern. Es scheint mal wieder so als geht im Lithiummarkt nur boom und bust....

Nach meinem Eindruck geht es aktuell nicht um Stimmung, sondern darum wer bei seiner Einschätzung zu Überschuss (Goldman Sachs) und Defizit (nahezu alle anderen) richtig liegt. Um Stimmung ging es in meiner Wahrnehmung, als man über 2 Monate das Gerücht verbreitete die CATL-Mine würde kurzfristig wieder in Betrieb genommen.
Orbiter1
Orbiter1, 8. Okt 14:02 Uhr
1

Es wäre super die Studie einmal zu sehen. Gibt es die nur für Kunden?

Ja, die sind gewöhnlich nur für Kunden. Allerdings wurden die in der Vergangenheit auch schon mal von Dritten irgendwann später ins Netz gestellt. Wird bestimmt dieses Mal auch wieder passieren. Interessant auch die aktualisierten Ratings von Goldman Sachs zu Ganfeng und Tianqi. Beide sind ja seit ihren Tops im Mai/Juni bereits heftig abgestürzt. Ganfeng um 68% auf 29,34 HKD und Tianqi um 61% auf 27,22 HKD. "Based on new lithium price assumptions, Goldman Sachs adjusted Ganfeng Lithium’s earnings forecasts: +33% for 2026, +120% for 2027, and -76% for 2028. ... the firm maintains a \"Neutral\" rating with a target price of HK$31.0. Earnings forecasts for Tianqi Lithium were also revised: +14% for 2026, +45% for 2027, and -62% for 2028. ... Goldman Sachs maintains \"Sell\" ratings for both H and A shares, lowering target prices to HK$22.0" Quelle: https://www.macrostream.ai/articles/6ac54d20f30e248c423fe9de 120% Zuwachs beim Gewinn im nächsten Jahr und ein Kursziel über dem aktuellen Kurss, da muss man bei Ganfeng ja fast schon einsteigen, während es bei Tianqi noch erhebliches weiteres Abwärtspotenzial gibt.
CaptainDollarX
CaptainDollarX, 8. Okt 13:49 Uhr
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Die Stimmung ist sehr negativ, kann sich aber schnell ändern. Es scheint mal wieder so als geht im Lithiummarkt nur boom und bust....
M
Millennial, 8. Okt 13:47 Uhr
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Es wäre super die Studie einmal zu sehen. Gibt es die nur für Kunden?
Benjamin2021
Benjamin2021, 8. Okt 13:41 Uhr
1
Hätte ich mal bei 180 € alles verkauft. 🙄
Orbiter1
Orbiter1, 8. Okt 13:19 Uhr
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Wenn man vom Teufel spricht (schreibt)! Matt Fernley kommentiert auf X auch die Prognosen von Goldman Sachs. https://x.com/matt_fernley/status/2108126096478916716 Gibt es von denen einen neuen Lithium Report? Oder sind das noch die Daten vom Frühjahr? Habe es auf die Schnelle nicht rausgefunden.

Jetzt ist der Kommentar von Matt Fernley auch nachvollziehbar. Tja, der gute Matt und sein Kumpel Howard Klein von RK Equity, sowie Joe Lowry, YJ Lee und einige andere Lithiuminfluencer haben im Gegensatz zu Goldman Sachs auch in den vergangenen Monaten steigende Lithiumpreise und damit steigende Lithiumaktien prognostiziert. Jetzt sucht man nach Schwächen von Goldman Sachs in dieser und den vergangenen Studien.
Orbiter1
Orbiter1, 8. Okt 13:07 Uhr
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Ich hoffe sehr, sie liegen diesmal falsch. Aber ich befürchte, sie liegen wieder richtig.
Orbiter1
Orbiter1, 8. Okt 13:06 Uhr
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Heißt vorher hatten sie für 2027 10.000 USD und für 2028 14.000? Nun quasi beide aufgetaucht?

Ja, da haben sie die bisherige Prognosewerte für 2027 und 2028 mehr oder weniger getauscht. Führt halt dazu, dass 2026 das Top bei 200.000 lag, 2027 nun 100.000 und 2028 nun 84.000. Wobei ich davon ausgehe, dass es sich um einen Durchschnittswert handelt. Da könnten wir dann 2028 das Tief vom letzten Jahr bei 60.000 womöglich wieder erreichen.
Orbiter1
Orbiter1, 8. Okt 13:00 Uhr
0
Und die Zinsen weiter gnadenlos auf dem Weg nach oben. US10Y = 5,35%, US30Y = 5,76%. Neue 24-Jahreshochs!
M
Millennial, 8. Okt 12:59 Uhr
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Heißt vorher hatten sie für 2027 10.000 USD und für 2028 14.000? Nun quasi beide aufgetaucht?
Orbiter1
Orbiter1, 8. Okt 12:47 Uhr
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Bei unter 100.000 RMB dürfte sich nur noch für die Top-Projekte eine Finanzierung auf die Beine stellen lassen.
Orbiter1
Orbiter1, 8. Okt 12:40 Uhr
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Glaub den report veröffentlich(t)en sie nicht frei im internet. Finde auch nur die journalistische zusammenfassunfg davon: https://www.gmt8press.com/content/detail/438242

Danke! Das sieht ja wirklich übel aus, wenn GS mit ihrer Prognose richtig liegt. "Goldman Sachs released a research report stating that it has raised its forecast for the average benchmark price of Chinese spot lithium carbonate in 2026 by 1% to USD 18,900 per tonne, or RMB 140,000 per tonne; raised next year's forecast by 33% to USD 13,700 per tonne, or RMB 100,000 per tonne; and lowered its 2028 forecast by 31% to USD 11,000 per tonne, or RMB 84,000 per tonne." Aktuell liegt der Preis noch bei 125.000 RMB. 100.000 für nächstes und 84.000 für übernächstes Jahr sind ein Desaster. Aus Sicht von GS sind wir auf dem Weg in den kommenden Lithiumwinter. Wobei wir bereits ein ordentliches Stück des Weges hinter uns haben.
v
vulcanenergyinv, 8. Okt 12:35 Uhr
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Glaub den report veröffentlich(t)en sie nicht frei im internet. Finde auch nur die journalistische zusammenfassunfg davon: https://www.gmt8press.com/content/detail/438242
Orbiter1
Orbiter1, 8. Okt 12:26 Uhr
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Ja, das sieht wirklich übel aus. Läuft fast wie im letzten Zyklus. Alle sagen, der Markt kann gar nicht weiter fallen, außer Goldman Sachs, aber der Markt fällt! Etliche Lithiumproduzenten aus Australien und China haben heute neue Tiefs erreicht. Tianqi hatte sich seit dem Tief im letzten Jahr mehr als verdreifacht, aktuell notieren sie nur noch 43% über ihrem Tief vom letzten Jahr! Bei Yongxing sind es sogar nur noch +36%. Die hatten sich ebenfalls mehr als verdreifacht. Liontown hatte sich mehr als versechsfacht, davon ist aktuell nur noch ein Plus von 90% übrig! Sind das Übertreibungen, oder die Vorboten für den Rest der noch folgt? Demnächst sind wir schlauer.

Wenn man vom Teufel spricht (schreibt)! Matt Fernley kommentiert auf X auch die Prognosen von Goldman Sachs. https://x.com/matt_fernley/status/2108126096478916716 Gibt es von denen einen neuen Lithium Report? Oder sind das noch die Daten vom Frühjahr? Habe es auf die Schnelle nicht rausgefunden.
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