BAYER WKN: BAY001 ISIN: DE000BAY0017 Kürzel: BAYN Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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Kommentare 173.264
_Hugo_
_Hugo_, 24.09.2021 16:33 Uhr
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https://www.deraktionaer.de/artikel/pharma-biotech/bayer-leichte-kursgewinne-doch-es-droht-weiteres-unheil--20237812.html
Bay5anto
Bay5anto, 24.09.2021 16:21 Uhr
0
Ok, ich sehe es geht dir eher darum will zu spekulieren um deiner Agenda zu folgen die Übernahme als sinnlos darzustellen. Dann bin ich an der Stelle raus aus der Diskussion. Ich halte mich lieber an die Fakten nach denen die Marktteilnehmer agieren und wie sie auch von unabhängiger Seite beschrieben werden. Auch Fleisch-.und Milchersatzprodukte erzeugen sich nicht aus Luft und Liebe sondern aus Rohstoffen und die werden sicherlich pflanzlichen Ursprungs sein. Siehe Bericht oben.... oder war es einfach zu viel zu lesen?
Orbiter1
Orbiter1, 24.09.2021 15:51 Uhr
1
Wir werden ja schon in ein paar Jahren sehen ob sich bei der Nahrungsmittelerzeugung die disruptiven, extrem umweltschonenden und klimafreundlichen Technologien durchsetzen (da wäre die Monsanto-Übernahme auch auf lange Sicht betrachtet ein Desaster für Bayer) oder die Optimierung der konventionellen Landwirtschaft. Persönlich gehe ich davon aus dass sich die disruptiven Technologien durchsetzen werden.
Bay5anto
Bay5anto, 24.09.2021 15:49 Uhr
0
Nur ein paar Highlights: "weltweite Nachfrage nach Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch (zusammen) bis 2030 um mehr als 17 Prozent steigen wird, was einen Anstieg des Welthandels mit (dem Futtermittel) Mais um 22,5 Prozent (41,8 Millionen Tonnen) und mit Sojabohnen um 26,7 Prozent (36,2 Millionen Tonnen) bis zum Ende des Erntejahres 2030/31 (USDA/OCE 2021) mitverursachen wird." "Dabei entfallen etwa 79 Prozent des erwarteten Anstiegs auf China, während Brasilien, das seine Anbauflächen ausweiten und den Anbau verdoppeln kann, etwa 70 Prozent des Nachfrageanstiegs decken wird – gefolgt von den USA, Rest-Südamerika und Argentinien."
Bay5anto
Bay5anto, 24.09.2021 15:46 Uhr
0
Hier eine langfristige Prognose der Welthungerhilfe zu den Nachfragen. Da diese, im Gegensatz zu Bayer oder Merck, weder mit Agrochemie, Saatgut oder künstlichen Fleisch-/Milcherzeugnissen Geld verdienen, sind diese Aussagen ziemlich neutral und glaubwürdig zu bewerten. "Längerfristige Trends Generell stimuliert der weltweit steigende Drang nach mehr Abwechslung in der Ernährung und ein erhöhter Verbrauch von tierischem und pflanzlichem Eiweiß weiter die Nachfrage nach Futtergetreide und Sojabohnen. Parallel zu der höheren globalen Nachfrage hat im Frühjahr der Wettbewerbsdruck aus Brasilien zugenommen. Treiber waren eine größere Anbaufläche für Sojabohnen und eine Maisernte, die in der zweiten Saison die erste überholt hat. Die größere Maisfläche und die verbesserte Infrastruktur sowohl im Inlandstransport als auch in den nördlichen Häfen Brasiliens erhöhen die Konkurrenz für traditionelle Lieferanten wie den USA und andere Länder. Die jüngsten Langfristprognosen des USDA gehen davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch (zusammen) bis 2030 um mehr als 17 Prozent steigen wird, was einen Anstieg des Welthandels mit (dem Futtermittel) Mais um 22,5 Prozent (41,8 Millionen Tonnen) und mit Sojabohnen um 26,7 Prozent (36,2 Millionen Tonnen) bis zum Ende des Erntejahres 2030/31 (USDA/OCE 2021) mitverursachen wird. Der weltweite Verbrauch von Grobgetreide wird im Zeitraum 2021/22-2030/31 voraussichtlich um 12,3 Prozent steigen, wobei der Futtermittelverbrauch um 16,4 Prozent zunimmt und mehr als 80 Prozent des gesamten Wachstums ausmacht. Während auf Produktionsseite China, Brasilien, USA und die Europäische Union am meisten davon haben, steigt die Futtermittelnachfrage am meisten in Entwicklungsländern und -regionen, darunter Mexiko, Indien, Iran und Südostasien. Die weltweiten Sojabohnenimporte werden nach Prognosen von 2021/22 bis 2031/32 um 26,7 Prozent steigen. Dabei entfallen etwa 79 Prozent des erwarteten Anstiegs auf China, während Brasilien, das seine Anbauflächen ausweiten und den Anbau verdoppeln kann, etwa 70 Prozent des Nachfrageanstiegs decken wird – gefolgt von den USA, Rest-Südamerika und Argentinien. Die Importnachfrage nach Sojaschrot wird voraussichtlich um 10,4 Prozent steigen und ist breit gefächert, mit Wachstum in der EU, dem weltweit größten Importeur, und anderen Ländern. Argentinien, Brasilien und die USA werden die wichtigsten Exporteure bleiben. Die Sojaöl-Importe steigen im Projektionszeitraum um 13,1 Prozent, basierend auf der Nachfrage Indiens, dem größten Importeur, und anderer Märkte in Entwicklungsländern. Die argentinischen Exporte decken praktisch den gesamten Nachfrageanstieg ab. Der globale Konsum von Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch wird voraussichtlich um je 8,9 Prozent, 17,3 Prozent und 16,3 Prozent zwischen 2021 und 2030 wachsen. China hat den größten Anteil an der Steigerung bei allen drei Fleischarten und dominiert mit 73 Prozent den erwarteten Nachfrageschub bei Schweinefleisch. Die absehbar höhere Nachfrage für alle Fleischarten ist in den Entwicklungsregionen mit mittlerem Einkommen am ausgeprägtesten, einschließlich Südostasien, Lateinamerika, Afrika und Nahost. Ausgehend von der Position als billigste Fleischware fällt das Wachstum bei Geflügel am breitesten aus, einschließlich signifikanter Zuwächse in einkommensschwachen Ländern." https://www.welthungerhilfe.de/welternaehrung/rubriken/agrar-ernaehrungspolitik/der-globale-nahrungsmittelausblick/
Bay5anto
Bay5anto, 24.09.2021 15:27 Uhr
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Genau auf diese Punkte richtet sich die Agrarsparte von Bayer seit Jahren konsequent aus.
Bay5anto
Bay5anto, 24.09.2021 15:26 Uhr
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Orbiter das ist so leider nicht korrekt. Der Kollege von Merck macht nur Annahmen zur Fleischerzeugung, die restlichen Schlüsse zur Anbaufläche und damit zum Geschäft der Agrochemie Unternehmen ziehst Du. Aber die Gleichung mehr künstliches Fleisch = weniger konventionell erzeugtes Fleisch = weniger Futtermittel = weniger Anbaufläche für Futtermittel = generell weniger Anbaufläche = weniger Umsatz Die funktioniert so nicht. 1. Gibt es andere Annahmen zum Fleischkonsum 2. Gibt es weltweit heute schon einen Mangel an Anbaufläche 3. Leidet ein großer Teil der Weltbevölkerung Hunger 4. Steigt die Weltbevölkerung rasant 5. Steigt die Nachfrage nach höherwertigen Anbauprodukten 6. Steigt die Nachfrage nach Oilseeds stark. 7. Verschiebung der Umsätze zu neuen Technologien, siehe GMV und Digital Farming.
S
Sebi88, 24.09.2021 15:15 Uhr
0
Erdöl? Steine? Holz?
S
Sebi88, 24.09.2021 15:15 Uhr
0
Und was was macht man künstliche Milch und künstliches Fleisch?
J
JanVI, 24.09.2021 15:10 Uhr
0
Jap. Also würde mich echt Mal interessieren, wie sich Bayer hier aufstellt??? Wieviel Umsatz könnte da wegfallen? Wieviel kann hinzugewonnen werden? Ist Bayer hier vorne mit dabei oder durch die Konkurrenz bereits abgehängt?
Orbiter1
Orbiter1, 24.09.2021 15:06 Uhr
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Jan, wie immer wenn sich disruptive Technologien ihren Weg bahnen, werden die old technology Unternehmen alles versuchen die Disruption abzuwehren. Mal sehen was sie sich bei der konventionellen Landwirtschaft dazu einfallen lassen.
J
JanVI, 24.09.2021 15:00 Uhr
0
Orbiter, siehe den Vortrag oben. Da kommt klar heraus, dass es keinerlei Besteuerung benötigt. Ab 2025 ist Kunstfleisch, aber auch künstlich hergestellte Milch deutlich günstiger als konventionelle Landwirtschaft. Und zwar auf globalem Niveau.
J
JanVI, 24.09.2021 14:58 Uhr
0
Mainfred, wir alle. Man denke hier insbesondere an klassische Fertiggerichte. Aber auch an alle Arten von Milchprodukten (Quark, Käse, Sahne, etc.), Schokoriegeln, Süßigkeiten, usw. die zu großen Teilen auf Milch basieren. Das Fleisch an der Fleischtheke ist ja nur ein ganz kleiner Teil der im Supermarkt gekauften Waren!
Orbiter1
Orbiter1, 24.09.2021 14:55 Uhr
0
Das ist nicht meine Grundannahme sondern die Grundannahme des Merck Managers (s.o.). Der geht von nur noch 1/3 konventionell erzeugten Fleisch aus. Beim "Laborfleisch" ist das Umweltpotenzial gigantisch. "Laborfleisch habe gemessen an konventionell erzeugtem europäischem Fleisch das Potenzial, die landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen um 78 bis 96 Prozent zu senken, 99 Prozent weniger Flächen und 82 bis 96 Prozent weniger Wasser zu verbrauchen, schätzten Forscher der Universität Amsterdam und Oxford." Quelle: https://www.stern.de/genuss/laborfleisch-auf-dem-vormarsch--kommen-burger-bald-aus-der-petrischale--30695270.html Was wird wohl der Gesetzgeber tun wenn es plötzlich eine Alternative zum konventionell erzeugten Fleisch gibt? Wird er es mit einer Treibhausgasabgabe belegen, damit die Verbraucher auf die umweltfreundlichen Produkten umsteigen und die Klimaziele erreicht werden können?
M
Mainfred, 24.09.2021 14:55 Uhr
0
Und wer soll das Ergebnis essen?
J
JanVI, 24.09.2021 14:53 Uhr
1
Wahnsinnig interessante Diskussion. Möchte an dieser Stelle Mal Tony Seba (US Forscher für disruptive Technologien) ins Spiel bringen: https://youtu.be/Kj96nxtHdTU Der ganze Vortrag ist extrem interessant. Das Thema Fleischersatz und Milchproduktion im Labor kommt ab min 45:08 bzw. ab min 47. Er spricht hier auch über Landwirtschaft und Genome. Sebas zentraler Punkt ist, dass Mikroorganismen ab 2024/2025 Proteine günstiger herstellen werden als jede Kuh/Landwirtschaft. In Richtung 2030 werden Mikroorganismen 5x günstiger sein. Tony spricht davon, dass durch die Disruption mit Mikroorganismen langfristig der Großteil (>90%) der landwirtschaftlich genutzten Fläche komplett wegbrechen wird. Mich persönlich würde Mal interessieren, wie sich Bayer hier langfristig aufstellt.
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