Beyond Meat WKN: A2N7XQ ISIN: US08862E1091 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Borrow Daten: Rund 9,5 Millionen verfügbaren Shares, die gestern noch im Borrow-Pool waren, sind inzwischen bei 0,00 – heisst, im Moment gibt es keine Aktien zu ausleihen. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein großer Short-Angriff bevorsteht. Wenn diese Shares tatsächlich aggressiv zum Shorten genutzt worden wären, hätten wir das deutlich gesehen: Der Kurs wäre gestern Abend oder heute früh gefallen, der Borrow Fee wäre stark gestiegen und das Orderbuch würde ganz anders aussehen. Nichts davon ist passiert. Die Borrow Fee liegt weiterhin nur bei etwa 3 %, was zeigt, dass zwar viele Shares ausgeliehen wurden, aber nicht in den Markt gedrückt wurden. Für mich deutet das eher darauf hin, dass bestehende Shorts ihre Positionen verlängert oder abgesichert haben, anstatt direkt anzugreifen. Da jetzt 0 Shares verfügbar sind, heißt für mich, dass neue Shorts momentan gar nicht mehr einsteigen können, weil keinerlei freie Aktien mehr zum Ausleihen da sind. Dadurch wird der Druck nach unten sogar kleiner, nicht größer. Jede Aufwärtsbewegung tut den bestehenden Shorts jetzt mehr weh, weil sie keine frischen Shares mehr nachladen können. Aus meiner Sicht ist das eher ein Zeichen für ein angespanntes Short-System – und damit eher ein Baustein für mögliche weitere Aufwärtsbewegungen als ein Warnsignal. So das war's, jetzt warten wir ab was ab 15:30 passiert.
Also leute, die neuen OI-Zahlen sind da und sehen heute insgesamt gut aus, aber das bullische Potenzial hat sich ein wenig verschoben. Der OI beim 1-Dollar-Call liegt bei rund 36.800 – das ist niedriger, als man nach dem gestrigen Volumentag hätte erwarten können, aber immer noch ein starkes Cluster. Für mich bedeutet das, dass der 1-Dollar-Strike weiterhin ein stabiler Anker bleibt, der den Kurs nach unten absichert, aber nicht den extremen Gamma-Druck erzeugt, den man bei deutlich höheren OI-Werten gesehen hätte. Dafür ist ein anderer Bereich deutlich spannender geworden: der 1,50-Strike. Mit über 89.000 (knapp 9Mio. Shares) offenen Call-Kontrakten ist das mittlerweile das größte Call-Cluster überhaupt und meiner Meinung nach der zentrale Gamma-Auslöser. Wenn BYND in den Bereich 1,40–1,50 läuft, müssen die Market Maker massiv hedgen, was im Zweifel Millionen Aktien Kaufdruck erzeugen kann. Genau hier liegt für mich der echte Trigger für einen größeren Impuls. Auch die höheren Strikes wie 2,00 (mit 45k) oder 3,00 (mit 24k) sind solide aufgestellt, sodass ein Ausbruch über 1,50 theoretisch Anschlussdynamik hätte. Auf der Put-Seite ist dagegen alles relativ unauffällig – besonders der 1-Dollar-Put mit rund 35.500 OI wirkt für mich eher stabilisierend als bedrohlich. Das Gesamtbild zeigt für mich klar: Der Markt erwartet aktuell keine großen Abverkäufe, sondern handelt in einer Konsolidierungsphase, während die Bullen und Shorts sich um die nächsten Schritte sortieren. Das Setup bleibt, meiner Meinung nach, komplett intakt – nur liegt der Fokus jetzt eindeutig auf der 1,50-Marke als möglichem Gamechanger. Eine 100% Garantie wie ihr wisst gibt es in der Börse nie, aber meiner Meinung nach sprechen die aktuellen Daten eindeutig dafür, dass der Markt nicht auf einen großen Abverkauf eingestellt ist. Gleich kommen noch die aktuellen Borrow Daten.
Meiner Meinung nach passt der Begriff „Gewinnmitnahmen“ heute überhaupt nicht zur aktuellen Situation. Gewinnmitnahmen bedeuten, dass Trader Positionen verkaufen, die im Plus stehen, um diesen Gewinn zu realisieren. Heute befinden wir uns aber nicht in einer Zone, in der kurzfristige Käufer überhaupt nennenswerte Gewinne hätten. Die eigentlichen Gewinnmitnahmen haben wir gestern gesehen, als der Markt nach dem +45%-Anstieg eine normale Konsolidierung von rund 10 % gemacht hat. Das war der Moment, in dem viele Trader Kasse gemacht haben. Heute dagegen sehen wir eher einen Balance- oder Beobachtungstag, in dem der Markt seine neue Range sucht. Deshalb ist es meiner Meinung nach faktisch falsch, von Gewinnmitnahmen zu sprechen, weil diese Gewinne heute gar nicht existieren. Aber Ja, ein Dip nach dem Opening kann passieren und ist ganz normal und absolut möglich. Wichtig ist nur, welche Zone gehalten wird. Solange die 1,23–1,25 stabil bleibt, ist der bullische Setup intakt.
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