BRAINCHIP HOLDINGS LTD WKN: A14Z7W ISIN: AU000000BRN8 Kürzel: BRN Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Je tiefer man schaut, desto klarer wird: Nicht alle Partnerschaften haben das gleiche Potenzial. Ich würde sie derzeit so einstufen: 1. Frontgrade Gaisler – 80 % Wahrscheinlichkeit, dass daraus echte Produkte entstehen ⭐⭐⭐⭐⭐ Das ist für mich aktuell der stärkste Kandidat. Warum? * Es handelt sich nicht nur um eine Absichtserklärung, sondern um eine kommerzielle IP-Lizenz. * Frontgrade entwickelt bereits den GR801, bei dem Akida direkt integriert wird. * Das Projekt wird durch europäische Raumfahrtprogramme unterstützt. Nachteil: Der Raumfahrtmarkt ist klein. Die Stückzahlen werden vermutlich nicht in die Millionen gehen, dafür sind die Margen oft attraktiv. ⸻ 2. Renesas – 65 % Wahrscheinlichkeit ⭐⭐⭐⭐ Renesas ist aus meiner Sicht weiterhin der wichtigste Kandidat. * Renesas hatte bereits eine Akida-IP lizenziert. * Ein Chip wurde intern entwickelt (“Tape-out”). * Sollte Renesas Akida in eine eigene Produktfamilie aufnehmen, könnten daraus deutlich höhere Stückzahlen entstehen. Das wäre deutlich bedeutender als ein einzelner Industriekunde. ⸻ 3. MegaChips – 60 % Wahrscheinlichkeit ⭐⭐⭐⭐ MegaChips passt technologisch hervorragend zu BrainChip. Die Zielmärkte: * Automotive * Industrie * Kameras * Robotik * IoT Wenn MegaChips Akida in Standardprodukte integriert, könnten daraus langfristig hohe Volumina entstehen. ⸻ 4. Edge Impulse – 55 % Wahrscheinlichkeit ⭐⭐⭐ Edge Impulse verkauft keine Chips. Der große Vorteil: Je mehr Entwickler Akida über Edge Impulse einsetzen, desto höher ist die Chance, dass daraus später Serienprodukte entstehen. Die Plattform senkt die Einstiegshürde für neue Kunden. ⸻ 5. IBM – 30 % Wahrscheinlichkeit ⭐⭐ Hier würde ich bewusst vorsichtig bleiben. Ich sehe zwar technische Überschneidungen und es gab gemeinsame Aktivitäten, aber es gibt derzeit keinen bestätigten kommerziellen Vertrag zwischen IBM und BrainChip. Falls IBM eines Tages Akida tatsächlich in ein Produkt übernimmt, wäre das ein enormer Kurstreiber. Momentan ist das jedoch Spekulation und nicht durch öffentliche Belege gestützt. ⸻ Mein eigentlich interessanter Gedanke Ich glaube inzwischen, dass der erste wirklich große Umsatzsprung eher nicht direkt durch BrainChip kommen wird. Wahrscheinlicher ist dieses Szenario: * BrainChip lizenziert Akida. * Ein großer Halbleiterhersteller wie Renesas oder MegaChips integriert Akida in einen eigenen Chip. * Dieser Chip wird anschließend von vielen OEMs eingesetzt. Dann würden viele Endkunden BrainChip gar nicht kennen – BrainChip würde über Lizenzgebühren und IP-Einnahmen profitieren. Genau dieses Modell haben Unternehmen wie ARM über viele Jahre erfolgreich aufgebaut. Was ich in den nächsten 6 bis 12 Monaten beobachten würde Ich würde besonders auf diese drei Signale achten: 1. Ein weiterer kommerzieller IP-Lizenzvertrag. 2. Hinweise, dass Renesas oder MegaChips ein Produkt mit Akida offiziell ankündigen. 3. Aussagen zu steigenden Lizenz- oder Royalty-Umsätzen in den Quartalsberichten. Sollte eines dieser Ereignisse eintreten, könnte das die Bewertung von BrainChip deutlich verändern – vorausgesetzt, daraus entstehen wiederkehrende Umsätze und nicht nur einmalige Entwicklungsprojekte.
Wenn ich alle verfügbaren Informationen zusammensetze und nicht nur auf eine einzelne Meldung schaue, dann halte ich eine Übernahme durch IBM im Moment für möglich, aber eher unwahrscheinlich. Warum ich das so sehe: Was für eine Übernahme sprechen könnte: * Kevin D. Johnson (IBM Field CTO) investiert außergewöhnlich viel Zeit in BrainChip. Er veröffentlicht regelmäßig technische Beiträge, in denen Akida nicht nur erwähnt, sondern als zentraler Baustein seiner IBM-Architekturen eingesetzt wird. Das geht deutlich über ein beiläufiges “Wir testen das mal” hinaus. * IBM zeigt öffentlich, dass BrainChip zusammen mit IBM Spectrum Symphony, Granite und sogar Quantum-Systemen kombiniert werden kann. Das wirkt wie der Versuch, ein komplettes Ökosystem aufzubauen. * In der Industrie kauft IBM häufig keine Firmen in einem ganz frühen Stadium. Meist lässt IBM Technologien zunächst über Monate oder Jahre im Kundeneinsatz reifen. Was gegen eine unmittelbar bevorstehende Übernahme spricht: * Es gibt keinerlei Hinweise auf Due-Diligence, Exklusivitätsvereinbarungen oder regulatorische Vorbereitungen. Solche Prozesse hinterlassen oft Spuren – bislang ist nichts davon öffentlich geworden. * BrainChip arbeitet gleichzeitig mit mehreren Unternehmen und Ökosystemen zusammen. Das spricht eher dafür, dass man derzeit bewusst breit lizenziert statt exklusiv an IBM gebunden zu sein. * IBM kauft normalerweise Unternehmen mit einem klaren strategischen Nutzen und vorhandener Kundenbasis. BrainChip ist technologisch interessant, muss aber die Kommerzialisierung noch weiter ausbauen. Was ich auffällig finde Für mich ist der spannendste Punkt gar nicht eine mögliche Übernahme. Kevin Johnson schreibt nicht über BrainChip wie über irgendeinen Zulieferer. Er beschreibt Akida immer wieder als den neuromorphen Baustein, der in IBMs heterogene Rechenarchitektur passt. Das ist eine ungewöhnlich starke technische Validierung von einem IBM-Manager. Das kann bedeuten: * IBM möchte BrainChip als bevorzugte Edge-AI-Lösung etablieren. * IBM könnte BrainChip in Kundenprojekte integrieren. * Erst wenn daraus größere Umsätze entstehen, wäre eine Übernahme strategisch sinnvoller. Meine Einschätzung in Wahrscheinlichkeiten * Strategische Partnerschaft wird deutlich ausgebaut: etwa 60–70 % * IBM beteiligt sich finanziell an BrainChip: etwa 20–30 % * Komplette Übernahme innerhalb der nächsten 12 Monate: etwa 10–20 % Eine Übernahme wäre für IBM finanziell durchaus machbar. Die größere Frage ist nicht das Geld, sondern ob IBM einen Mehrwert darin sieht, die Technologie exklusiv zu besitzen, statt sie einfach als Partner einzusetzen. Mich beschäftigt allerdings noch ein anderer Gedanke: Seit einigen Monaten wirkt es so, als würden sich mehrere Puzzleteile gleichzeitig zusammenfügen – die AKD1500-Produktion, die Verteidigungsprojekte, Kevins öffentliche IBM-Demos und die zunehmende Einbindung in IBMs Architektur. Das muss keine Übernahme bedeuten, könnte aber darauf hindeuten, dass BrainChip näher an einer breiteren kommerziellen Nutzung durch IBM ist als viele Anleger derzeit annehmen.
Wenn ich alle verfügbaren Informationen zusammensetze und nicht nur auf eine einzelne Meldung schaue, dann halte ich eine Übernahme durch IBM im Moment für möglich, aber eher unwahrscheinlich. Warum ich das so sehe: Was für eine Übernahme sprechen könnte: * Kevin D. Johnson (IBM Field CTO) investiert außergewöhnlich viel Zeit in BrainChip. Er veröffentlicht regelmäßig technische Beiträge, in denen Akida nicht nur erwähnt, sondern als zentraler Baustein seiner IBM-Architekturen eingesetzt wird. Das geht deutlich über ein beiläufiges “Wir testen das mal” hinaus. * IBM zeigt öffentlich, dass BrainChip zusammen mit IBM Spectrum Symphony, Granite und sogar Quantum-Systemen kombiniert werden kann. Das wirkt wie der Versuch, ein komplettes Ökosystem aufzubauen. * In der Industrie kauft IBM häufig keine Firmen in einem ganz frühen Stadium. Meist lässt IBM Technologien zunächst über Monate oder Jahre im Kundeneinsatz reifen. Was gegen eine unmittelbar bevorstehende Übernahme spricht: * Es gibt keinerlei Hinweise auf Due-Diligence, Exklusivitätsvereinbarungen oder regulatorische Vorbereitungen. Solche Prozesse hinterlassen oft Spuren – bislang ist nichts davon öffentlich geworden. * BrainChip arbeitet gleichzeitig mit mehreren Unternehmen und Ökosystemen zusammen. Das spricht eher dafür, dass man derzeit bewusst breit lizenziert statt exklusiv an IBM gebunden zu sein. * IBM kauft normalerweise Unternehmen mit einem klaren strategischen Nutzen und vorhandener Kundenbasis. BrainChip ist technologisch interessant, muss aber die Kommerzialisierung noch weiter ausbauen. Was ich auffällig finde Für mich ist der spannendste Punkt gar nicht eine mögliche Übernahme. Kevin Johnson schreibt nicht über BrainChip wie über irgendeinen Zulieferer. Er beschreibt Akida immer wieder als den neuromorphen Baustein, der in IBMs heterogene Rechenarchitektur passt. Das ist eine ungewöhnlich starke technische Validierung von einem IBM-Manager. Das kann bedeuten: * IBM möchte BrainChip als bevorzugte Edge-AI-Lösung etablieren. * IBM könnte BrainChip in Kundenprojekte integrieren. * Erst wenn daraus größere Umsätze entstehen, wäre eine Übernahme strategisch sinnvoller. Meine Einschätzung in Wahrscheinlichkeiten * Strategische Partnerschaft wird deutlich ausgebaut: etwa 60–70 % * IBM beteiligt sich finanziell an BrainChip: etwa 20–30 % * Komplette Übernahme innerhalb der nächsten 12 Monate: etwa 10–20 % Eine Übernahme wäre für IBM finanziell durchaus machbar. Die größere Frage ist nicht das Geld, sondern ob IBM einen Mehrwert darin sieht, die Technologie exklusiv zu besitzen, statt sie einfach als Partner einzusetzen. Mich beschäftigt allerdings noch ein anderer Gedanke: Seit einigen Monaten wirkt es so, als würden sich mehrere Puzzleteile gleichzeitig zusammenfügen – die AKD1500-Produktion, die Verteidigungsprojekte, Kevins öffentliche IBM-Demos und die zunehmende Einbindung in IBMs Architektur. Das muss keine Übernahme bedeuten, könnte aber darauf hindeuten, dass BrainChip näher an einer breiteren kommerziellen Nutzung durch IBM ist als viele Anleger derzeit annehmen.
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