EOS - Verteidigungs- und Raumfahrttechnik WKN: 580850 ISIN: AU000000EOS8 Forum: Aktien User: rasdi
https://www.welt.de/politik/deutschland/article69bb968bd3cf984a3adb6fcf/sicherheitspolitik-der-pistorius-plan-fuer-den-indo-pazifik.html Dieser Artikel ist für EOS direkt relevant, weil EOS namentlich erwähnt wird. Der Schlüsselsatz lautet: "Im Verteidigungsministerium ist dabei offen, ob Deutschland auf eine heimische Lösung der Rüstungskonzerne Rheinmetall und MBDA setzen soll – oder auf Technik des australischen Unternehmens EOS." Es geht konkret um ein Marine-Lasersystem zur Drohnenabwehr von Schiffen. Das ist aus mehreren Gründen bedeutsam. Erstens bestätigt ein großes deutsches Leitmedium (WELT/Axel Springer), dass EOS im deutschen Verteidigungsministerium als konkrete Alternative zu Rheinmetall und MBDA für Marinelaser diskutiert wird. Das ist keine Forumsspekulation, sondern journalistisch recherchierte Information über laufende Beschaffungsdebatten in Berlin. Zweitens reist Pistorius ausdrücklich nach Australien, also zum Heimatmarkt von EOS. Er nimmt Vertreter von Diehl mit, einem Unternehmen, mit dem EOS bereits eine Partnerschaft auf LinkedIn angekündigt hat. Auch MBDA ist dabei, also einer der beiden Konkurrenten im Marine-Laser-Wettbewerb. Das zeigt, dass Australien für Berlin nicht nur als Rohstoffpartner relevant ist, sondern explizit als Rüstungs- und Technologiepartner. Drittens passt das zeitlich zur bereits dokumentierten Entwicklung: Der Bundestag hat im Februar 2026 das Rheinmetall/MBDA-Laserprojekt gestoppt, EOS hat Partnerschaften mit KNDS France und Diehl Defence geschlossen, und die APOLLO-Laserwaffe wird bereits an die Niederlande geliefert. Wenn das deutsche Verteidigungsministerium jetzt ernsthaft EOS als Alternative prüft, könnte das mittelfristig einer der größten Einzelaufträge für EOS werden. Das gestoppte Rheinmetall/MBDA-Projekt hatte ein Volumen von rund EUR 300 Millionen (ca. AUD 462 Millionen). Allerdings: Der Artikel sagt ausdrücklich, dass die Frage "offen" ist. Es gibt noch keine Entscheidung, keinen Vertrag und keine ASX-Meldung dazu. Es ist ein positives Signal, aber noch kein Fakt.
Die Übernahme von MARSS erfolgte in zwei Schritten. Der erste Schritt wurde im November 2025 abgeschlossen. EOS hat die Interceptor-Drohnen-Sparte von MARSS für EUR 5,5 Millionen (ca. AUD 10 Millionen) erworben. Das umfasst die Interceptor-Technologie, das geistige Eigentum und das fünfköpfige Ingenieurteam, das die Drohne entwickelt hat. Dieser Kauf ist im Jahresbericht 2025 als abgeschlossene Transaktion verbucht. Der zweite Schritt wurde im Januar 2026 angekündigt, ist aber noch nicht abgeschlossen. EOS hat am 12. Januar 2026 eine bedingte Vereinbarung zur Übernahme des "remainder of the MARSS group business" unterzeichnet. Laut der Investor Presentation umfasst der "business perimeter" die NiDAR C2-Technologie, die Sensor-Fusions- und KI-Softwareplattform, die Hardware, alle zugehörigen Kundenverträge, das geistige Eigentum und das Personal. Der Preis besteht aus einer Vorauszahlung von USD 36 Millionen (ca. AUD 54 Millionen) plus einem Earn-out von bis zu EUR 100 Millionen, das an neue Aufträge im Wert von EUR 500 Millionen geknüpft ist, so wie schon im vorherigen Post beschrieben. Diese Transaktion ist noch an Bedingungen geknüpft (Kundenzustimmungen, regulatorische Genehmigungen) und soll im Laufe des Jahres 2026 abgeschlossen werden.
Die heute an der ASX veröffentlichten vier Dokumente zeigen ein zusammenfassendes Release und drei Appendix 3Y Meldungen. CEO Andreas Schwer hat am 19. März 1.500.000 Aktien zu AUD 9,28 pro Stück im Off-Market-Handel verkauft und hält danach noch 1.407.211 Aktien im Wert von rund AUD 13,6 Millionen. Das liegt laut EOS deutlich über der Mindestbeteiligungsvorgabe von vier Jahresgehältern. Schwer hat dem Board mitgeteilt, dass er bis zum nächsten Handelsfenster Mitte April 2026 keine weiteren Verkäufe plant. Zusätzlich hält er 585.929 unvested Share Rights und 986.842 unvested Share Options, die erst bei Erfüllung der Vesting Bedingungen (Prüfungstermine Dezember 2026, 2027 und 2028) zufallen. Chairman Garry Hounsell hat gegenläufig am 18. März 5.000 Aktien zu AUD 9,15 bis 9,17 über den Markt gekauft und hält nun 522.647 Aktien im Wert von rund AUD 5 Millionen. Das ist ein positives Signal, weil ein Boardmitglied mit eigenem Geld zukauft. Non Executive Director Kate Lundy hat am selben Tag 13.000 Aktien zu AUD 8,96 über den Markt verkauft und hält danach nur noch 18.431 Aktien im Wert von rund AUD 178.000. Das ist eine vergleichsweise kleine Position und ein relativ geringer Betrag. Die Meldungen sind überwiegend neutral bis leicht positiv. Schwers Verkauf ist zwar optisch groß, war aber vorangekündigt, durch Optionsausübung ausgelöst und er hält weiterhin AUD 13,6 Millionen in EOS Aktien. Gleichzeitig kaufte der Chairman mit eigenem Geld zu, was ein stärkeres Signal ist als Lundys kleiner Verkauf von rund AUD 116.000. https://www.asx.com.au/markets/company/EOS
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