GAZPROM Forum: Community User: Caiw5c5f62645bb07

Kommentare 99.647
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Nino12, 11.05.2022 2:18 Uhr
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Das Verbot des Transports von russischem Öl ist im sechsten Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland nicht mehr enthalten. Das berichtet die DPA unter Berufung auf diplomatische Quellen.
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Nino12, 11.05.2022 1:25 Uhr
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Nino12…deine Welt ist mir unbekannt. In meiner Welt sind 2/3 der Bevölkerung für Sanktionen und darüber hinaus bereit, Einbußen am eigenen Standard hinzunehmen. Übrigens, Deutschland kann es sich leisten, den Gürtel enger zu schnüren……(verwöhntes Pack) ….würde ich jetzt mal behaupten, die hier am jammern sind und den Dividenden nachheulen. Insgesamt moralisch sehr verwerflich und zum Glück nur ein kleiner Teil von euren emphatilosen Mitmenschen .

Dann erklär mir mal in Zahlen ganz sachlich, was diese Einbußen genau sind.
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Nino12, 11.05.2022 1:12 Uhr
1

Das Problem ist meines Erachtens nicht zu viel Geld, sondern zu wenig Güter. Zu viel Geld haben wir schon seit zehn Jahren. Deswegen glaube ich nicht, dass die Preise durch höhere Zinsen merklich sinken. Natürlich bis zu einem gewissen Grad, aber wenn ich die negativen wirtschaftlichen Folgen Gegenüberstelle ist es Meines Erachtens insgesamt ein verlustgeschäft. Ist halt eine Abwägungsfrage was wichtiger ist. Selbst bei 3% Zinsen wird die inflation nicht auf 2% zurückgehen.

Das die Inflation selbst bei 3% Zinsen nicht auf 2% fällt ist völlig richtig und genau das ist das Problem der Jahrzehnte langen Geldpolitik. In den USA sehen wir das die steigenden Zinsen noch immer nicht für eine Senkung der Inflation sorgen. Ein solcher Impact braucht seine Zeit. Sowas endet immer im Desaster. Deswegen haben Crashpropheten auch nicht Unrecht, nur wiederholen sie das eben von Jahr zu Jahr. Das es irgendwann passiert ist, das weiß jeder. Auch der USD wird fallen, nur eben wann und das ist eben das Problem dieser "Propheten", die auch irgendwann mal ihr Korn finden. Um nochmal zu deiner Frage zu kommen. Sinkt die Geldmenge nicht und die Lieferschwierigkeiten bleiben bestehen, kannst du überspitzt gesagt deine Brötchen bald mit einem Karren Geld abholen. Das Problem ist eben auch, das die Güter, sollten die Lieferschwierigkeiten behoben werden, erst in die Geldmenge "reinwachsen" müssen. Ist da die Gelddruckerei schneller, holen die Güter sie nie ein und wir haben eine nie enden wollende Inflation.
chaknoris
chaknoris, 11.05.2022 1:05 Uhr
0
VWL erstes Semester ;) zuwenig Güter für zuviel Geld ...
N
Nino12, 11.05.2022 1:04 Uhr
2
Die exzessive Geldpolitik die wir seit 10 Jahren haben, wie du sagst, hat bisher auch nur funktioniert, weil wir im gleichen Maße Güter hergestellt haben. Die fehlen jetzt, aber die Geldpolitik haben wir immernoch.
N
Nino12, 11.05.2022 1:02 Uhr
1

Das Problem ist meines Erachtens nicht zu viel Geld, sondern zu wenig Güter. Zu viel Geld haben wir schon seit zehn Jahren. Deswegen glaube ich nicht, dass die Preise durch höhere Zinsen merklich sinken. Natürlich bis zu einem gewissen Grad, aber wenn ich die negativen wirtschaftlichen Folgen Gegenüberstelle ist es Meines Erachtens insgesamt ein verlustgeschäft. Ist halt eine Abwägungsfrage was wichtiger ist. Selbst bei 3% Zinsen wird die inflation nicht auf 2% zurückgehen.

Natürlich sind es zu wenig Güter aber wenn du die Güter produktion nicht steigern kannst aufgrund von Lieferschwierigkeiten musst du eben an der anderen Stellschraube drehen.
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Gruno, 11.05.2022 1:00 Uhr
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Verstehe nicht wo du da gedanklich hängst. Kannst du vielleicht nochmal ausführen, dann gehe ich darauf ein.

Das Problem ist meines Erachtens nicht zu viel Geld, sondern zu wenig Güter. Zu viel Geld haben wir schon seit zehn Jahren. Deswegen glaube ich nicht, dass die Preise durch höhere Zinsen merklich sinken. Natürlich bis zu einem gewissen Grad, aber wenn ich die negativen wirtschaftlichen Folgen Gegenüberstelle ist es Meines Erachtens insgesamt ein verlustgeschäft. Ist halt eine Abwägungsfrage was wichtiger ist. Selbst bei 3% Zinsen wird die inflation nicht auf 2% zurückgehen.
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Nino12, 11.05.2022 1:00 Uhr
1

Der Punkt ist der: wenn 10 Leute sich um 1 Produkt streiten wird der Preis so oder so steigen. Die steigenden Zinsen treiben viele Firmen in den Ruin und viele Erwerber von Immobilien ebenso, ohne dass sie das inflationsproblem wirklich lösen.

Und wieso können es sich alle 10 leisten? Dann steigt der Preis eben so lange bis es sich nur noch einer leisten will. Bei weniger Geld im Umlauf tritt dieser Punkt früher ein.
N
Nino12, 11.05.2022 0:55 Uhr
1

Schon klar, aber das ändert nichts daran, dass das Hauptproblem ein reeler Mangel ist. Natürlich sinkt die inflation, wenn weniger produziert wird, aber dann sinkt auch die eigene Produktion und entsteht ein neuer Mangel. Wir haben jetzt zehn Jahre niedrige Zinsen und hatten nie übermäßige inflation. Jetzt die Zinsen zu erhöhen halte ich wirtschaftlich für sehr fragwürdig.

Verstehe nicht wo du da gedanklich hängst. Kannst du vielleicht nochmal ausführen, dann gehe ich darauf ein.
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Gruno, 11.05.2022 0:55 Uhr
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So ist es. Du würdest dein Auto auch nicht für 20€ hergeben, wenn du weißt, dass dein gegenüber 100k€ hat und du der einzige mit einem Auto bist. Entweder es werden also mehr Autos produziert (was in diesem Fall dauert) oder jemand schränkt die Geldmenge ein, solange bis es genügend Autos gibt und der Markt die Preisfindung von alleine regelt. Die Preise also sinken. Solange es eine lockere Geldpolitik gibt, wird es die Produktion nicht schaffen, bei der Geldmenge hinterher zu kommen. Preise steigen also weiter.

Der Punkt ist der: wenn 10 Leute sich um 1 Produkt streiten wird der Preis so oder so steigen. Die steigenden Zinsen treiben viele Firmen in den Ruin und viele Erwerber von Immobilien ebenso, ohne dass sie das inflationsproblem wirklich lösen.
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Gruno, 11.05.2022 0:53 Uhr
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Nino12…deine Welt ist mir unbekannt. In meiner Welt sind 2/3 der Bevölkerung für Sanktionen und darüber hinaus bereit, Einbußen am eigenen Standard hinzunehmen. Übrigens, Deutschland kann es sich leisten, den Gürtel enger zu schnüren……(verwöhntes Pack) ….würde ich jetzt mal behaupten, die hier am jammern sind und den Dividenden nachheulen. Insgesamt moralisch sehr verwerflich und zum Glück nur ein kleiner Teil von euren emphatilosen Mitmenschen .

Aus meinem Umfeld kenn ich das ähnlich und die Wahrheit ist nun mal auch, dass wir auch ohne Sanktionen den Standard nicht aufrecht erhalten können. Es wird jetzt sehr viel auf die Sanktionen geschoben, was nicht damit zusammen hängt.
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Gruno, 11.05.2022 0:51 Uhr
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Ohne ein Gleichgewicht von Gütern und Geldmittel kommt es entweder zur Inflation oder Deflation. Gewünscht ist eine Inflation von 2%. Es ist es also normalerweise kein Problem bis zu einem gewissen Maß Geld in den Markt zu pumpen, weil die Gütermenge steigt. In diesem Fall steht ein riesiger Berg an finanziellen Mitteln einem immer geringeren Gütermarkt gegenüber. Die Nachfrage ist also durch die Politik der letzten Jahrzehnte gigantisch. Hohe Liquidität, wenig Güter = Inflation. Liquidität reduzieren = sinken der Inflation.

Schon klar, aber das ändert nichts daran, dass das Hauptproblem ein reeler Mangel ist. Natürlich sinkt die inflation, wenn weniger produziert wird, aber dann sinkt auch die eigene Produktion und entsteht ein neuer Mangel. Wir haben jetzt zehn Jahre niedrige Zinsen und hatten nie übermäßige inflation. Jetzt die Zinsen zu erhöhen halte ich wirtschaftlich für sehr fragwürdig.
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Gast-753136400, 11.05.2022 0:50 Uhr
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Nino12…deine Welt ist mir unbekannt. In meiner Welt sind 2/3 der Bevölkerung für Sanktionen und darüber hinaus bereit, Einbußen am eigenen Standard hinzunehmen. Übrigens, Deutschland kann es sich leisten, den Gürtel enger zu schnüren……(verwöhntes Pack) ….würde ich jetzt mal behaupten, die hier am jammern sind und den Dividenden nachheulen. Insgesamt moralisch sehr verwerflich und zum Glück nur ein kleiner Teil von euren emphatilosen Mitmenschen .
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Nino12, 11.05.2022 0:28 Uhr
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Zumindest in Deutschland wollen Politiker Wahlen gewinnen. Es kommt also stark darauf an, ob und wie schnell die Bevölkerung wieder eine Lockerung der Sanktionen möchte und das lässt sich nicht seriös voraussagen. Kommt halt stark darauf an wie gut man alles Managed. Wenn es in 2-3 Jahren gelingt unabhängig von russischem Gas etc zu sein, wird kaum wer die Aufhebung der Sanktionen fordern. Die nächsten 1-2 Jahre wird es keine Aufhebung der Sanktionen geben. Kurz vor dem Krieg hat Putin alle westlichen Politiker eingeladen und verarscht. Politiker sind eitel und verzeihen sowas nicht so leicht. Ist zumindest meine persönliche Einschätzung.

Wenn du der Masse an Bevölkerung heute erklären würdest, was die Sanktionen in den nächsten Monaten wirklich bedeuten und damit meine ich konkrete Zahlen und nicht ein "es wird teuer", wären die Sanktionen morgen beendet. Keine Bevölkerung macht das mit und komm mir jetzt bitte nicht mit Solidarität. Ich rede von der Masse und nicht einzelnen Individuen, die für den Krieg ihre letzte Socke hergeben würden. Erst kommt das Fressen dann die Moral. Politiker untertreiben immer. Was sollen sie auch sonst machen. Sie verfolgen ein politisches Ziel und kriegen das wohl nicht durchgesetzt, wenn sie einem erzählen das die Preise des täglichen Bedarfs um 50% steigen und das der Preis dafür ist. Kriegen es die Politiker hierzulande und im gesamten Westen nicht hin die Preissteigerungen so weit es geht in die Zukunft zu verschieben und zu hoffen das der Konflikt zwischenzeitlich beendet wird, sehen sie sich mit "gesellschaftlichen Unruhen" konfrontiert. Das sagen sie selbst und nicht ich.
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Nino12, 11.05.2022 0:16 Uhr
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So ist es. Du würdest dein Auto auch nicht für 20€ hergeben, wenn du weißt, dass dein gegenüber 100k€ hat und du der einzige mit einem Auto bist. Entweder es werden also mehr Autos produziert (was in diesem Fall dauert) oder jemand schränkt die Geldmenge ein, solange bis es genügend Autos gibt und der Markt die Preisfindung von alleine regelt. Die Preise also sinken. Solange es eine lockere Geldpolitik gibt, wird es die Produktion nicht schaffen, bei der Geldmenge hinterher zu kommen. Preise steigen also weiter.
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Dallas1983, 11.05.2022 0:06 Uhr
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Kurzes off off topic: kann mir wer von euch Finanzexperten erklären, warum manche glauben, man könne durch Materialmangel und lieferengpässe verursachte preismängel durch zinserhöhungen in den Griff bekommen? Ich halte die zinserhöhungen in der jetzigen Zeit für absolut dumm, weil sie die Wirtschaft unnötig vor zusätzliche Probleme stellt und gerade zukunftsinvestionen, die dringend notwendig wären noch mehr erschwert. Vielleicht überseh ich was, aber ich würde zumindest mal ein vernünftiges Argument für zinserhöhungen hören.

Ohne ein Gleichgewicht von Gütern und Geldmittel kommt es entweder zur Inflation oder Deflation. Gewünscht ist eine Inflation von 2%. Es ist es also normalerweise kein Problem bis zu einem gewissen Maß Geld in den Markt zu pumpen, weil die Gütermenge steigt. In diesem Fall steht ein riesiger Berg an finanziellen Mitteln einem immer geringeren Gütermarkt gegenüber. Die Nachfrage ist also durch die Politik der letzten Jahrzehnte gigantisch. Hohe Liquidität, wenig Güter = Inflation. Liquidität reduzieren = sinken der Inflation.
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