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Kommentare 2.722
SenecAAA
SenecAAA, 10.05.2026 16:55 Uhr
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Ich habe zwar das Motto wie AOC, also ein Active Ownership, ich bin ein sehr aktiver Investor und möchte wissen, in was ich investiere, deshalb recherchiere und analysiere ich sehr ausgiebig. In bin aber auch ein Anleger mit langem Atem, also ob und wenn ja, was für für eine Corporate News nächste Woche kommt, ist für mich nicht so entscheidend. Denn wenn man von einem Invest so richtig überzeugt ist, weil es Substanz, einen Burggraben und benötigte Produkte hat, und es somit enormes Potential besitzt, dann denkt man nicht in Tagen oder Wochen, auch nicht in einzelnen Monaten, eher in Quartalen oder Jahren. Dekaden wären mir hingegen zu langatmig. GXI beweist einmal mehr, dass häufig der Grundsatz stimmt, an der Börse verdient man Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld. Letztendlich wird das Geld an der Börse mit dem Hintern verdient, man muss die Kraft und Geduld haben, Tiefschläge auch einmal schlicht auszusitzen und die Flinte nicht durch eine emotionale Entscheidung ins Korn zu werfen. Ich kann aber auch jeden verstehen, der mit einem Stop-loss die Reißleine gezogen hat. Wenn ich das gemacht hätte, wäre das aus einer emotionalen Enttäuschung heraus passiert und ich versuche, stets rational zu denken und dann auch so zu entscheiden. Als das Zeitfenster für StaRUG durch eine etwaige Zahlungsunfähigkeit innerhalb der nächsten Zeit möglich erschien, war das ein Augenblick, in dem die Emotionalität in mir stärker wurde. Die Reißleine habe ich dennoch nicht gezogen und die Weisheit, dass der stärkste Gegner an der Börse man immer selbst ist, habe ich hier tief in mir gespürt. Apropos recherchieren. Anbei noch ein interessantes Interview mit Markus Jüttner https://youtu.be/ZMOO4yKkh_U?si=oHLUyLyco0BdKKYV

Mir scheint, Du hast mit GXI wirklich viel durchgemacht. Respekt für Dein Durchhaltevermögen und deine analytische Kompetenz! Mein persönlicher Eindruck ist, dass sich kurzfristig einiges positiv entscheiden wird, aber die richtig positive Entwicklung erst 2027/28 einsetzen wird, wenn die meisten entweder bereits erste Gewinne mitgenommen haben oder die anderen (Altanleger) froh sein werden mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Ich selbst bin ich auf den ersten Ergebnis-Call mit Röhrhoff gespannt. Davon werde ich persönlich viel abhängig machen.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 10.05.2026 16:29 Uhr
2

Nächste Woche welche Corporate News???

Ich habe zwar das Motto wie AOC, also ein Active Ownership, ich bin ein sehr aktiver Investor und möchte wissen, in was ich investiere, deshalb recherchiere und analysiere ich sehr ausgiebig. In bin aber auch ein Anleger mit langem Atem, also ob und wenn ja, was für für eine Corporate News nächste Woche kommt, ist für mich nicht so entscheidend. Denn wenn man von einem Invest so richtig überzeugt ist, weil es Substanz, einen Burggraben und benötigte Produkte hat, und es somit enormes Potential besitzt, dann denkt man nicht in Tagen oder Wochen, auch nicht in einzelnen Monaten, eher in Quartalen oder Jahren. Dekaden wären mir hingegen zu langatmig. GXI beweist einmal mehr, dass häufig der Grundsatz stimmt, an der Börse verdient man Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld. Letztendlich wird das Geld an der Börse mit dem Hintern verdient, man muss die Kraft und Geduld haben, Tiefschläge auch einmal schlicht auszusitzen und die Flinte nicht durch eine emotionale Entscheidung ins Korn zu werfen. Ich kann aber auch jeden verstehen, der mit einem Stop-loss die Reißleine gezogen hat. Wenn ich das gemacht hätte, wäre das aus einer emotionalen Enttäuschung heraus passiert und ich versuche, stets rational zu denken und dann auch so zu entscheiden. Als das Zeitfenster für StaRUG durch eine etwaige Zahlungsunfähigkeit innerhalb der nächsten Zeit möglich erschien, war das ein Augenblick, in dem die Emotionalität in mir stärker wurde. Die Reißleine habe ich dennoch nicht gezogen und die Weisheit, dass der stärkste Gegner an der Börse man immer selbst ist, habe ich hier tief in mir gespürt. Apropos recherchieren. Anbei noch ein interessantes Interview mit Markus Jüttner https://youtu.be/ZMOO4yKkh_U?si=oHLUyLyco0BdKKYV
SenecAAA
SenecAAA, 10.05.2026 12:35 Uhr
0

Für mich ergibt sich folgende Timeline: 2024 wurde mit den diversen Wachstumsankündigungen und Investitionen maßlos übertrieben, da zu viel und zu teuer alles auf einmal angefangen wurde und zeitgleich scheinbar die eigene Compliance auf der Strecke blieb. 2025 mit dem Zukauf Bormioli wurde das Fass letztendlich zum Überlaufen gebracht, AOC wurde angelockt, CEO/CFO mussten gehen, Verschuldung ufert aus und BaFin ermittelt wegen Compliance. 2026 Zuspitzung durch das Reißen der Covenants und technicial Default. Konsequenzen gezogen, in dem CENTOR verkauft wird. AOC stockt auf und positioniert sich somit weiter, Transformationsprogramm wird vorangetrieben. 2027 Operative Geschäft zieht wieder an, Finanzen wieder solide. Moulded Glass wird verkauft, Schulden nahe null, Übernahme durch PE oder Wettbewerber, Elliott hängt sich dran und sorgt für einen Preisaufschlag.

Nächste Woche welche Corporate News???
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 10.05.2026 11:25 Uhr
1
An Aktivisten scheiden sich die Geister. Fluch oder Segen? Ich sehe AOC bei GXI sehr positiv und der Fall STADA damals könnte nun auch eine Blaupause für GXI sein...Hier ein sehr interessanter längerer Artikel. Ganz am Ende geht es auch um STADA/AOC. Aktivismus, das zeigt der Fall Bilfinger, kann verdammt lange dauern. Dass es schneller gehen kann, beweist der Fall Stada. Erster Akt: Die Kontrahenten treffen sich im Mai 2016 im zweiten Stock der Zentrale des Pharmaanbieters in Bad Vilbel. Auf der einen Seite Florian Schuhbauer und Klaus Röhrig von Active Ownership Capital (AOC), ihnen gegenüber der dreiköpfige Stada-Vorstand unter Hartmut Retzlaff. Viele Investoren stören sich an der Amtsführung und den Bezügen des langjährigen Vorstandschefs. An der Wand: Pop-Art-Porträts des Retzlaff-Bekannten Mike Kuhlmann. AOC drängt auf Veränderungen. Fünf Mitglieder des Aufsichtsrats, besetzt vorwiegend mit älteren Apothekern, die Retzlaff treu ergeben sind, sollen weg. Das ist der Auftakt zu einem monatelangen und zermürbenden Streit. Zweiter Akt: Im Juni 2016 wird Retzlaff aus dem Amt gedrängt; mit fürstlicher Abfindung. Der Höhepunkt des Dramas läuft in einer der denkwürdigsten Hauptversammlungen, die es in Deutschland je gegeben hat. Im Saal Harmonie der Frankfurter Festhalle schafft es zwar nur einer der letztlich vier AOC-Kandidaten in den Aufsichtsrat. Dafür können die Aktivisten aber den bisherigen Aufsichtsratschef Martin Abend stürzen. Ein Eklat. Die eigentliche Revolution aber findet im Kleingedruckten statt. Unter Tagesordnungspunkt sieben wird vorgeschlagen, die Vinkulierung der Stada-Aktien aufzuheben. Das bedeutet, dass das Unternehmen in Zukunft Investoren nicht mehr vom Kauf der Aktien ausschließen kann. Der Schritt erfolgt ebenfalls auf Druck von AOC – und ebnet den Weg zur späteren Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven. Sie sorgt wesentlich dafür, dass sich das Engagement der Aktivisten auch für andere Aktionäre lohnt. Als AOC im März 2016 meldete, mehr als fünf Prozent der Stada-Aktien zu kontrollieren, kostet eine Aktie knapp 34 Euro. Ein Jahr später bieten Bain und Cinven Aktionären knapp das Doppelte. AOC nutzt das und steigt im Sommer 2017 aus. Vorhang. Mittlerweile steht die Aktie bei 90 Euro – fast verdreifacht. Peter Barth von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz sieht das Wirken der Aktivisten trotzdem kritisch. Zwar hätten sie die verkrusteten Strukturen bei Stada aufgebrochen und für den personellen Neuanfang gesorgt. Aber: „AOC hatte aus meiner Sicht nie ein strategisches Interesse am Unternehmen, sondern verfolgte nur finanzielle Ziele.“ Unternehmen solchen Investoren zu überlassen könne auch schiefgehen. Schuhbauer widerspricht: „Wir sind geduldige Investoren, die operative Verbesserungen anstreben“, sagt er. So sei es auch bei Stada gewesen. Heute stehe das Unternehmen besser da als vor seinem Einstieg. „Durch die neuen Investoren hat Stada viel mehr Geld, um organisches Wachstum und Zukäufe zu finanzieren.“ An diesem Freitag, 2. Februar, schaut der Aktivist noch mal bei der Stada-Hauptversammlung vorbei. 20 Aktien hat er behalten, seine Eintrittskarte. Krach schlagen aber will er nicht mehr, nur still genießen. Der Job ist getan, für seine Investoren und die anderen Aktionäre. https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/kurspflege-und-dividende-was-aggressive-investoren-den-aktionaeren-bringen/20914182.html
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 10.05.2026 10:41 Uhr
1
Für mich ergibt sich folgende Timeline: 2024 wurde mit den diversen Wachstumsankündigungen und Investitionen maßlos übertrieben, da zu viel und zu teuer alles auf einmal angefangen wurde und zeitgleich scheinbar die eigene Compliance auf der Strecke blieb. 2025 mit dem Zukauf Bormioli wurde das Fass letztendlich zum Überlaufen gebracht, AOC wurde angelockt, CEO/CFO mussten gehen, Verschuldung ufert aus und BaFin ermittelt wegen Compliance. 2026 Zuspitzung durch das Reißen der Covenants und technicial Default. Konsequenzen gezogen, in dem CENTOR verkauft wird. AOC stockt auf und positioniert sich somit weiter, Transformationsprogramm wird vorangetrieben. 2027 Operative Geschäft zieht wieder an, Finanzen wieder solide. Moulded Glass wird verkauft, Schulden nahe null, Übernahme durch PE oder Wettbewerber, Elliott hängt sich dran und sorgt für einen Preisaufschlag.
AlphaTarRandir
AlphaTarRandir, 10.05.2026 10:18 Uhr
0
Ist zwar nur Spekulation aber wenn AOC bei ca. 40€ eingestiegen sind wollten die sicherlich mindestens 50 Prozent Gewinn machen als Risiko-Zuschlag Das wäre dann Minimum 60€ . Mal sehen wie sich der Kurs bis zur HV entwickelt.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 10.05.2026 10:08 Uhr
1
Klaus Röhrig hat früher bei Elliott gearbeitet. Elliott ist das Finanz-Vehikel des Star-Aktivisten Paul Singer, der absoluten Nummer 1 in der Szene. In der Regel gilt, wo sich Aktivisten einkaufen und es dann Richtung Übernahme geht, da holt sich Paul Singer ein Stück vom Kuchen ab. Beispiel: AOC ist April 2016 bei STADA eingestiegen. Das erste Überbahmeangebot von PE kam im April 2017, allerdings wurde die Mindest-Andienquote Ende Juni 2017 nicht erreicht. Elliott kam dann im Juli 2017 und sicherte sich rund 7%. Der Ansatz von Paul Singer ist stets, wenn sich eine Übernahme abzeichnet, grätscht er rein, sichert sich Anteile und fordert eine Erhöhung des Übernahmepreises. Man Gefühl sagt mir, das erwartet uns 2027 ebenfalls bei GXI Hier ein sehr passender Artikel zu Elliott in Bezug auf STADA https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/stada-hedgefonds-manager-paul-singer-kauft-sich-ein-a-1157359.html
AlphaTarRandir
AlphaTarRandir, 10.05.2026 9:59 Uhr
0

Wen interessiert, wie Aktivisten insbesondere bei deutschen Mittelständlern vorgehen, empfehle ich diesen hochinteressanten (älteren) Artikel. Auch aus dem Blickwinkel von AOC, insbesondere Klaus Röhrig, dessen Einschätzungen ebenfalls in dem Artikel zu Wort kommen. https://www.marktundmittelstand.de/finanzen/wie-aktivistische-investoren-im-deutschen-mittelstand-agieren

Danke Uli sehr guter Artikel, da scheint ja Einiges an Potential in Gerresheimer zu stecken sonst wäre AOC nicht schon bei uber 40 Euro investiert und würde jetzt nicht nachkaufen.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 10.05.2026 9:46 Uhr
2
Wen interessiert, wie Aktivisten insbesondere bei deutschen Mittelständlern vorgehen, empfehle ich diesen hochinteressanten (älteren) Artikel. Auch aus dem Blickwinkel von AOC, insbesondere Klaus Röhrig, dessen Einschätzungen ebenfalls in dem Artikel zu Wort kommen. https://www.marktundmittelstand.de/finanzen/wie-aktivistische-investoren-im-deutschen-mittelstand-agieren
SenecAAA
SenecAAA, 09.05.2026 14:07 Uhr
2

Bei aller Euphorie rund um das Aufstocken von AOC sollte man aus meiner Sicht auch die andere Seite der Medaille beleuchten. Viele interpretieren den Kauf aktuell so, als wäre damit automatisch bestätigt, dass jetzt ein sauberes, uneingeschränktes Testat kommt und sämtliche Probleme gelöst sind. Denn sonst würden sie ja jetzt nicht aufstocken. So weit würde ich persönlich nicht gehen. Man darf nicht vergessen, dass AOC iein langfristig orientierter, aktivistischer Investor mit Sitz im Aufsichtsrat ist. Für solche Investoren ist nicht zwingend der kurzfristige Kurs oder ein perfektes Quartal entscheidend, sondern vor allem Einfluss, strategische Ausrichtung und die zukünftige Positionierung des Unternehmens. Deshalb halte ich es durchaus für möglich, dass das jetzige Aufstocken auch damit zusammenhängt, sich vor der kommenden HV nochmals strategisch stärker zu positionieren und die Weichen für die Zukunft mitzustellen. Das würde auch erklären, warum man trotz weiterhin bestehender Unsicherheiten investiert:– Testat weiterhin offen– finale Auswirkungen der Forensik offen– Guidance offen– mögliche weitere Bereinigungen nicht ausgeschlossen Selbst ein eingeschränktes Testat oder schwächere Zahlen würden für einen langfristigen Aktivisten nicht zwangsläufig die Investmentthese zerstören, sofern man operativ und strategisch an den Turnaround glaubt. Genau deshalb sollte man aus meiner Sicht trotz der aktuell positiven Entwicklung nicht den Fehler machen zu glauben, dass Rückschlagspotenzial vollständig verschwunden ist. Der Markt preist inzwischen bereits einiges an Hoffnung ein. Unterm Strich bleibt das Aufstocken für mich klar positiv aber eben nicht automatisch gleichbedeutend mit „alle Risiken sind weg“ bzw. Rückschlagpotential nicht mehr gegeben.

Die Investments von AOC erscheinen mir auch nicht alle für die Mitaktionäre erfolgreich gewesen zu sein, wenn man auf die Entwicklung der Aktienkurse von HelloFresh und Amadeus Fire seit Einstieg von AOC sieht. Allerdings ist Gerresheimer mit beiden Unternehmen nicht zu vergleichen, weshalb ich im Fall von GXI auch OHNE AOC-Investments einen validen Turnaround-Kandidaten sehe. Die finanzierenden Banken CoBa, UniCredit und LBBW hätten anderenfalls mit Sicherheit auf einen raschen Rettungserwerb durch Silgan für 41€ gedrungen. Das haben sie aber nicht getan und die Banken haben einen tiefen Einblick.
i
investi82, 09.05.2026 13:51 Uhr
0

Zu Deiner Frage, mit welchen Ankündigungen zu rechnen ist: Zusammenfassend gesagt (Details kannst Du weiter oben nachlesen) werden die nächsten 2 (bis 3) Monate sehr komprimiert und intensiv. Denn innerhalb dieses Zeitfensters wird es etliche Veröffentlichungen geben und genau deshalb ist das Aufstocken von AOC zum jetzigen Zeitpunkt so positiv, denn keiner hat Geld zu verbrennen und keiner der Institutionellen ist genötigt, weiteres Geld zu investieren wenn er nicht überzeugt wäre. Aktivisten schon gar nicht. Wenn AOC also Bad News oder eine Zuspitzung zum Negativen erwarten würde, hätten sie sicher letzte Woche nicht für über 22 Mio. Euro weiter Aktien gekauft. Anstehen tun Infos zu den Themen: 1. Abschluss Forensische Untersuchung durch Grant Thornton 2.Testat durch Abschlussprüfer KPMG 3. Vorstellung des Jahresabschlusses 2025 mit Guidance 2026 4. Vorstellung der Q1-Zahlen 5. Durchführung der HV mit Wahl von mind. 3 neuen AR-Mitgliedern 6. Vorstellung der H1-Zahlen 7. Verkaufsprozess Centor (Auktionsverfahren) mit Signing 8. Details zum Stand des Transformationsprogramms 9. Evtl. bereits erste Infos zu zukünftigen neuen CEO 10. Evtl. bereits neue Mittelfristprognose 11. Evtl. neue Übernahmephantasie 12. Evtl. weitere Aktivisten und Institutionelle, die sich positionieren Die letzt genannten 4 Punkte sind rein spekulativ und nur im Rahmen des Denkbaren, also nicht zwingend sicher.

Bei aller Euphorie rund um das Aufstocken von AOC sollte man aus meiner Sicht auch die andere Seite der Medaille beleuchten. Viele interpretieren den Kauf aktuell so, als wäre damit automatisch bestätigt, dass jetzt ein sauberes, uneingeschränktes Testat kommt und sämtliche Probleme gelöst sind. Denn sonst würden sie ja jetzt nicht aufstocken. So weit würde ich persönlich nicht gehen. Man darf nicht vergessen, dass AOC iein langfristig orientierter, aktivistischer Investor mit Sitz im Aufsichtsrat ist. Für solche Investoren ist nicht zwingend der kurzfristige Kurs oder ein perfektes Quartal entscheidend, sondern vor allem Einfluss, strategische Ausrichtung und die zukünftige Positionierung des Unternehmens. Deshalb halte ich es durchaus für möglich, dass das jetzige Aufstocken auch damit zusammenhängt, sich vor der kommenden HV nochmals strategisch stärker zu positionieren und die Weichen für die Zukunft mitzustellen. Das würde auch erklären, warum man trotz weiterhin bestehender Unsicherheiten investiert:– Testat weiterhin offen– finale Auswirkungen der Forensik offen– Guidance offen– mögliche weitere Bereinigungen nicht ausgeschlossen Selbst ein eingeschränktes Testat oder schwächere Zahlen würden für einen langfristigen Aktivisten nicht zwangsläufig die Investmentthese zerstören, sofern man operativ und strategisch an den Turnaround glaubt. Genau deshalb sollte man aus meiner Sicht trotz der aktuell positiven Entwicklung nicht den Fehler machen zu glauben, dass Rückschlagspotenzial vollständig verschwunden ist. Der Markt preist inzwischen bereits einiges an Hoffnung ein. Unterm Strich bleibt das Aufstocken für mich klar positiv aber eben nicht automatisch gleichbedeutend mit „alle Risiken sind weg“ bzw. Rückschlagpotential nicht mehr gegeben.
SenecAAA
SenecAAA, 09.05.2026 10:27 Uhr
0
Flatex
SenecAAA
SenecAAA, 09.05.2026 10:27 Uhr
1
Die Position und deren Besetzung könnte Diskussionen/Einigung mit der BaFin hinter den Kulissen geschuldet sein. War bei **** ähnlich.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 09.05.2026 10:22 Uhr
2
Die Info, dass Markus Jüttner bei GXI Global Head Compliance wird, geht bei LinkedIn grad durch die Decke. Likes und Kommentare ohne Ende. Das ist ein ganz großer Move von GXI und für mich unbegreiflich, warum es dazu keine offizielle Pressemitteilung seitens GXI gab. Die Info stammt einzig und allein gestern von Markus Jüttner selbst auf seinem privaten LinkedIn-Profil. Wer wissen möchte, wer Markus Jüttner ist, hier ein sehr interessanter Artikel. Er war damals Leiter Compliance bei E.on und EY hatte ihn nach dem Wirecard Skandal für ihren Forensik-Bereich abgeworben. Bei EY hat er seitdem einen unfassbar guten Job gemacht. Er ist ein absoluter Vertrauensbeweis an den Markt, dass GXI es ernst meint. GXI steckt in einer Vertrauenskrise und Markus Jüttner ist einer der glaubwürdigen Schlüssel dort raus. Liebes GXI-Team, es kann doch nicht angehen, dass ihr dies nicht kommuniziert.... https://www.finance-magazin.de/banking-berater/big-four/nach-wirecard-ey-holt-markus-juettner-fuer-forensik-team-121403/
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 09.05.2026 10:06 Uhr
3
Da mich mehrere User per Mail gebeten haben, bis zur Aktivierung einer komplett geschlossenen Benutzergruppe für GXI auf BN meine Beiträge nicht auszusetzen, komme ich dem Wunsch nach. Natürlich verbunden mit der Hoffnung, dass es sich dabei ohnehin nur um wenige Tage handelt.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 09.05.2026 9:14 Uhr
1
Und noch eine dritte Erkenntnis: Die 900.000 entsprechen 2,6%,des Grundkapitals. Da AOC nun 12,01% reine Aktien besitzt und die Meldung zuvor 8,75% war, hat man zuvor schon etwas gekauft, blieb damit aber unter 10%. Das muss gewesen sein, ehe Röhrig in den AR kam. Denn als Insider/Führungskraft ist jeder Kauf meldepflichtig und nicht nur die Meldeschwellen 3%, 5%, 10%, 15% etc.. einzige Bedingung bei Directors Dealings, sie müssen pro Kauf über 50.000 Euro sein. Vor dem 1.1.26 betrug die Summe 20.000 Euro. Das sollte hier gegeben sein. Röhrig ist seit 20.11.25 im AR. Die Meldung mit den 8,75% stammt vom 24.9.25 mit Überschreitung 19.9.25. Also dürfte AOC zwischen 19.9.25 und 19.11.25 rund 0,7% des Grundkapitals gekauft haben. Denn aktuell 12,01% zu zuvor 8,75% ergibt ein Delta von 3,3%, man hat nun aber nur 2,6% erworben.
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