Haffner Energy SAS WKN: A3DEJR ISIN: FR0014007ND6 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Ich hatte eigentlich erwartet, über SAF zu sprechen … doch wir erörterten auch ausführlich das Thema Rechenzentren. Am Dienstag hatte ich das Vergnügen, mit Jean-Marc Roze, dem Präsidenten des Departements Marne – in Begleitung seines Stabschefs George-Philip Chartier und des Direktors für Straßen und Mobilität, Frédéric Deprez – zu Mittag zu essen und dabei den Fortschritt des SAF-Projekts in Paris-Vatry zu besprechen. Dieses Projekt, das auf einem direkt an den Flughafen Vatry angrenzenden Gelände – im Besitz des Departements Marne – geplant ist, stellt eine strategische Initiative dar, die die Zukunft der Region prägen wird. Ziel ist es, starke Synergien mit dem Flughafenbetrieb zu schaffen, landwirtschaftliche Reststoffe, die derzeit kaum oder nur unzureichend genutzt werden, nachhaltig zu verwerten sowie Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Departement Marne und der gesamten Region Grand Est zu generieren. Das Departement Marne ist das führende Agrardepartement Frankreichs, sowohl hinsichtlich der landwirtschaftlichen Nutzfläche als auch des Produktionsvolumens. Die Region Grand Est ist die wichtigste Getreideanbauregion des Landes und verfügt über ein außergewöhnliches Potenzial zur Nutzung landwirtschaftlicher Restbiomasse, ohne dabei auf forstwirtschaftliche Biomasse zurückgreifen zu müssen. Natürlich kam auch ein weiteres Thema zur Sprache: Rechenzentren. Dank entscheidender Standortvorteile stößt der Standort Vatry auf großes Interesse für die Ansiedlung solcher Infrastrukturen. Die größte verbleibende Herausforderung ist die Verfügbarkeit von hochsicherem, CO2-armem Strom, der auch als Notstromreserve dienen kann. Genau hier bieten die von Haffner Energy entwickelten Technologien eine meiner Ansicht nach konkurrenzlose Lösung. Durch die Nutzung reichlich vorhandener, bislang kaum genutzter landwirtschaftlicher Reststoffe ermöglichen diese Systeme die Erzeugung von grundlastfähigem, CO2-armem Strom, der die derzeit begrenzten Netzkapazitäten ergänzen und zugleich als Notstromreserve fungieren kann. Seit der Gründung im Jahr 1993 hat Haffner Energy 40 Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 600 MW im Bereich Biomasseenergie realisiert, die vorwiegend der Stromerzeugung dienen. Ein weiterer wichtiger Pluspunkt ist der Unternehmenssitz von Haffner Energy im Departement Marne, der von der engagierten Unterstützung sowohl des Departements als auch der Region Grand Est getragen wird. Diese Verknüpfung von Energiesouveränität und Energiewende, der Nutzung lokaler Ressourcen, nachhaltigen Flugkraftstoffen (SAF) und digitaler Infrastruktur eröffnet sowohl unseren Regionen als auch Haffner Energy bedeutende Chancen. Rechenzentren stellen einen rasant wachsenden Markt dar, der aktuell sogar noch schneller expandiert als der Sektor für nachhaltige Flugkraftstoffe. Mein Dank gilt Jean-Marc Roze, seinen engsten Mitarbeitern und dem gesamten Team des Departements Marne für die Qualität unserer Gespräche, ihr Vertrauen und ihr Engagement. https://www.linkedin.com/posts/activity-7478407029376716801-r528
Im franz. Forum spekuliert man, ob Haffner in Kürze eine Zusammenarbeit o.ä. mit einem Unternehmen Aether Fuels verkünden könnte. Hab grade mal gegoogelt, das scheint ein US-Unternehmen mit Fokus auf SAF zu sein. Wie man darauf kommt, dass H. und A. zusammenarbeiten könnten, habe ich aber nicht so recht durchschaut. Auch habe ich im franz. Forum schon öfter von einer möglichen Zusammenarbeit mit dem franz. Unternehmen 2CRSI gelesen, angeblich soll es da bereits Kontakte zwischen beiden geben und diese räumlich sehr nahe beieinander firmieren. Vermutlich alles reine Spekulation in Haffner-typisch nachrichtenarmen Zeiten...
✈️ Der nächste Aufschlag der Fluggesellschaften könnte nicht auf den Treibstoff, sondern auf CO₂-Emissionen entfallen. Auf Langstreckenfluggesellschaften könnten bis 2035 Kosten in Höhe von 127 Milliarden US-Dollar für CO₂-Zertifikate zukommen. Jahrelang behandelten Fluggesellschaften CO₂-Zertifikate wie jeden anderen Betriebsmittelbedarf: Verfügbar. Kalkulierbar. Bei Bedarf einfach zu beschaffen. Diese Annahme könnte sie nun teuer zu stehen kommen. Ein drohender Mangel an zulässigen CO₂-Zertifikaten im Rahmen des globalen Luftfahrtsystems CORSIA könnte die Preise bis 2035 von ihrem heutigen Niveau in Richtung 100 US-Dollar pro Tonne treiben – ein Anstieg um fast das Achtfache. Und die Auswirkungen sind ungleich verteilt. Besonders hart treffen könnte es Fluggesellschaften, deren Geschäftsmodell auf Langstreckenverbindungen basiert: ✈️ Emirates: bis zu 8 Mrd. US-Dollar ✈️ Qatar Airways: bis zu 6 Mrd. US-Dollar ✈️ United Airlines: bis zu 5 Mrd. US-Dollar Für Emirates entsprächen diese prognostizierten Kosten etwa einem Fünftel des für 2025 erwarteten operativen Umsatzes. Das ist nicht bloß ein Posten in der Bilanz. Das ist ein strategisches Problem. Warum dies über die Luftfahrt hinaus von Bedeutung ist Wenn CO₂-Zertifikate knapp werden, verhalten sie sich nicht mehr wie ein reines Instrument zur Einhaltung von Vorschriften, sondern wie ein Rohstoff, der unter Preisdruck steht. Fluggesellschaften sehen sich ohnehin mit einer schwierigen Gleichung konfrontiert: 🔹 Schwankende Kerosinpreise 🔹 Druck, wettbewerbsfähige Ticketpreise zu halten 🔹 Wachsende Umweltauflagen 🔹 Begrenztes Angebot an hochwertigen, zulässigen Kompensationsprojekten 🔹 Passagiere, die letztlich einen Teil der Kosten tragen könnten Die unbequeme Wahrheit? „CO₂-neutrales Wachstum“ funktioniert nur, wenn glaubwürdige Projekte zur CO₂-Entnahme und -Reduzierung im gleichen Tempo skaliert werden können wie die Emissionen. Aktuell steht die Nachfrage kurz vor dem Abflug. Das Angebot wartet womöglich noch am Gate. 🛫 Die Gewinner werden nicht zwangsläufig jene Fluggesellschaften sein, die über die größten finanziellen Mittel verfügen. Gewinnen werden vielmehr diejenigen, die sich frühzeitig hochwertige Zertifikate sichern, in nachhaltige Flugkraftstoffe investieren, Emissionen direkt an der Quelle reduzieren und die CO₂-Strategie als Kernkompetenz ihres Geschäftsmodells begreifen – und nicht als bloße Pflichtübung in letzter Minute. „Die Zukunft der Luftfahrt entscheidet sich nicht nur daran, wer weiter fliegt, sondern wer schneller dekarbonisiert.“ CO₂-Kosten wandern aus den Nachhaltigkeitsberichten direkt in die Finanzplanung auf Vorstandsebene. https://www.linkedin.com/posts/hyflux_airlines-brace-for-up-to-127bn-in-extra-activity-7477387867535843328-hJxc
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