INTEL WKN: 855681 ISIN: US4581401001 Kürzel: INTC Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Sich hinter einer einzelnen Analystenmeinung zu verstecken, während strategische Schwergewichte wie Nvidia, SoftBank und die US-Regierung mit Milliarden-Investments das Gegenteil signalisieren, ist der Inbegriff von kurzfristigem Denken. JPMorgan bewertet die Vergangenheit, während hier gerade die Zukunft neu geschrieben wird.
Frag TradingWife und Sepp Blatter. Die sind beide abgetaucht, nachdem sie die goldene Zukunft für Intel-Aktionäre und Kurse bis 80 € in "kurzer Zeit" nach dem US-Einstieg herbeigelogen haben. Jetzt dürfen sie bitte gerne erklären, warum genau das Gegenteil passiert. Das überlassen sie nun anderen...
Diese JPMorgan-Analyse ist ein Paradebeispiel für eine oberflächliche Betrachtung, die die strategische Tiefe und die geopolitischen Zwänge, die hinter diesem Deal stehen, komplett ignoriert. Die Behauptung, der Deal nütze vor allem Nvidia, ist völlig realitätsfremd, weil sie die existenziellen Risiken ignoriert, denen Nvidia selbst ausgesetzt ist. Das gesamte Geschäftsmodell von Nvidia hängt am seidenen Faden von TSMC und der geopolitischen Lage in Taiwan. Die Trump-Regierung hat, wie aus den Regierungsdokumenten klar hervorgeht, die Stärkung der heimischen Halbleiter-Lieferkette zur nationalen Priorität erklärt. Nvidia wurde unmissverständlich klargemacht, dass eine totale Abhängigkeit von Asien nicht tragbar ist. Intel ist die einzige westliche Alternative für Leading-Edge-Fertigung im großen Stil. Für Nvidia ist dieser Deal also keine nette Geste, sondern eine strategische Notwendigkeit zur Risikominimierung, die ihnen gleichzeitig einen Hebel gegen TSMC bei Preisverhandlungen verschafft. Die Analyse vergisst völlig, dass Nvidia am Kauf von ARM gescheitert ist und dringend Zugang zum x86-Ökosystem für hochintegrierte, maßgeschneiderte CPUs benötigt, um AMD im Rechenzentrum voll anzugreifen – genau das wurde in der offiziellen Mitteilung mit der Entwicklung von "custom data center CPUs" bestätigt. Für Intel sind die Vorteile monumental und gehen weit über die 5 Milliarden hinaus: Erstens ist es der ultimative Ritterschlag für die Foundry-Strategie. Wenn der unangefochtene KI-Marktführer auf Intel 18A setzt, ist das ein unbezahlbares Signal an alle anderen potenziellen Kunden. Zweitens sichert es eine kritische Grundauslastung für die neuen, teuren 18A-Fabriken mit hochmargigen, kundenspezifischen Produkten und de-riskiert damit die Milliardeninvestitionen massiv. Drittens schafft die Partnerschaft eine extrem schlagkräftige Allianz gegen AMD im Rechenzentrum. Ein Kursziel von 21 Dollar ignoriert diese fundamentalen strategischen Verschiebungen komplett und bewertet Intel auf Basis der Probleme von gestern, anstatt die Lösungen von morgen einzupreisen, die hier gerade zementiert werden. Es ist bezeichnend, dass strategische Investoren wie SoftBank, die US-Regierung und jetzt Nvidia auf den Turnaround setzen, während eine kurzsichtige Analystenmeinung an veralteten Annahmen festhält.
Diese JPMorgan-Analyse ist ein Paradebeispiel für eine oberflächliche Betrachtung, die die strategische Tiefe und die geopolitischen Zwänge, die hinter diesem Deal stehen, komplett ignoriert. Die Behauptung, der Deal nütze vor allem Nvidia, ist völlig realitätsfremd, weil sie die existenziellen Risiken ignoriert, denen Nvidia selbst ausgesetzt ist. Das gesamte Geschäftsmodell von Nvidia hängt am seidenen Faden von TSMC und der geopolitischen Lage in Taiwan. Die Trump-Regierung hat, wie aus den Regierungsdokumenten klar hervorgeht, die Stärkung der heimischen Halbleiter-Lieferkette zur nationalen Priorität erklärt. Nvidia wurde unmissverständlich klargemacht, dass eine totale Abhängigkeit von Asien nicht tragbar ist. Intel ist die einzige westliche Alternative für Leading-Edge-Fertigung im großen Stil. Für Nvidia ist dieser Deal also keine nette Geste, sondern eine strategische Notwendigkeit zur Risikominimierung, die ihnen gleichzeitig einen Hebel gegen TSMC bei Preisverhandlungen verschafft. Die Analyse vergisst völlig, dass Nvidia am Kauf von ARM gescheitert ist und dringend Zugang zum x86-Ökosystem für hochintegrierte, maßgeschneiderte CPUs benötigt, um AMD im Rechenzentrum voll anzugreifen – genau das wurde in der offiziellen Mitteilung mit der Entwicklung von "custom data center CPUs" bestätigt. Für Intel sind die Vorteile monumental und gehen weit über die 5 Milliarden hinaus: Erstens ist es der ultimative Ritterschlag für die Foundry-Strategie. Wenn der unangefochtene KI-Marktführer auf Intel 18A setzt, ist das ein unbezahlbares Signal an alle anderen potenziellen Kunden. Zweitens sichert es eine kritische Grundauslastung für die neuen, teuren 18A-Fabriken mit hochmargigen, kundenspezifischen Produkten und de-riskiert damit die Milliardeninvestitionen massiv. Drittens schafft die Partnerschaft eine extrem schlagkräftige Allianz gegen AMD im Rechenzentrum. Ein Kursziel von 21 Dollar ignoriert diese fundamentalen strategischen Verschiebungen komplett und bewertet Intel auf Basis der Probleme von gestern, anstatt die Lösungen von morgen einzupreisen, die hier gerade zementiert werden. Es ist bezeichnend, dass strategische Investoren wie SoftBank, die US-Regierung und jetzt Nvidia auf den Turnaround setzen, während eine kurzsichtige Analystenmeinung an veralteten Annahmen festhält.
Der frühe Vogel bringt die Schäfchen ins Trockene ! dpa-AFX-Analyser 19.09.2025 14:42 Uhr "JPMORGAN stuft INTEL CORP auf 'Underweight' NEW YORK (dpa-AFX Analyser) - Die US-Bank JPMorgan hat Intel nach dem milliardenschweren Einstieg des KI-Chip-Spezialisten Nvidia beim schwächelnden Branchenkollegen auf "Underweight" mit einem Kursziel von 21 US-Dollar belassen. Die zudem vereinbarte Zusammenarbeit der beiden Chiphersteller dürfte vor allem Nvidia zugutekommen, schrieb Harlan Sur in einer am Freitag vorliegenden Einschätzung. Für Intel sieht er deutlich weniger Vorteile./gl"
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