REALTY INCOME WKN: 899744 ISIN: US7561091049 Kürzel: O Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
@Ewus Danke für deine lieben Worte. :-) Also grundsätzlich ist es für den normalen Investor sehr schwer, die zukünftige Vorabpauschale zu bestimmen, wenn du deinen ETF weiterhin Monat für Monat besparst. Im Endeffekt wird Anfang 2027 (für 2026) angenommen, dass dein ETF mindestens 3,2 % Rendite erwirtschaftet hat, was dann versteuert werden muss. Das tritt nicht ein, wenn die reale Rendite unter diesem Wert liegt. Dann erfolgt nur hierauf eine Vorabpauschale oder bei negativer Jahres-Rendite eben gar nicht. Wenn wir jetzt einfach mal pauschal davon ausgehen, dass du 10.000 € in einem ETF hast, welcher nicht monatlich bespart wird und z.B. 7% Rendite in 2026 erwirtschaftet, dann: Greift für das Jahr 2026 der genannte Basiszins von 3,20 % für die 10.000 € Invest im ETF. Wenn es ein Aktien-ETF ist (Aktienquote über 51%), dann greift die Teilfreistellung von 30%, was nicht mit einer Steuer belastet wird. Dann rechnen wir also 10.000 € mit 3,20 % Rendite = 320 € theoretischer Gewinn. Die 320 € werden mit einem in §18 Investmentsteuergesetz festgeschriebenen Faktor von 0,7 multipliziert. Die 320 € * 0,7 = 224 € fiktiver Gewinn. Dann musst du 224 € * 0,7 (Teilfreistellung) berechnen und erhältst 157 € zu versteuernden Gewinn. Die 157 € müssen dann also mit 25 % Kapitalertragssteuer und 5,5 % Soli versteuert werden, was etwas über 41 € Steuerlast bedeutet. Also ein sehr komplexes Verfahren und auch schwer zu berechnen, wenn man es genau machen möchte (gerade bei monatlicher Sparrate). Um auf unser Beispiel zurück zu kommen. Wenn du jetzt den ETF mit den 10.000 € und der 7% Rendite (also 10.700 €) nach der Vorabpauschale verkaufst, hast du 700€ Gewinn, wovon 224 € als Basisertrag schon versteuert wurden und du also noch 476 € zu versteuern hast. Hier das gleiche Spiel, 476 € * 0,7 (Teilfreistellung) * 0,26375 (Steuer) = ca. 88 € Steuern. Die bereits geleistete Vorabpauschale ist also eine Art Anzahlung. Im Endeffekt musst du dir entweder den Basisertrag oder die geleistete Steuer aufschreiben. Dann kannst du das später mit dem gesamten bestehenden Gewinn verrechnen und weißt, was dir abgezogen wird. Freibeträge jetzt mal komplett außen vor gelassen.
@Ewus Danke für deine lieben Worte. :-) Also grundsätzlich ist es für den normalen Investor sehr schwer, die zukünftige Vorabpauschale zu bestimmen, wenn du deinen ETF weiterhin Monat für Monat besparst. Im Endeffekt wird Anfang 2027 (für 2026) angenommen, dass dein ETF mindestens 3,2 % Rendite erwirtschaftet hat, was dann versteuert werden muss. Das tritt nicht ein, wenn die reale Rendite unter diesem Wert liegt. Dann erfolgt nur hierauf eine Vorabpauschale oder bei negativer Jahres-Rendite eben gar nicht. Wenn wir jetzt einfach mal pauschal davon ausgehen, dass du 10.000 € in einem ETF hast, welcher nicht monatlich bespart wird und z.B. 7% Rendite in 2026 erwirtschaftet, dann: Greift für das Jahr 2026 der genannte Basiszins von 3,20 % für die 10.000 € Invest im ETF. Wenn es ein Aktien-ETF ist (Aktienquote über 51%), dann greift die Teilfreistellung von 30%, was nicht mit einer Steuer belastet wird. Dann rechnen wir also 10.000 € mit 3,20 % Rendite = 320 € theoretischer Gewinn. Die 320 € werden mit einem in §18 Investmentsteuergesetz festgeschriebenen Faktor von 0,7 multipliziert. Die 320 € * 0,7 = 224 € fiktiver Gewinn. Dann musst du 224 € * 0,7 (Teilfreistellung) berechnen und erhältst 157 € zu versteuernden Gewinn. Die 157 € müssen dann also mit 25 % Kapitalertragssteuer und 5,5 % Soli versteuert werden, was etwas über 41 € Steuerlast bedeutet. Also ein sehr komplexes Verfahren und auch schwer zu berechnen, wenn man es genau machen möchte (gerade bei monatlicher Sparrate). Um auf unser Beispiel zurück zu kommen. Wenn du jetzt den ETF mit den 10.000 € und der 7% Rendite (also 10.700 €) nach der Vorabpauschale verkaufst, hast du 700€ Gewinn, wovon 224 € als Basisertrag schon versteuert wurden und du also noch 476 € zu versteuern hast. Hier das gleiche Spiel, 476 € * 0,7 (Teilfreistellung) * 0,26375 (Steuer) = ca. 88 € Steuern. Die bereits geleistete Vorabpauschale ist also eine Art Anzahlung. Im Endeffekt musst du dir entweder den Basisertrag oder die geleistete Steuer aufschreiben. Dann kannst du das später mit dem gesamten bestehenden Gewinn verrechnen und weißt, was dir abgezogen wird. Freibeträge jetzt mal komplett außen vor gelassen.
@Ewus Danke für deine lieben Worte. :-) Also grundsätzlich ist es für den normalen Investor sehr schwer, die zukünftige Vorabpauschale zu bestimmen, wenn du deinen ETF weiterhin Monat für Monat besparst. Im Endeffekt wird Anfang 2027 (für 2026) angenommen, dass dein ETF mindestens 3,2 % Rendite erwirtschaftet hat, was dann versteuert werden muss. Das tritt nicht ein, wenn die reale Rendite unter diesem Wert liegt. Dann erfolgt nur hierauf eine Vorabpauschale oder bei negativer Jahres-Rendite eben gar nicht. Wenn wir jetzt einfach mal pauschal davon ausgehen, dass du 10.000 € in einem ETF hast, welcher nicht monatlich bespart wird und z.B. 7% Rendite in 2026 erwirtschaftet, dann: Greift für das Jahr 2026 der genannte Basiszins von 3,20 % für die 10.000 € Invest im ETF. Wenn es ein Aktien-ETF ist (Aktienquote über 51%), dann greift die Teilfreistellung von 30%, was nicht mit einer Steuer belastet wird. Dann rechnen wir also 10.000 € mit 3,20 % Rendite = 320 € theoretischer Gewinn. Die 320 € werden mit einem in §18 Investmentsteuergesetz festgeschriebenen Faktor von 0,7 multipliziert. Die 320 € * 0,7 = 224 € fiktiver Gewinn. Dann musst du 224 € * 0,7 (Teilfreistellung) berechnen und erhältst 157 € zu versteuernden Gewinn. Die 157 € müssen dann also mit 25 % Kapitalertragssteuer und 5,5 % Soli versteuert werden, was etwas über 41 € Steuerlast bedeutet. Also ein sehr komplexes Verfahren und auch schwer zu berechnen, wenn man es genau machen möchte (gerade bei monatlicher Sparrate). Um auf unser Beispiel zurück zu kommen. Wenn du jetzt den ETF mit den 10.000 € und der 7% Rendite (also 10.700 €) nach der Vorabpauschale verkaufst, hast du 700€ Gewinn, wovon 224 € als Basisertrag schon versteuert wurden und du also noch 476 € zu versteuern hast. Hier das gleiche Spiel, 476 € * 0,7 (Teilfreistellung) * 0,26375 (Steuer) = ca. 88 € Steuern. Die bereits geleistete Vorabpauschale ist also eine Art Anzahlung. Im Endeffekt musst du dir entweder den Basisertrag oder die geleistete Steuer aufschreiben. Dann kannst du das später mit dem gesamten bestehenden Gewinn verrechnen und weißt, was dir abgezogen wird. Freibeträge jetzt mal komplett außen vor gelassen.
@DividendenHebel,ich schätze deine ausführlichen Ausführungen sehr. Vielen Dank dafür. 👍😊 Vielleicht hast du zur Vorabpauschale und die rückwärtige Verrechnung für uns auch eine Erklärung parat. Ich bin bei der Ing und kann nirgends die auflaufenden Vorabpauschalen sehen. Ich habe sie nur mitgeschrieben. Interessieren würde mich, wie sie rückwärts verrechnet werden, wenn ich einen Teil des Fonds verkaufen würde. Ich glaube aber, da muss man den Banken vertrauen, nachlesen kann man das glaube ich nicht. Grüße
Naja die Vorabpauschale richtet sich nach der gehaltenen Summe im ETF, der Wertentwicklung und dem Basiszins. Eine absolute Zahl macht also keinen Sinn, da überhaupt nicht vergleichbar. Der Basiszins richtet sich nach 15-Jährigen Anleihen,… also tendenziell steigend oder gleichbleibend und zukünftig vermutlich erstmal nicht fallend. Für 2026 beträgt dieser 3,20 % was also Anfang 2027 fällig wird. Dieses Jahr beträgt der Basiszins 2,53 % und das Jahr davor 2,29 %.
Naja die Vorabpauschale richtet sich nach der gehaltenen Summe im ETF, der Wertentwicklung und dem Basiszins. Eine absolute Zahl macht also keinen Sinn, da überhaupt nicht vergleichbar. Der Basiszins richtet sich nach 15-Jährigen Anleihen,… also tendenziell steigend oder gleichbleibend und zukünftig vermutlich erstmal nicht fallend. Für 2026 beträgt dieser 3,20 % was also Anfang 2027 fällig wird. Dieses Jahr beträgt der Basiszins 2,53 % und das Jahr davor 2,29 %.
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