Rheinmetall - Aktionäre und Investoren WKN: 703000 ISIN: DE0007030009 Kürzel: RNMBF Forum: Aktien User: Ruuudi
Ich möchte aber mal eure Aufmerksamkeit auf folgende Punkte richten: 1. Rahmenverträge sind letztlich nichts anderes als Festpreis-Verträge ohne Abnahmeverpflichtung. Häufig wird nicht einmal eine Mindestabnahme vereinbart. Bisher waren die Kapazitäten ohnehin ausgelastet, so dass ein Wechsel zwar theoretisch möglich, praktisch aber nicht umsetzbar war. 2. Das Bundeskartellamt spricht mittlerweile schon von Rheinmetall als "einer Spinne im Netz" und mahnt mehr Wettbewerb an. 3. Die Mitbewerber erhöhen auch ihre jeweiligen Kapazitäten und Start-Ups drängen in diversen Bereichen auf den Markt. 4. Die Politik und auch die Öffentlichkeit scheinen wesentlich kritischer ggü. der "whatever it takes" Haltung von Merz zu sein. Wie seht ihr die Rahmenverträge unter diesen Gesichtspunkten? Müsste sich in den Modalitäten dort nicht etwas verändern, gerade hinsichtlich fester Mindestabnahme? Ich sehe momentan die Problematik, dass die in den RV genannten Mrd. unter den o.a. Gesichtspunkten kritischer bewertet werden könnten. Das ist doch die eigentliche Zäsur aus dem F-126 Debakel. Man kann sich nicht mehr darauf verlassen, dass Rahmenverträge auch abgerufen werden, die Politik schwenkt eiskalt und rücksichtslos auf den Mitbewerber um, sollte der billiger sein, oder auch ein vermeintlich besseres Produkt anbieten.
Ich vermute, dass die bestehenden Verträge ganz normal weiterlaufen werden, aber die Industrie bei neuen Verträgen nun neue Bedingungen bzw. einen Risikoaufschlag mit einkalkuliert. Gehen wir mal vom mildesten Fall aus und sagen, dass Herr Pistorius wirklich nichts damit zu tun hat und andere Gründe vorliegen, die uns bzw. der Öffentlichkeit nicht bekannt sind oder bekannt werden dürfen. Am Ende des Tages, egal wer schuld ist, muss sich die Industrie trotzdem nun gegen so etwas absichern. Es kann und darf nicht sein, dass Unternehmen zum Spielball der Politik werden!
Da stimme ich dir zu, irgendwas stinkt hier gewaltig. Trotzdem finde ich, die Politik und auch Herr Pistorius machen es sich hier zu einfach mit ihrer offiziellen Begründung. Alle Fakten, auf die sie nun die Begründung aufbauen, sind schon seit Monaten bekannt und waren kein Hindernis. Also was ist passiert bzw. kam als Argument in den letzten zwei Tagen dazu, das so schwerwiegend ist, dass man gefühlt so eine "Spontanentscheidung" trifft? Das muss ja so schwerwiegend sein, dass Herr Pistorius ja sogar seine Reputation aufs Spiel setzt.
Guten Morgen, ja der Artikel ist recht aufschlussreich. Danke @Yezebel666. Danach wurden die betroffenen Unternehmen incl. Ihrer Führung von der Kehrtwende ( das war es wohl) völlig aus dem Nichts getroffen. Ich glaube aber nicht, dass Pistorius diese Entscheidung ganz alleine getroffen hat. Er hat m.E. unter großem Druck gestanden und das jetzt so aufgelöst. Ich bin kein großer Freund von Verschwörungstheorien, aber das hier stinkt gewaltig ! Da wird etwas im Hintergrund gelaufen sein, was nicht durchscheinen sollte. Möglicherweise auch auf höherer Ebene - national, vermutlich eher international. Meine gestrige Anmerkung möchte ich noch mal aufgreifen: „ … nach intensiver Prüfung bestätigt, … den Kernauftrag der Deutschen Marine … zu erfüllen …“ https://www.bmvg.de/de/presse/projekt-fregatte-f126-wird-beendet-6115980 Die F126 wäre in der Lage gewesen, auch außerhalb ihres „Kerngebiets“ der Ostsee und über ihre „Kernaufgaben“ hinaus Aufgaben der Nato im Nordatlantiik, ja, sogar Aufgaben weltweit zu erfüllen. Das könnte Anderen ein großer Dorn im Auge gewesen sein. Daneben gibt es auch handfeste wirtschaftliche Interessen von US Unternehmen und Schiffsausstattern, die nun Berücksichtigung finden. Dazu noch ein weiterer Gedankenanstoß. In 14 Tagen findet in Ankara den jährliche NATO Tagung statt. Den Mitgliedern ist an einer harmonischen Stimmung mit dem größten NATO Mitglied gelegen: Nato-Generalsekretär Rutte überschwänglich im Weißen Haus empfangen https://www.n-tv.de/politik/Nato-Generalsekretaer-Rutte-ueberschwaenglich-im-Weissen-Haus-empfangen-id31009566.html Ich hoffe sehr, dass die Hintergründe in nicht allzu ferner Zukunft transparenter werden und noch mehr, dass involvierten Personen keine nachhaltige Beschädigung erlitten haben, die an der weiteren Ausführung ihrer „ Kernaufgaben“ hindert. Und das schließt Boris Pistorius ausdrücklich ein.
Ich möchte aber mal eure Aufmerksamkeit auf folgende Punkte richten: 1. Rahmenverträge sind letztlich nichts anderes als Festpreis-Verträge ohne Abnahmeverpflichtung. Häufig wird nicht einmal eine Mindestabnahme vereinbart. Bisher waren die Kapazitäten ohnehin ausgelastet, so dass ein Wechsel zwar theoretisch möglich, praktisch aber nicht umsetzbar war. 2. Das Bundeskartellamt spricht mittlerweile schon von Rheinmetall als "einer Spinne im Netz" und mahnt mehr Wettbewerb an. 3. Die Mitbewerber erhöhen auch ihre jeweiligen Kapazitäten und Start-Ups drängen in diversen Bereichen auf den Markt. 4. Die Politik und auch die Öffentlichkeit scheinen wesentlich kritischer ggü. der "whatever it takes" Haltung von Merz zu sein. Wie seht ihr die Rahmenverträge unter diesen Gesichtspunkten? Müsste sich in den Modalitäten dort nicht etwas verändern, gerade hinsichtlich fester Mindestabnahme? Ich sehe momentan die Problematik, dass die in den RV genannten Mrd. unter den o.a. Gesichtspunkten kritischer bewertet werden könnten. Das ist doch die eigentliche Zäsur aus dem F-126 Debakel. Man kann sich nicht mehr darauf verlassen, dass Rahmenverträge auch abgerufen werden, die Politik schwenkt eiskalt und rücksichtslos auf den Mitbewerber um, sollte der billiger sein, oder auch ein vermeintlich besseres Produkt anbieten.
Sehr guter Artikel! Danke dir für die Recherche. Interessant, also standen alle Zeichen letzte Woche und eigentlich auch diese Woche (gemäß dem Artikel sollte heute ja ein Treffen sein) auf Grün für die F126 ... Es ist rational einfach nicht nachvollziehbar. Man verhandelt über Monate und innerhalb von zwei Tagen trifft man eine Entscheidung, die komplett in die andere Richtung geht. Man öffnet die Büchse der Pandora und begeht damit so einen Vertrauensbruch. Das hätte ich nicht von Herrn Pistorius erwartet und bin ehrlich gesagt auch etwas enttäuscht von ihm.
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