ROCK TECH LITHIUM WKN: A1XF0V ISIN: CA77273P2017 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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12:58:04 Uhr, Lang & Schwarz
Kommentare 61.947
Orbiter1
Orbiter1, 31.07.2022 20:40 Uhr
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Natürlich gibt es da einen Unterschied bei den Transportkosten und ich denke auch nicht dass Australien die erste Wahl ist sondern Nordamerika. Wir sollten aber nicht außer Acht lassen , dass wir eventuell gar nicht mehr genug Lithiumhydroxid aus China bekommen werden. Ich halte das angesichts des zu erwartenden Mangels sogar für sehr realistisch. Die werden in Asien jede Tonne selbst brauchen. Dummerweise sind die Chinesen aktuell mit bis zu 70% Marktanteil im gesamten Lithiummarkt vertreten. Der Westen hat lange lange geschlafen. Allein unser Bedarf in Deutschland, und damit ist nur der deutsche Markt und nicht die Exporte gemeint, benötigt ja theoretisch 2030 schon ca. die Hälfte der heute erwarteten weltweiten Lithiumproduktion. Ich sage theoretisch weil es ja meistens anders kommt als man Jahre vorher erwartet. Hier wird mit Recht spekuliert und dafür ist so ein Forum ja auch da. Unser Problem ist aber, dass wir im Prinzip nur die Spitze des Eisberges kennen. Deswegen mache ich mir keine Sorgen um diese Dinge,immer Schritt für Schritt weitergehen.

Man sollte sich da nichts vormachen. Die Abhängigkeit von China ist im Umfeld Batterie riesig. Da sind die von dir genannten 70% bei Lithium noch ziemlich harmlos. Bei anderen Produkten sieht das noch erheblich dramatischer aus. https://www.bilder-hochladen.net/files/big/m0rw-9a-f0d2.jpg Und wenn ich sehe wie sich die chinesischen Firmen bei den Batterie-Rohstoffen weltweit positionieren (eigene Projekte, Unternehmensbeteiligungen, Firmenübernahmen), bleibt das auch noch sehr, sehr lange so.
E
Edeka, 31.07.2022 17:02 Uhr
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Danke Trader1909
Trader1909
Trader1909, 31.07.2022 16:37 Uhr
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Hat jemand eine Ahnung, wieviel kg Lithium aus 1 Tonne Spodumen gewonnen werden kann.ist das Abfallmaterial Sondermüll, oder kann man es ohne weiteres in der Natur einbauen?

Dazu gibt es bei Rock Tech eine Zusammenarbeit unter anderem mit Knauf und Papenburg Deutschen Lithiuminstitut. . Der Grossteil des Materials sollte weiterverarbeitet werden können.
Trader1909
Trader1909, 31.07.2022 16:34 Uhr
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Natürlich gibt es da einen Unterschied bei den Transportkosten und ich denke auch nicht dass Australien die erste Wahl ist sondern Nordamerika. Wir sollten aber nicht außer Acht lassen , dass wir eventuell gar nicht mehr genug Lithiumhydroxid aus China bekommen werden. Ich halte das angesichts des zu erwartenden Mangels sogar für sehr realistisch. Die werden in Asien jede Tonne selbst brauchen. Dummerweise sind die Chinesen aktuell mit bis zu 70% Marktanteil im gesamten Lithiummarkt vertreten. Der Westen hat lange lange geschlafen. Allein unser Bedarf in Deutschland, und damit ist nur der deutsche Markt und nicht die Exporte gemeint, benötigt ja theoretisch 2030 schon ca. die Hälfte der heute erwarteten weltweiten Lithiumproduktion. Ich sage theoretisch weil es ja meistens anders kommt als man Jahre vorher erwartet. Hier wird mit Recht spekuliert und dafür ist so ein Forum ja auch da. Unser Problem ist aber, dass wir im Prinzip nur die Spitze des Eisberges kennen. Deswegen mache ich mir keine Sorgen um diese Dinge,immer Schritt für Schritt weitergehen.
E
Edeka, 31.07.2022 16:28 Uhr
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Hat jemand eine Ahnung, wieviel kg Lithium aus 1 Tonne Spodumen gewonnen werden kann.ist das Abfallmaterial Sondermüll, oder kann man es ohne weiteres in der Natur einbauen?
Orbiter1
Orbiter1, 31.07.2022 15:51 Uhr
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Und die Autohersteller/Batteriehersteller bekommen das Lithiumhydroxid Transportkostenbereinigt vor die Haustür gestellt 😂😂😂 ?? Die Kosten bleiben , egal an welcher Stelle des Prozesses man kauft. Fakt ist doch, das Lithiumhydroxid muss erzeugt werden und solange Autos in Europa produziert und verkauft werden muss es hierher. Konverter gibt es hier aber noch keinen! Anders ausgedrückt, wenn es hier Batterifabriken geben soll sind Konverter unabdingbar. Und wenn dann in nicht allzu ferner Zeit in den USA keine Förderung mehr für EVs , die chinesisches Material enthalten, gezahlt wird, muss sich die deutsche Autoindustrie etwas überlegen. Das ist ein kompletter Gamechanger Wir steuern massiv auf eine Trennung der Wirtschaftszonen zu, die USA arbeiten klar daran unabhängiger von China zu werden. Und jeder weiss wie schnell es mit China zu ernsthaften Problemen kommen kann. Die Frage ist nicht ob sondern wann. By the way, es gibt durchaus Minen die bis Ende 2024 in Produktion gehen und auch für Rock Tech aus Nordamerika liefern können, z.B. James Bay . Sichere Quelle (Allkem) . Nur mal so als ein Beispiel!

Du meinst 100.000 t Spodumenkonzentrat von Perth nach Hamburg verursachen die gleichen Transportkosten wie 100.000 t Spodumenkonzentrat von Perth nach Shanghai und anschließend 10.000 t Lithiumhydroxid von Shanghai nach Hamburg? Das wage ich zu bezweifeln. Da dürfte die zweite Variante deutlich günstigere Transportkosten verursachen. Batteriefabriken in Europa benötigen doch nicht zwangsläufig Converter in Europa. Schon gar nicht wenn der Vorschlag der EU-Kommission bleibt, dass Lithiumhydroxid und weitere Lithiumprodukte als hochtoxisch eingestuft werden. Und wenn dann auch noch die USA unabhängiger von China werden wollen und deren Automobilhersteller wg der EV-Förderung heimische Rohstoffe (+ Staaten mit denen die USA Freihandel betreibt wie z. B. Kanada) bevorzugt, dürfte das für RTL ja noch schwieriger werden Spodumenkonzentrat aus dieser Region zu bekommen. Gleichzeitig erhöht sich für China der Druck dann statt den USA eher Europa mit ihren Lithiumprodukten zu beliefern. Vielen Dank für den Hinweis auf Allkem. Deren James Bay Projekt hatte ich nicht auf dem Radar.
G
Gast-762602000, 31.07.2022 15:46 Uhr
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Wie viel Tonnen Lithiumhydroxid plant Rock Tech Lithium denn pro Jahr zu gewinnen?
G
Gast-754445000, 31.07.2022 15:13 Uhr
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Wir haben in Deutschland mit VW , Mercedes , Audi, Porsche und Opel 5 große Fahrzeug Hersteller . Die Zeit sich unabhängig zu machen war nie besser !
Trader1909
Trader1909, 31.07.2022 14:39 Uhr
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Und die Autohersteller/Batteriehersteller bekommen das Lithiumhydroxid Transportkostenbereinigt vor die Haustür gestellt 😂😂😂 ?? Die Kosten bleiben , egal an welcher Stelle des Prozesses man kauft. Fakt ist doch, das Lithiumhydroxid muss erzeugt werden und solange Autos in Europa produziert und verkauft werden muss es hierher. Konverter gibt es hier aber noch keinen! Anders ausgedrückt, wenn es hier Batterifabriken geben soll sind Konverter unabdingbar. Und wenn dann in nicht allzu ferner Zeit in den USA keine Förderung mehr für EVs , die chinesisches Material enthalten, gezahlt wird, muss sich die deutsche Autoindustrie etwas überlegen. Das ist ein kompletter Gamechanger Wir steuern massiv auf eine Trennung der Wirtschaftszonen zu, die USA arbeiten klar daran unabhängiger von China zu werden. Und jeder weiss wie schnell es mit China zu ernsthaften Problemen kommen kann. Die Frage ist nicht ob sondern wann. By the way, es gibt durchaus Minen die bis Ende 2024 in Produktion gehen und auch für Rock Tech aus Nordamerika liefern können, z.B. James Bay . Sichere Quelle (Allkem) . Nur mal so als ein Beispiel!
Orbiter1
Orbiter1, 31.07.2022 10:55 Uhr
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Frage: Wie lösen all die europäischen Autobauer und auch Tesla das Transport-Problem, wenn sie künftig selber in die Batterieproduktion einsteigen wollen/müssen? Die brauchen doch auch die Rohstoffe.

Die Batteriefabriken sind selbstverständlich auch auf den Transport von Rohstoffen angewiesen. Bei Lithium kaufen die aber nicht große Mengen an Spodumenkonzentrat ein, sondern batteriefähiges Lithiumcarbonat oder Lithiumhydroxid, und damit nur einen Bruchteil der Menge.
Gregor12
Gregor12, 31.07.2022 10:11 Uhr
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@Gregor12 Ja, Zinnwald wäre zumindest von den Transportkosten aus betrachtet, eine äußerst attraktive Lösung. Allerdings sind noch einige Fragen offen. Lohnt sich dort überhaupt der Abbau? Die Lithiumkonzentration ist mit 0,76% ziemlich niedrig (in Kanada gibt es Minen mit mehr als der doppelten Lithiumkonzentration) und es gibt aktuell noch keine wirtschaftliche Bewertung. Im Operational Update vom Juni steht dazu "The Company will provide investors with greater clarity on revised project parameters in the form of a Preliminary Economic Assessment as soon as it can." Ist mir ein Rätsel wie die bis Ende nächsten Jahres zu einer bankable feasibility study kommen wollen, was als Ziel ausgegeben wurde. Außerdem will Zinnwald Lithium kein Spodumenkonzentrat liefern, sondern möchte "to become an important supplier of lithium hydroxide to Europe's fast-growing battery sector". Das Ziel ist dann wohl ein eigener Converter. Am Ende wird sicher auch der chinesische Großaktionär Ganfeng dabei mitreden, wo es lang geht.

Hier eine aktueller Bericht über lokale Rohstoffe. Weiter unten wird Zinnwald gut beschrieben. https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/lithium-gewinnung-suche-nach-rohstoffen-in-deutschland-18184320.html
H
Herberd, 31.07.2022 10:10 Uhr
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Frage: Wie lösen all die europäischen Autobauer und auch Tesla das Transport-Problem, wenn sie künftig selber in die Batterieproduktion einsteigen wollen/müssen? Die brauchen doch auch die Rohstoffe.
Orbiter1
Orbiter1, 31.07.2022 10:03 Uhr
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@GordonGekko3000 Naja, von Perth nach Shanghai sind es ca 8.000 km Seeweg. Und von Perth nach Hamburg etwa die dreifache Strecke. Mal sehen wie da eine ökologische und ökonomische Betrachtung ausfallen würde wenn man das Spodumenkonzentrat für Guben in Australien einkauft.
H
Herberd, 31.07.2022 10:02 Uhr
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Für mich steht fest: Ich sehe keine Probleme, sondern Fragen, die wohl demnächst beantwortet werden. Wer ist der Autobauer? Welche künftigen Partner liefern den Rohstoff? Wird eine Mine übernommen? - Niemand baut eine Industrieanlage, treibt das Projekt voran und steht kurz vor der Realisierung, ohne dass diese Dinge geklärt sind. Wir haben keinen Blick hinter die Kulissen. Ich bleibe entspannt, warte ab und lass mich überraschen… mir bleibt auch nichts anderes übrig, wie ich schon einmal geschrieben habe. Wird schon schiefgehen 😬
Orbiter1
Orbiter1, 31.07.2022 9:48 Uhr
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@Oldbiker Du hast dich ja offensichtlich mit dem Projekt im Detail befasst. Ich hab mir mal den Prospectus angesehen und bin etwas verwirrt. Ist denn überhaupt vorgesehen dass das Spodumenkonzentrat aus der Mine in Kanada nach Guben transportiert wird? Offenbar ist das nicht der Fall. Da steht unter "Recent Developments Georgia Lake Project Operations Overview The Company's Georgia Lake Project, located approximately 160 km northeast of Thunder Bay, Ontario, is a lithium development project that is expected to produce spodumene concentrate, an intermediate product that is ultimately convertible into battery-grade lithium hydroxide monohydrate ("BG-LHM"), The Company expects that such BG LHM will either be sold to third parties in North America or used to supply a North American Converter that the Company is considering developing in furtherance of its vertical integration strategy for the Georgia Lake Project." Und zu Guben steht im Prospectus: "The Company continues to progress the development of the Guben Converter, which is designed to process spodumene concentrate into BG-LHM for inclusion in the cathode of lithium-ion batteries. The Company initially expects to supply the Guben Converter with spodumene concentrate feedstock sourced via third-party off-take agreements. The Company's objective is to supply the fast-growing electric vehicle market in Europe with BG-LHM produced at the Guben Converter." Wenn das Spodumenkonzentrat aus der Georgia Lake Mine in Nordamerika bleibt und Guben vollständig aus anderen Quellen versorgt werden soll, verschärft sich die Frage woher das Spodumenkonzentrat kommt, wenn Guben in Produktion geht. Wie bereits geschrieben, mir ist da nur die Mine von Sigma Lithium in Brasilien bekannt, wobei die bereits ein erstes Offtake-Agreement mit LG Energy vereinbart haben. Ansonsten geht in Australien noch einiges in Produktion.
GordonGekko3000
GordonGekko3000, 31.07.2022 9:48 Uhr
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@Orbiter1: Das Lithium lassen so ziemlich alle um die halbe Welt schippern und das wird sich auch nicht ändern. Die Vorkommen in Europa sind lächerlich gering im Vergleich zu Südamerika, Australien usw. Das Spodumen bekommen sie aus der eigenen Mine, Transamine und von ThyssenKrupp. Ich gehe auch davon aus, dass sie sich sicher noch in die eine oder andere Mine einkaufen werden. Dazu kommt später noch Lithium usw. aus dem Batterienrecycling.
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