UNITEDHEALTH GROUP WKN: 869561 ISIN: US91324P1021 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

337,20 EUR
+3,53 % +11,50
12. Mai 2026, 23:00 Uhr, Lang & Schwarz
Knock-Outs auf Unitedhealth Group
Werbung
Mit Hebel
DZ Bank
Diese Werbung richtet sich nur an Personen mit Wohn-/Geschäftssitz in Deutschland. Der jeweilige Basisprospekt, etwaige Nachträge, die Endgültigen Bedingungen sowie das maßgebliche Basisinformationsblatt sind auf www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Kommentare 9.090
m
m4758406, 18.05.2025 6:11 Uhr
0

Guten Morgen Die Vergleiche zu Wirecard in Bezug auf die Insiderkäufe sind wirklich außerordentlich unseriös! Es geht bei den Vorwürfen gegen United nämlich NICHT um Bilanzfälschungen, daher sind die Insiderkäufe oder die möglichen Motive oder Auswirkungen dahinter vollkommen anders! Fakt ist, die Vorwürfe stehen seit einem Jahr im Raum! Fakt ist, das Unternehmen hat sofort Stellung bezogen und erwähnt keinerlei Kenntnis darüber zu haben, dass aktuell Ermittlungen stattfinden und auf die "Integrität" (Makellosigkeit) seines Medicare Advantage Programm bestanden! Zudem geht es bei den Vorwürfen/Ermittlungen nach meinem Kenntnisstand darum, dass United in Einzelfällen, Patienten kränker abgerechnet haben soll, als sie seien... Sofern sich das bestätigen lassen sollte, wäre wohl die Regierung be.schissen worden und nicht der einzelne Patient! Somit kann ich eine immer wieder erwähnte Welle von Schadensersatzansprüchen seitens der einzelnen Versicherer nicht nachvollziehen! Vielmehr geht es dann um einen möglichen Vergleich mit der Regierung. Diese sollte ein starkes Interesse daran haben, dass Unitedhealth als größte private Krankenversicherung der USA auch weiterhin das Land versorgt und versichert. Die Erfahrung hat gezeigt, sofern die Regierung nämlich Kohle sieht, geht anschließend alles so weiter wie voher! Sowohl in den USA, als auch auf der Rest der Welt 🤓. Das ist mein Kenntnisstand in Bezug auf die aktuellen Vorwürfe. Sofern ich etwas falsch interpretiert haben sollte oder falsche Infos vorliegen, würde ich mich über konstruktive Kritik freuen und wünsche allen einen schönen Sonntag! PS: Wenn es in der aktuellen Situation KEIN Risiko geben würde, dann gäbe es wohl auch keine Chance auf tüchtig Prozente 😅🤣

Mein Hinweis auf Wirecard bezog sich *ausschließlich* und sehr spezifisch auf die Beobachtung, dass **Insiderkäufe (auch von CEOs) und Aktienrückkaufprogramme per se keine Garantie für eine positive Kursentwicklung oder die Abwesenheit gravierender Probleme sind.** Bei Wirecard gab es diese Aktivitäten kurz vor dem Totalabsturz. Es ging mir *nicht* darum, UnitedHealth betrügerische Bilanzmanipulationen im Stile von Wirecard zu unterstellen – das wäre in der Tat unseriös und unzutreffend, da die Unternehmenssubstanz und -geschichte fundamental verschieden sind. Der Punkt war lediglich, die oft überzogene Euphorie zu dämpfen, die allein aus Insiderkäufen abgeleitet wird, und aufzuzeigen, dass die Motivationen für solche Käufe vielfältig sein können und nicht immer ein Indikator für eine bevorstehende Trendwende sind. Du hast Recht, dass die Vorwürfe gegen UnitedHealth (soweit bekannt) sich primär auf **Abrechnungspraktiken im Medicare Advantage-Bereich** konzentrieren – also darauf, ob Patienten systematisch als kränker dargestellt wurden, um höhere Erstattungen von der Regierung zu erhalten. Es ist auch richtig, dass dies primär die Regierung als Geschädigte erscheinen lässt. **Allerdings sind die potenziellen Auswirkungen und Risiken aus meiner Sicht dennoch sehr schwerwiegend und dürfen nicht unterschätzt werden, selbst wenn es nicht um direkte Bilanzfälschung geht:** 1. **Strafrechtliche Dimension:** Der WSJ-Bericht vom 14. Mai sprach explizit von einer *strafrechtlichen* Untersuchung des DOJ. Das ist eine neue Qualität. Strafrechtliche Verfahren können, auch ohne dass Patienten direkt geschädigt wurden, zu immensen Strafzahlungen, Auflagen und einem erheblichen Reputationsschaden führen. Es geht hier nicht nur um "einen möglichen Vergleich". ......
G
Gast-754922001, 18.05.2025 5:41 Uhr
1
Guten Morgen Die Vergleiche zu Wirecard in Bezug auf die Insiderkäufe sind wirklich außerordentlich unseriös! Es geht bei den Vorwürfen gegen United nämlich NICHT um Bilanzfälschungen, daher sind die Insiderkäufe oder die möglichen Motive oder Auswirkungen dahinter vollkommen anders! Fakt ist, die Vorwürfe stehen seit einem Jahr im Raum! Fakt ist, das Unternehmen hat sofort Stellung bezogen und erwähnt keinerlei Kenntnis darüber zu haben, dass aktuell Ermittlungen stattfinden und auf die "Integrität" (Makellosigkeit) seines Medicare Advantage Programm bestanden! Zudem geht es bei den Vorwürfen/Ermittlungen nach meinem Kenntnisstand darum, dass United in Einzelfällen, Patienten kränker abgerechnet haben soll, als sie seien... Sofern sich das bestätigen lassen sollte, wäre wohl die Regierung be.schissen worden und nicht der einzelne Patient! Somit kann ich eine immer wieder erwähnte Welle von Schadensersatzansprüchen seitens der einzelnen Versicherer nicht nachvollziehen! Vielmehr geht es dann um einen möglichen Vergleich mit der Regierung. Diese sollte ein starkes Interesse daran haben, dass Unitedhealth als größte private Krankenversicherung der USA auch weiterhin das Land versorgt und versichert. Die Erfahrung hat gezeigt, sofern die Regierung nämlich Kohle sieht, geht anschließend alles so weiter wie voher! Sowohl in den USA, als auch auf der Rest der Welt 🤓. Das ist mein Kenntnisstand in Bezug auf die aktuellen Vorwürfe. Sofern ich etwas falsch interpretiert haben sollte oder falsche Infos vorliegen, würde ich mich über konstruktive Kritik freuen und wünsche allen einen schönen Sonntag! PS: Wenn es in der aktuellen Situation KEIN Risiko geben würde, dann gäbe es wohl auch keine Chance auf tüchtig Prozente 😅🤣
S
Scandic, 18.05.2025 3:53 Uhr
1

Wer jetzt noch behauptet das United den Bach runter geht, der sollte besser mit Börse aufhören!

👍 korrekt!!!!
Chakotay
Chakotay, 18.05.2025 2:19 Uhr
0
Äh, neiin. Der Do war um ein vielfaches höher. Der Fr auch, obwohl es da gar keine News gab.
m
m4758406, 18.05.2025 0:17 Uhr
0

Könntest du deine KI mal bitte fragen, wie sie sich den Umstand erklärt, daß der Ceowechsel und Prognoserücknahme ja schon am Dienstag erfolgte und diese Ängste ja dann an diesem Tag schon eingepreist wurden und ob das hohe Volumen an dem Tag als der WSJ Bericht kam mit einer alten Meldung unter diesen Umständen nicht etwas hysterisch erscheinen? Oder anders gefragt: Warum gab es nicht am Dienstag schon den Volumenmäßig krassen Abverkauf

**Gemini 2.5 Pro ** -> ** Der Dienstag war bereits ein Tag mit einem sehr starken, volumenreichen Abverkauf. Die Ereignisse vom Mittwoch waren keine reine "Verlagerung", sondern eine zusätzliche negative Schockwelle, die auf einen bereits stark verunsicherten Markt traf und diesen weiter nach unten drückte, weil die Nachricht über eine strafrechtliche DOJ-Untersuchung eine neue, bedrohlichere Dimension zu den bereits bekannten Problemen hinzufügte. Es ist also eher eine Kaskade von negativen Ereignissen als eine reine Verschiebung der Reaktion.
Chakotay
Chakotay, 17.05.2025 23:45 Uhr
0
Und sie soll sich bitte kurz fassen
Chakotay
Chakotay, 17.05.2025 23:44 Uhr
0

........ ** 5. **Der Chef ist plötzlich weg und keiner weiß, wie es weitergeht (CEO-Wechsel & Prognoseaussetzung):** * **Was ist passiert?** Mitten in diesen ganzen Problemen hat der Chef von UnitedHealth hingeworfen. Und das Unternehmen sagt jetzt: "Wir wissen gerade selbst nicht genau, wie viel Geld wir dieses Jahr verdienen werden." * **Warum ist das so extrem schlimm?** Das ist wie ein Kapitän, der mitten im Sturm von Bord geht und die Mannschaft nicht weiß, wie schlimm der Sturm wirklich wird. Es zeigt, dass die Probleme sehr ernst sind und das Management selbst unsicher ist. Das ist für Investoren fast das Schlimmste, was passieren kann, weil man nicht planen kann. * **Schädigt das schon das Geschäft?** Es schädigt vor allem das Vertrauen. Und wenn Investoren und Kunden das Vertrauen verlieren, ist das sehr, sehr schlecht für jedes Geschäft. **Lässt es sich noch reparieren? Und wie wahrscheinlich ist das?** Das ist die Millionen-Euro-Frage! * **Lässt es sich reparieren?** Ja, grundsätzlich schon. UnitedHealth ist ein riesiges Unternehmen mit vielen klugen Köpfen und viel Geld. Sie können versuchen: * Besser mit den Ärzten zu verhandeln, um Kosten zu senken. * Die neuen Regeln (V28) besser zu verstehen und umzusetzen. * Den neuen, kranken Patienten bei Optum Health intensiver zu helfen, damit sie gesünder werden und langfristig weniger Kosten verursachen (das braucht aber Zeit). * Sich auf mögliche neue Medikamentenpreis-Regeln vorzubereiten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. * Der neue/alte Chef, Stephen Hemsley, kennt das Unternehmen sehr gut und könnte es schaffen, wieder Ruhe und eine klare Richtung reinzubringen. * **Wahrscheinlichkeiten (meine ganz persönliche Einschätzung in %):** * **Vollständige und schnelle Erholung (innerhalb von 1-2 Jahren zurück zu alter Stärke und Profitabilität): 20%** Das wäre ein Best-Case-Szenario. Es würde erfordern, dass Hemsley Wunder wirkt, die Kostenprobleme schnell lösbar sind und die politischen Risiken sich nicht voll materialisieren. Ist möglich, aber angesichts der Prognoseaussetzung eher unwahrscheinlich. * **Langsame und schmerzhafte Stabilisierung mit dauerhaft etwas niedrigeren Margen (innerhalb von 2-4 Jahren): 50%** Das halte ich für das wahrscheinlichste Szenario. Das Unternehmen wird die Probleme angehen, aber es wird Zeit kosten und vielleicht nicht mehr ganz so profitabel sein wie früher in allen Bereichen. Das Kerngeschäft ist *angeschlagen*, aber nicht *zerstört*. Es wird Narben geben. * **Anhaltende Krise und signifikanter, langfristiger Schaden (Abstieg in die Mittelmäßigkeit oder schlimmer): 30%** Dieses Risiko ist durch die jüngsten Ereignisse deutlich gestiegen. Wenn die Kosten nicht in den Griff zu bekommen sind, die politischen Eingriffe massiv werden und das Management keine überzeugenden Lösungen findet, könnte UNH tatsächlich langfristig an Wert und Marktstellung verlieren. Eine Zerschlagung oder ein "Too big to fail"-Szenario ist zwar noch weit weg, aber die Richtung ist besorgniserregend. **Was ich denke:** Die Kombination aus operativen Problemen, die jetzt so massiv zu Tage treten, dass die Prognose ausgesetzt wird, gepaart mit einem CEO-Wechsel und externen politischen Drohungen, ist wirklich eine explosive Mischung. Das Sparschwein hat definitiv ein paar große Löcher bekommen. Ob man die schnell und dauerhaft stopfen kann, ist die große Frage. Die nächsten 1-2 Quartale werden extrem wichtig sein, um zu sehen, ob das neue Management erste Erfolge bei der Schadensbegrenzung zeigen kann. Bis dahin bleibt es ein Ritt auf der Rasierklinge.

Könntest du deine KI mal bitte fragen, wie sie sich den Umstand erklärt, daß der Ceowechsel und Prognoserücknahme ja schon am Dienstag erfolgte und diese Ängste ja dann an diesem Tag schon eingepreist wurden und ob das hohe Volumen an dem Tag als der WSJ Bericht kam mit einer alten Meldung unter diesen Umständen nicht etwas hysterisch erscheinen? Oder anders gefragt: Warum gab es nicht am Dienstag schon den Volumenmäßig krassen Abverkauf
D
Diversify, 17.05.2025 23:34 Uhr
0

Korrekt. Solange nichts konkretes da ist, würde ich weder verkaufen noch kaufen

Ich habe diese Woche schon gekauft, bereue es keinesfalls und möchte aufstocken. Allerdings warte ich die Nachrichtenlage bzgl UnitedHealth ab und überhaupt die Marktstimmung ab Montag. Mal schauen, wie sich Moody's Downgrade des US Credit Ratings stimmungsmäßig auf die Gesamtmärkte auswirkt. Das wird ja teuer für den US Haushalt, denn die Anleihezinsen werden höher gehen.
m
m4758406, 17.05.2025 23:27 Uhr
0
........ ** 5. **Der Chef ist plötzlich weg und keiner weiß, wie es weitergeht (CEO-Wechsel & Prognoseaussetzung):** * **Was ist passiert?** Mitten in diesen ganzen Problemen hat der Chef von UnitedHealth hingeworfen. Und das Unternehmen sagt jetzt: "Wir wissen gerade selbst nicht genau, wie viel Geld wir dieses Jahr verdienen werden." * **Warum ist das so extrem schlimm?** Das ist wie ein Kapitän, der mitten im Sturm von Bord geht und die Mannschaft nicht weiß, wie schlimm der Sturm wirklich wird. Es zeigt, dass die Probleme sehr ernst sind und das Management selbst unsicher ist. Das ist für Investoren fast das Schlimmste, was passieren kann, weil man nicht planen kann. * **Schädigt das schon das Geschäft?** Es schädigt vor allem das Vertrauen. Und wenn Investoren und Kunden das Vertrauen verlieren, ist das sehr, sehr schlecht für jedes Geschäft. **Lässt es sich noch reparieren? Und wie wahrscheinlich ist das?** Das ist die Millionen-Euro-Frage! * **Lässt es sich reparieren?** Ja, grundsätzlich schon. UnitedHealth ist ein riesiges Unternehmen mit vielen klugen Köpfen und viel Geld. Sie können versuchen: * Besser mit den Ärzten zu verhandeln, um Kosten zu senken. * Die neuen Regeln (V28) besser zu verstehen und umzusetzen. * Den neuen, kranken Patienten bei Optum Health intensiver zu helfen, damit sie gesünder werden und langfristig weniger Kosten verursachen (das braucht aber Zeit). * Sich auf mögliche neue Medikamentenpreis-Regeln vorzubereiten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. * Der neue/alte Chef, Stephen Hemsley, kennt das Unternehmen sehr gut und könnte es schaffen, wieder Ruhe und eine klare Richtung reinzubringen. * **Wahrscheinlichkeiten (meine ganz persönliche Einschätzung in %):** * **Vollständige und schnelle Erholung (innerhalb von 1-2 Jahren zurück zu alter Stärke und Profitabilität): 20%** Das wäre ein Best-Case-Szenario. Es würde erfordern, dass Hemsley Wunder wirkt, die Kostenprobleme schnell lösbar sind und die politischen Risiken sich nicht voll materialisieren. Ist möglich, aber angesichts der Prognoseaussetzung eher unwahrscheinlich. * **Langsame und schmerzhafte Stabilisierung mit dauerhaft etwas niedrigeren Margen (innerhalb von 2-4 Jahren): 50%** Das halte ich für das wahrscheinlichste Szenario. Das Unternehmen wird die Probleme angehen, aber es wird Zeit kosten und vielleicht nicht mehr ganz so profitabel sein wie früher in allen Bereichen. Das Kerngeschäft ist *angeschlagen*, aber nicht *zerstört*. Es wird Narben geben. * **Anhaltende Krise und signifikanter, langfristiger Schaden (Abstieg in die Mittelmäßigkeit oder schlimmer): 30%** Dieses Risiko ist durch die jüngsten Ereignisse deutlich gestiegen. Wenn die Kosten nicht in den Griff zu bekommen sind, die politischen Eingriffe massiv werden und das Management keine überzeugenden Lösungen findet, könnte UNH tatsächlich langfristig an Wert und Marktstellung verlieren. Eine Zerschlagung oder ein "Too big to fail"-Szenario ist zwar noch weit weg, aber die Richtung ist besorgniserregend. **Was ich denke:** Die Kombination aus operativen Problemen, die jetzt so massiv zu Tage treten, dass die Prognose ausgesetzt wird, gepaart mit einem CEO-Wechsel und externen politischen Drohungen, ist wirklich eine explosive Mischung. Das Sparschwein hat definitiv ein paar große Löcher bekommen. Ob man die schnell und dauerhaft stopfen kann, ist die große Frage. Die nächsten 1-2 Quartale werden extrem wichtig sein, um zu sehen, ob das neue Management erste Erfolge bei der Schadensbegrenzung zeigen kann. Bis dahin bleibt es ein Ritt auf der Rasierklinge.
m
m4758406, 17.05.2025 23:27 Uhr
0
**Gemini 2.5 Pro ** -> ** Stell dir vor, UnitedHealth Group ist wie ein riesiges Sparschwein für viele Menschen, besonders für ältere Leute, die bei "Medicare Advantage" versichert sind. Dieses Sparschwein hilft ihnen, ihre Arztrechnungen zu bezahlen. **Die großen Sorgen bei UnitedHealth – ganz einfach erklärt:** 1. **Das Sparschwein wird schneller leer als gedacht (Medicare Advantage Kosten):** * **Was ist passiert?** Plötzlich gehen viel mehr ältere Leute viel öfter zum Arzt oder brauchen teurere Behandlungen als UnitedHealth dachte. Stell dir vor, jeder im Sparschwein nimmt plötzlich doppelt so viel Geld raus wie geplant. * **Warum ist das schlimm?** Wenn mehr Geld rausgeht als reinkommt oder als man erwartet hat, wird das Sparschwein schnell leerer. UnitedHealth muss dann vielleicht die Preise für die Versicherung erhöhen oder weniger für andere Dinge ausgeben, um das auszugleichen. Das macht die Kunden unzufrieden und ist schlecht fürs Geschäft. * **Ist das Kerngeschäft schon kaputt?** Ein wichtiger Teil, nämlich das Geschäft mit den älteren Leuten, hat einen ordentlichen Knacks bekommen. Es ist noch nicht komplett kaputt, aber es blutet gerade stark. 2. **Neue Spielregeln machen es kompliziert (V28-Risikomodell):** * **Was ist passiert?** Die Biden-Regierung bzw. die unter ihr arbeitende Behörde CMS hat neue, komplizierte Regeln aufgestellt, wie UnitedHealth das Geld für die älteren Leute berechnen und bekommen soll. Diese Regeln sind strenger und UnitedHealth scheint große Schwierigkeiten zu haben, sich schnell genug darauf einzustellen. * **Warum ist das schlimm?** Wenn man die Regeln nicht gut versteht oder umsetzt, bekommt man vielleicht weniger Geld von der Regierung, als man eigentlich für die Kranken braucht. Das ist, als ob die Regeln fürs Füllen des Sparschweins plötzlich viel komplizierter werden und man weniger reinbekommt. * **Schädigt das schon das Geschäft?** Ja, das tut es, weil es direkt beeinflusst, wie viel Geld UnitedHealth für seine wichtigste Kundengruppe (die Senioren) zur Verfügung hat und wie profitabel dieses Geschäft ist. 3. **Die "Arztpraxis-Kette" hat Probleme (Optum Health):** * **Was ist passiert?** UnitedHealth hat eine eigene Kette von Arztpraxen und Gesundheitsdiensten namens Optum Health. Viele neue, besonders kranke oder komplizierte Patienten sind dorthin gewechselt, weil ihre alten Versicherungen vielleicht aufgehört haben. Diese neuen Patienten brauchen viel Betreuung, aber UnitedHealth bekommt im Moment vielleicht nicht genug Geld für sie, weil ihre Krankengeschichte anfangs nicht gut bekannt war. * **Warum ist das schlimm?** Wenn man viele neue, sehr pflegebedürftige Leute in seine Arztpraxen bekommt, aber nicht genug Geld dafür erhält, macht man Verluste. Das ist, als würdest du einen Laden aufmachen, viele neue Kunden kommen, die aber sehr viel brauchen und erstmal wenig bezahlen. * **Schädigt das schon das Geschäft?** Ja, dieser Teil von Optum Health, der sich um diese speziellen Patienten kümmert, hat im Moment definitiv Probleme, profitabel zu sein. 4. **Der neue Präsident könnte alles durcheinanderwirbeln (Politische Risiken/PBM):** * **Was ist passiert?** Donald Trump hat angekündigt, dass er die Preise für Medikamente stark senken will. Ein großer Teil von UnitedHealth (Optum Rx) verdient Geld damit, Medikamentenpreise für Versicherungen zu verhandeln. Wenn die Preise stark fallen oder anders geregelt werden, könnte dieses Geschäft viel weniger profitabel werden. * **Warum ist das schlimm?** Das ist, als würde ein wichtiger Geldbringer für das Sparschwein plötzlich viel weniger Geld einbringen. Das würde das ganze Unternehmen treffen. * **Schädigt das schon das Geschäft?** Noch nicht direkt, aber die *Angst* davor ist schon da und macht Investoren nervös. Wenn es so kommt, wäre das ein schwerer Schlag.
B
Baronwufet, 17.05.2025 23:19 Uhr
0

Ich gebe dir indessen Recht: Es ist Vorsicht geboten, solange wir nicht wissen, welche konkreten Vorwürfe in welchem Umfange gegen das Unternehmen oder einzelne Führungskräfte erhoben werden. Noch ist es lediglich ein Verdachtsfall, welcher geprüft wird. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass deren externe Wirtschaftsprüfer keinen allzu großen Bock geschossen haben. Und es sich auch intern keinesfalls um kriminelle Machenschaften handelt, sondern schlichtweg vielleicht um Schlampereien. Welche in jedem Konzern vorkommen. Nur nicht immer aufgedeckt werden.

Korrekt. Solange nichts konkretes da ist, würde ich weder verkaufen noch kaufen
D
Diversify, 17.05.2025 23:12 Uhr
0

Der Punkt meines Wirecard-Vergleichs – und das ist entscheidend für das Verständnis – bezog sich nicht darauf, UnitedHealth betrügerische Absichten oder eine Existenz als "Luftnummer" zu unterstellen. Das wäre in der Tat ein unpassender und irreführender Vergleich. Mein Fokus lag ausschließlich auf der spezifischen Argumentation im Forum, dass Insiderkäufe, insbesondere von CEOs, als "bombensicherer" Beweis für eine bevorstehende Kurserholung oder die Abwesenheit gravierender Probleme gewertet werden. Genau diese Annahme wollte ich mit dem Wirecard-Beispiel (und anderen genannten Fällen wie Enron oder diversen Banken in der Finanzkrise) widerlegen. Es ging darum aufzuzeigen, dass selbst in extrem kritischen Situationen, bis hin zum betrügerischen Totalverlust, Insiderkäufe stattfinden können und somit per se kein Entwarnungssignal oder gar ein Garant für zukünftige Gewinne sind. Die Motivationen für Insiderkäufe sind vielfältig und nicht immer rein renditeorientiert, wie wir bereits diskutiert haben (Signalwirkung, Vertrauensbildung, Prestigedenken etc.).

Ja, so habe ich es eigentlich auch verstanden und ich danke auch für deine Ausführungen und mit realen Beispielen untermauerte Erläuterungen. Und gebe dir Recht: Als Garant für einen dauerhaft wieder steigenden Kurs eignen sich die Insider Transaktionen bei UnitedHealth nicht. Sie könnten niemals als Substitut für ein funktionierendes Geschäftsmodell unter einer kompetenten Führungsmannschaft gelten. Als 🍬 Bonbon betrachte ich sie dennoch. Wichtiger für mich: Der alte und neue CEO hätte es nicht nötig gehabt, zurückzukehren, um hier 'die Kuh vom Eis' zu holen. Das ist 💪 stark und ich vertraue auf ihn. Niemand kennt den Laden so gut wie er und bringt soviel Kompetenz mit. Und sicher einen großen und bewährten Besen 😅
m
m4758406, 17.05.2025 23:07 Uhr
0
Der Einwand von Lucia17 ist nachvollziehbar und wichtig, da er eine entscheidende Differenzierung vornimmt. Es ist korrekt, dass UnitedHealth Group fundamental ein ganz anderes Kaliber ist als Wirecard es jemals war. Lucia17 hat also vollkommen Recht mit der Charakterisierung von UNH als substanzstarkem Unternehmen. Dennoch, und hier kommt unsere umfangreiche Datenbasis ins Spiel, sehen wir bei UnitedHealth aktuell eine *Kombination* von Faktoren, die trotz der fundamentalen Stärke des Unternehmens extreme Vorsicht gebieten und die optimistische Sichtweise, die sich rein auf Insiderkäufe stützt, konterkarieren: 1. **Historisch beispiellose Kostensteigerungen im MA-Segment:** Die Q1 2025 Ergebnisse haben gezeigt, dass die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen im Medicare Advantage Bereich doppelt so hoch war wie erwartet. Dies ist kein kleines Problem, sondern betrifft das Kerngeschäft. Zwar gab es auch in der Vergangenheit Schwankungen, aber die aktuelle Dimension, gekoppelt mit den V28-Anpassungen, scheint außergewöhnlich. 2. **Aussetzung der Gesamtjahresprognose 2025 & CEO-Wechsel (13. Mai 2025):** Dies sind die schwerwiegendsten Alarmsignale. Wenn ein Unternehmen dieser Größenordnung und mit dieser Marktexpertise die Prognose komplett aussetzt, signalisiert das eine massive Unsicherheit und fehlende Visibilität seitens des Managements selbst. Der gleichzeitige, unerwartete CEO-Wechsel in dieser Krisenphase (Andrew Witty tritt zurück, Stephen Hemsley kehrt zurück) verstärkt diesen Eindruck massiv. Dies ist kein normales operatives "Rauschen". 3. **V28-Risikomodell-Anpassung:** Die Umstellung ist komplex und die Auswirkungen, insbesondere auf die Erstattung für komplexere Patientenprofile bei Optum Health, scheinen problematischer zu sein als ursprünglich vom Management kommuniziert. Andrew Wittys frühere optimistische Aussagen stehen im krassen Gegensatz zur aktuellen Situation. 4. **Optum Health Herausforderungen:** Die Integration neuer, komplexer Mitglieder, die von Plänen kamen, die Märkte verlassen haben, und deren scheinbar unzureichende vorherige Betreuung führen zu unerwartet niedrigen Erstattungen. Dies ist ein operatives Problem, das Zeit und Ressourcen zur Behebung benötigt. 5. **Politische und regulatorische Risiken:** Die Androhung massiver PBM-Reformen durch die Trump-Administration ist ein Damoklesschwert über einem wichtigen Ertragspfeiler von Optum Rx. Auch wenn UNH kein "Betrugsfall" wie Wirecard ist, sind die laufenden DOJ-Ermittlungen wegen Medicare-Abrechnungspraktiken und die FTC-Klage gegen PBMs ernstzunehmende regulatorische Gegenwinde, die finanzielle und reputationelle Folgen haben können. 6. **Cyberangriff-Folgen:** Die direkten und indirekten Kosten sowie die Störungen durch den Change Healthcare-Angriff sind noch nicht vollständig ausgestanden und könnten sich länger hinziehen als gedacht. Zusammenfassend: Ja, UNH ist kein Wirecard. Aber die aktuelle Situation ist dennoch von außergewöhnlicher Unsicherheit und realen, tiefgreifenden operativen und externen Herausforderungen geprägt. Die ausgesetzte Prognose und der CEO-Wechsel sind extrem starke Indikatoren dafür, dass die Probleme ernster sind, als es vielleicht vor einigen Monaten noch den Anschein hatte. Ein Insiderkauf, auch in Millionenhöhe, kann diese fundamentalen Unsicherheiten und Risiken nicht einfach negieren. Er mag ein Zeichen der Hoffnung oder des strategischen Kalküls des Insiders sein, aber für externe Investoren müssen die harten Fakten und die fehlende Management-Guidance im Vordergrund stehen. Der Markt hat bereits mit einem massiven Kurseinbruch auf die Gewinnwarnung und die Prognoseaussetzung reagiert – das ist kein Zufall.
m
m4758406, 17.05.2025 22:57 Uhr
1

Zunächst einmal herzlichen Dank für deine große Mühe. Du bist sehr sachlich und konstruktiv auf gleich mehrere der hier von einigen von uns genannten Argumente eingegangen. Den Vergleich mit Wirecard kann ich nicht nachvollziehen. UnitedHealth existiert seit fast 50 Jahren, ist eines der etabliertesten und umsatzstärksten Unternehmen in den USA mit nach wie vor hervorragenden Finanzkennziffern inkl. soliden Margen und einer mehr als ausreichenden Kapitaldecke. Fester Bestandteil des dortigen privatwirtschaftlichen Gesundheitssystems. Weiterhin im Wachstum begriffen. Wirecard wiederum war von vornherein eine systematisch aufgebaute Luftnummer und niemals ein Unternehmen mit wahrer Substanz. 1,9 Milliarden angeblich auf Treuhandkonten verbuchte Euro waren nicht mehr auffindbar. Die Bilanzen sollen gefälscht und kreditgebende Banken um 3,1 Milliarden Euro geprellt worden sein. Ganz offensichtlich gab es niemals unabhängige externe Finanzkontrollmechanismen und -überprüfungen bis zum Platzen der Blase.

Der Punkt meines Wirecard-Vergleichs – und das ist entscheidend für das Verständnis – bezog sich nicht darauf, UnitedHealth betrügerische Absichten oder eine Existenz als "Luftnummer" zu unterstellen. Das wäre in der Tat ein unpassender und irreführender Vergleich. Mein Fokus lag ausschließlich auf der spezifischen Argumentation im Forum, dass Insiderkäufe, insbesondere von CEOs, als "bombensicherer" Beweis für eine bevorstehende Kurserholung oder die Abwesenheit gravierender Probleme gewertet werden. Genau diese Annahme wollte ich mit dem Wirecard-Beispiel (und anderen genannten Fällen wie Enron oder diversen Banken in der Finanzkrise) widerlegen. Es ging darum aufzuzeigen, dass selbst in extrem kritischen Situationen, bis hin zum betrügerischen Totalverlust, Insiderkäufe stattfinden können und somit per se kein Entwarnungssignal oder gar ein Garant für zukünftige Gewinne sind. Die Motivationen für Insiderkäufe sind vielfältig und nicht immer rein renditeorientiert, wie wir bereits diskutiert haben (Signalwirkung, Vertrauensbildung, Prestigedenken etc.).
A
Alwinius566, 17.05.2025 22:55 Uhr
0
United Health
D
Diversify, 17.05.2025 22:54 Uhr
0
Zusammen hier im Forum können wir alle verfügbaren Neuigkeiten jeweils hochaktuell zusammentragen und auswerten bzw kontrovers diskutieren.
Meistdiskutiert
Thema
1 DAX Hauptdiskussion -0,96 %
2 ATLASSIAN -2,81 %
3 Volatus Aerospace (Offener Austausch) +3,11 %
4 Palantir ohne Schnickschnack -0,31 %
5 MICROSTRATEGY Hauptdiskussion -5,88 %
6 VONOVIA Hauptdiskussion +0,50 %
7 Maxeon Solar Technologies Pte. Hauptdiskussion +26,28 %
8 TESLA MOTORS Hauptdiskussion -2,94 %
9 Ondas Holdings -4,57 %
10 Everspin +17,90 %
Alle Diskussionen
Aktien
Thema
1 Volatus Aerospace (Offener Austausch) +3,11 %
2 ATLASSIAN -2,81 %
3 Palantir ohne Schnickschnack -0,31 %
4 MICROSTRATEGY Hauptdiskussion -5,88 %
5 VONOVIA Hauptdiskussion +0,50 %
6 Maxeon Solar Technologies Pte. Hauptdiskussion +26,28 %
7 TESLA MOTORS Hauptdiskussion -2,94 %
8 Ondas Holdings -4,57 %
9 Everspin +17,90 %
10 RHEINMETALL Hauptdiskussion -1,40 %
Alle Diskussionen