Vanguard FTSE All-World ETF $ Cap WKN: A2PKXG ISIN: IE00BK5BQT80 Forum: Fonds Thema: Hauptdiskussion

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8. August 2026, 12:59 Uhr, Lang & Schwarz
Kommentare 118
Lossi
Lossi, 2:39 Uhr
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Hallo SMar, sorry ich habe deine Antwort überlesen. Vielen Dank dafür! Ich werde es so durchziehen. Mittlerweile hadere ich jedoch mit der thesaurierenden Variante und tendiere zum Ausschütter. Hauptgrund ist die Vorabpauschale. Wenn man diese nicht aus Eigenmitteln zuschießen möchte muss man Anteile verkaufen und somit schwindet der Steuervorteil des Wiederanlageeffekts zum Großteil. Sicher ist das im Gesamtkonstrukt eher Geschmackssache da beide Varianten am Ende des Tages gleich performen. Aber da ja eh Entnahmen angedacht sind kann ich mir die Thematik Vorabsteuer (fast) komplett ersparen. Ja ich weiß dass man manchmal trotz Ausschütter in guten Jahren dennoch einen um die Ausschüttungen verminderten Betrag die Vorabpauschale bezahlen muss.
S
SMar, 23. Jul 14:31 Uhr
1

Hallo SMar, vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Das Entnahmeparadoxon muss man erst mal verinnerlichen, dass das funktioniert und sich die Anteile "nur" dem Nullbestand annähern aber nie erreichen. Als Dividendeninvestor ist die Dividende neben dem Kurs ein wichtiger Teil der Rendite. Bei dem thesaurierenden ETF hat man als Anleger dann nur den Kurs. Und bei Wiederanlage von Erträgen halt auch eine steigende Stückzahl. Alles Gewohnheit und ich danke dir dass du bestätigt hast, dass in der Praxis das Entnahmepradoxon was ja keines ist funktioniert ;) Zum Verständnis: Der Grund für die Anlage in meinem Beispiel ist eine erwartete Abfindung. Hier kann ich mir gut eine Verrentung ohne Kapitalverzehr vorstellen. Was noch fehlt ist die Sicherheitskomponente gegen Börseneinbrüche. Hier ist es sinnvoll auf einfachste Art einfach ein dreifaches der jährliche Entnahme auf Tagesgeldkonten, Festgelder, Sparbriefe vorzuhalten. Bricht die Börse ein hat man als mögliches Muster in Jahr 1 = -30%, Jahr 2 = -15% und irgendwann setzt die Erholung ein. Damit man in diesen Jahren nicht überproportional Anteile verkaufen muss hilft der Sicherheitsanker Tagesgeld. Man kann somit drei Jahre fallende Kurse überbrücken. Im genannten Beispiel wären dann nur 44 t€ im ETF und 6 t€ auf Tagesgeldkonto. Die Minderrendite aufs Tagesgeld zahlt sich mehr als aus für die Sicherheit und muss nach Erholung wieder Entnommen werden. Für dieses Vorhaben sollte der eine ETF reichen. FTSE All World da weniger US-Anteil gegenüber MSCI World. Man könnte noch einen zweiten ETF ex USA aufnehmen aber gemäß der KISS-Regel verzichte ich auf diese Komplexität. Ich gehe konservativ von 5-6% Rendite jährlich aus und plane 3-4% der Rendite zu entnehmen. Falls das Geld benötigt wird ist es dann noch da. Eine nette Idee auf die ich gestoßen bin ist, dass man die Auszahlung ab Jahr 2 um die Inflationsrate erhöhen kann ohne, dass der ETF aufgezehrt wird. Soll funktionieren wenn man die Entnahme nicht ausreizt. Z.B. im Startjahr definierte Entnahme von 4%. 2% Inflation i.l.d. Jahres wären dann in Jahr 2 = 4,08% (4 x 1,02) Entnahme auf den Ausgangsbetrag. Wie ist hierzu deine Meinung?

Ich halte den Ansatz insgesamt für durchdacht. Ein paar Punkte würde ich aber etwas differenzieren: 1. Das "Entnahmeparadoxon" stimmt grundsätzlich. Wenn die durchschnittliche Rendite langfristig über deiner Entnahmerate liegt, verkaufst du mit der Zeit tatsächlich immer weniger Anteile für den gleichen Geldbetrag. Es gibt aber keine Garantie – entscheidend ist die tatsächliche Rendite und vor allem die Reihenfolge der Börsenjahre (Sequence-of-Returns-Risiko). 2. Drei Jahre Liquiditätsreserve finde ich sinnvoll. Ein Puffer aus Tagesgeld oder Festgeld kann verhindern, dass du nach einem starken Börsencrash Anteile zu ungünstigen Kursen verkaufen musst. Drei Jahresausgaben sind ein häufig genannter und vernünftiger Wert, sofern dich die geringere Gesamtrendite nicht stört. 3. Ein FTSE All-World reicht völlig aus. Für eine Entnahmestrategie brauchst du keine komplizierte ETF-Kombination. Der FTSE All-World ist weltweit breit gestreut. Der etwas geringere USA-Anteil gegenüber dem MSCI World ist Geschmackssache, aber beide sind solide Lösungen. 4. 5–6 % Rendite und 3–4 % Entnahme Das ist eine vorsichtige Annahme. Historisch lagen globale Aktien langfristig häufig höher, aber für die Planung ist es sinnvoll, konservativ zu rechnen. Eine Entnahmerate von etwa 3–3,5 % gilt allgemein als robuster als 4 %, insbesondere bei langen Anlagezeiträumen. 5. Entnahme jährlich an die Inflation anpassen Das ist ein bewährtes Konzept. Die klassische 4-%-Regel sieht genau das vor: Im ersten Jahr wird ein fester Prozentsatz des Anfangsvermögens entnommen, danach wird dieser Eurobetrag jährlich um die Inflation erhöht. Allerdings gibt es einen wichtigen Haken: Wenn nach Rentenbeginn mehrere schlechte Börsenjahre auftreten, kann eine starre Inflationsanpassung das Depot stärker belasten. Viele Finanzplaner empfehlen deshalb eine flexible Entnahmestrategie: In guten Börsenjahren: Entnahme um die Inflation erhöhen oder sogar etwas mehr. In schwachen Börsenjahren: Inflationserhöhung aussetzen oder die Entnahme leicht reduzieren und stattdessen den Tagesgeldpuffer nutzen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Vermögen sehr lange reicht. Mein Fazit: Mit einem einzigen FTSE All-World, einer Liquiditätsreserve von drei Jahresausgaben und einer flexiblen Entnahmeregel hast du eine sehr einfache und gleichzeitig robuste Strategie. Für viele Privatanleger ist das einfacher und oft erfolgreicher als ein komplexes Depot mit vielen ETFs oder Einzelaktien.
Lossi
Lossi, 17. Jul 23:11 Uhr
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Hallo SMar, vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Das Entnahmeparadoxon muss man erst mal verinnerlichen, dass das funktioniert und sich die Anteile "nur" dem Nullbestand annähern aber nie erreichen. Als Dividendeninvestor ist die Dividende neben dem Kurs ein wichtiger Teil der Rendite. Bei dem thesaurierenden ETF hat man als Anleger dann nur den Kurs. Und bei Wiederanlage von Erträgen halt auch eine steigende Stückzahl. Alles Gewohnheit und ich danke dir dass du bestätigt hast, dass in der Praxis das Entnahmepradoxon was ja keines ist funktioniert ;) Zum Verständnis: Der Grund für die Anlage in meinem Beispiel ist eine erwartete Abfindung. Hier kann ich mir gut eine Verrentung ohne Kapitalverzehr vorstellen. Was noch fehlt ist die Sicherheitskomponente gegen Börseneinbrüche. Hier ist es sinnvoll auf einfachste Art einfach ein dreifaches der jährliche Entnahme auf Tagesgeldkonten, Festgelder, Sparbriefe vorzuhalten. Bricht die Börse ein hat man als mögliches Muster in Jahr 1 = -30%, Jahr 2 = -15% und irgendwann setzt die Erholung ein. Damit man in diesen Jahren nicht überproportional Anteile verkaufen muss hilft der Sicherheitsanker Tagesgeld. Man kann somit drei Jahre fallende Kurse überbrücken. Im genannten Beispiel wären dann nur 44 t€ im ETF und 6 t€ auf Tagesgeldkonto. Die Minderrendite aufs Tagesgeld zahlt sich mehr als aus für die Sicherheit und muss nach Erholung wieder Entnommen werden. Für dieses Vorhaben sollte der eine ETF reichen. FTSE All World da weniger US-Anteil gegenüber MSCI World. Man könnte noch einen zweiten ETF ex USA aufnehmen aber gemäß der KISS-Regel verzichte ich auf diese Komplexität. Ich gehe konservativ von 5-6% Rendite jährlich aus und plane 3-4% der Rendite zu entnehmen. Falls das Geld benötigt wird ist es dann noch da. Eine nette Idee auf die ich gestoßen bin ist, dass man die Auszahlung ab Jahr 2 um die Inflationsrate erhöhen kann ohne, dass der ETF aufgezehrt wird. Soll funktionieren wenn man die Entnahme nicht ausreizt. Z.B. im Startjahr definierte Entnahme von 4%. 2% Inflation i.l.d. Jahres wären dann in Jahr 2 = 4,08% (4 x 1,02) Entnahme auf den Ausgangsbetrag. Wie ist hierzu deine Meinung?
S
SMar, 16. Jul 9:33 Uhr
1

Hallo Forum, Ich bin eher Fan von der ausschüttenden Variante aber überlege eine Position hier aufzubauen. Könnt ihr mir folgendes bestätigen: 1. Durch das Thesaurieren erhöht sich in diesem ETF ausschließlich der Anteilswert und es erfolgt keine Zubuchung von Anteilen 2. Kann jemand das Paradixon bestätigen. Annahme 50.000 Einmalanlage, Erträge jährlich 2.500, Entnahme 2.000. Somit verbleiben, Steuer komplett unberücksichtigt, 500 Eur jährlich zusätzlich im ETF . Der Wertanteil steigt aber ein Verkauf von Anteilen ist nötig für die jährliche Entnahme. Das Paradoxon ist, dass man durch Wertsteigerung der Anteile immer weniger Anteile verkaufen muss um den jährlichen Ertrag zu realisieren und man nie alle Anteile irgendwann verkauft hat. Richtig?

Ja, beides ist im Grundsatz richtig. Zu 1. Bei einem thesaurierenden ETF werden die Erträge (Dividenden, Zinsen usw.) nicht ausgeschüttet, sondern im Fondsvermögen wieder angelegt. Die Anzahl deiner Anteile bleibt unverändert. Der Wert pro Anteil (NAV) steigt entsprechend stärker, als er es bei einer Ausschüttung tun würde. Es werden dir normalerweise keine zusätzlichen ETF-Anteile eingebucht. Zu 2. Dein Gedankengang ist grundsätzlich korrekt. Beispiel: Startkapital: 50.000 € Jährlicher Ertrag: 2.500 € (5 %) Jährliche Entnahme: 2.000 € Netto verbleiben jedes Jahr 500 € zusätzlich im Fonds. Dann wächst das Fondsvermögen langfristig: Jahr Vermögen Jahresanfang Ertrag Entnahme Vermögen Jahresende 1 50.000 € 2.500 € 2.000 € 50.500 € 2 50.500 € 2.525 € 2.000 € 51.025 € 3 51.025 € 2.551 € 2.000 € 51.576 € Da der Depotwert steigt, steigt bei gleichbleibender Anzahl von Anteilen auch der Wert je Anteil. Wenn du jedes Jahr 2.000 € entnehmen möchtest, musst du zwar Anteile verkaufen, aber: der Preis pro Anteil wird mit der Zeit höher, deshalb benötigst du für dieselben 2.000 € immer weniger Anteile. Zum "Paradoxon" Das ist tatsächlich kein Paradoxon, sondern ein bekannter Effekt. Wenn die Rendite dauerhaft höher ist als die Entnahme, dann: sinkt die Anzahl deiner Anteile durch die Verkäufe, gleichzeitig steigt der Wert der verbleibenden Anteile, und das Gesamtvermögen kann trotzdem weiter wachsen. Extrembeispiel: ETF-Rendite: 5 % Entnahme: 4 % Dann wächst das Vermögen langfristig um etwa 1 % pro Jahr. Die Stückzahl nimmt zwar ab, aber immer langsamer, weil der Preis je Anteil steigt. Mathematisch kann es passieren, dass die Stückzahl sich der Null nur annähert, sie aber praktisch nie erreicht. Wichtiger Punkt: Entscheidend ist nicht die Anzahl der Anteile, sondern der Gesamtwert des Depots. Ob du am Ende 100 Anteile zu 1.000 € oder 1 Anteil zu 100.000 € besitzt, macht wirtschaftlich keinen Unterschied. In deinem Beispiel (5 % Ertrag, 4 % Entnahme bezogen auf das Startkapital) würdest du sogar dauerhaft Vermögen aufbauen, sodass du tatsächlich immer weniger Anteile verkaufen müsstest, um die 2.000 € zu entnehmen.
Lossi
Lossi, 14. Jul 0:15 Uhr
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Hallo Forum, Ich bin eher Fan von der ausschüttenden Variante aber überlege eine Position hier aufzubauen. Könnt ihr mir folgendes bestätigen: 1. Durch das Thesaurieren erhöht sich in diesem ETF ausschließlich der Anteilswert und es erfolgt keine Zubuchung von Anteilen 2. Kann jemand das Paradixon bestätigen. Annahme 50.000 Einmalanlage, Erträge jährlich 2.500, Entnahme 2.000. Somit verbleiben, Steuer komplett unberücksichtigt, 500 Eur jährlich zusätzlich im ETF . Der Wertanteil steigt aber ein Verkauf von Anteilen ist nötig für die jährliche Entnahme. Das Paradoxon ist, dass man durch Wertsteigerung der Anteile immer weniger Anteile verkaufen muss um den jährlichen Ertrag zu realisieren und man nie alle Anteile irgendwann verkauft hat. Richtig?
SKYNET101
SKYNET101, 09.02.2026 12:55 Uhr
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Wäre der „Amundi Prime All Country world (ACC) ISIN: IE0003XJA0J9“ eine bessere Wahl?
Heinr
Heinr, 04.02.2026 22:26 Uhr
0
IE00BHZRQZ17
T
Trent, 26.11.2025 13:55 Uhr
0

Post wurde gelöscht.

1,5 Jahre sind sehr kurz. Aber warum nicht ETF monatlich besparen, um sich dann Aktien Skills nach und nach aufzubauen. Gezielt wenige Einzelaktien.
stefang1972
stefang1972, 02.10.2025 20:03 Uhr
1
https://extraetf.com/de/news/etf-news/gebuehrensenkung-bei-aktien-etfs-von-vanguard-was-das-fuer-dich-bedeutet
F
Fugazi, 13.04.2025 15:31 Uhr
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@Eiskristall, keine Ursache 👍
Eiskristall
Eiskristall, 04.04.2025 22:28 Uhr
1

@EISKRISTALL Das Rebalancing des Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Accumulating (ISIN: IE00B3RBWM25) erfolgt in der Regel vierteljährlich. Genauer gesagt: • Der ETF bildet den FTSE All-World Index ab. • Dieser zugrunde liegende Index wird vierteljährlich überprüft und angepasst, typischerweise im März, Juni, September und Dezember. • Das Rebalancing wird normalerweise zum Monatsende dieser Quartale durchgeführt. Das bedeutet: Vanguard passt die Zusammensetzung des ETFs basierend auf den Änderungen im FTSE All-World Index an – z. B. wenn neue Unternehmen aufgenommen oder entfernt werden oder Gewichtungen sich ändern.

Ich danke dir vielmals für diese sehr informative Antwort 👍
F
Fugazi, 04.04.2025 22:22 Uhr
3
@EISKRISTALL Das Rebalancing des Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Accumulating (ISIN: IE00B3RBWM25) erfolgt in der Regel vierteljährlich. Genauer gesagt: • Der ETF bildet den FTSE All-World Index ab. • Dieser zugrunde liegende Index wird vierteljährlich überprüft und angepasst, typischerweise im März, Juni, September und Dezember. • Das Rebalancing wird normalerweise zum Monatsende dieser Quartale durchgeführt. Das bedeutet: Vanguard passt die Zusammensetzung des ETFs basierend auf den Änderungen im FTSE All-World Index an – z. B. wenn neue Unternehmen aufgenommen oder entfernt werden oder Gewichtungen sich ändern.
Eiskristall
Eiskristall, 03.04.2025 23:47 Uhr
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Wenn dieser Etf ein Rebalancing hat, wann erfolgt dieser? Jährlich, halbjährlich oder monatlich?
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