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Alphabet unter Druck

Social-Media-Verbot für Teens in Großbritannien 22.01.2026, 17:24 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Social-Media-Verbot
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Politisches Signal aus London: Verbot für unter 16-Jährige rückt näher

Ein Votum mit Signalwirkung: Mit 261 zu 150 Stimmen hat das britische Oberhaus am Mittwoch für ein weitreichendes Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren gestimmt. Der Änderungsantrag zum „Children’s Wellbeing and Schools Bill“ verpflichtet Plattformbetreiber, innerhalb von zwölf Monaten nach Inkrafttreten wirksame Altersverifikationssysteme zu etablieren.

Unterstützt wurde das Vorhaben auch prominent – unter anderem von Schauspieler Hugh Grant, der sich bereits in der Vergangenheit kritisch gegenüber der Macht großer Tech-Plattformen geäußert hatte. Die britische Labour-Regierung unter Premierminister Keir Starmer steht nun unter Zugzwang. Zwar lehnt sie den Vorstoß nicht mehr grundsätzlich ab, will aber vor einer Entscheidung eine dreimonatige Konsultationsphase abwarten.

Sollte das Unterhaus zustimmen, müssten Plattformen wie YouTube, TikTok und Instagram künftig deutlich restriktiver mit jugendlichen Nutzern umgehen – mit potenziell weitreichenden Folgen für Reichweite, Datenverarbeitung und Werbemodelle.

YouTube warnt selbst: KI-Inhalte werden zum Risiko

Zeitgleich zur politischen Debatte meldete sich YouTube-CEO Neal Mohan mit einer eindringlichen Warnung. In seinem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbrief erklärte er die Bekämpfung von KI-generierten Inhalten und Deepfakes zur obersten Plattform-Priorität im Jahr 2026.

Die Zahl minderwertiger KI-Videos – intern als „AI Slop“ bezeichnet – sei explodiert. Allein im Dezember nutzten täglich mehr als eine Million Kanäle die KI-Tools von YouTube zur automatisierten Inhaltserstellung. Mohan kündigte umfassende Maßnahmen an: stärkere Kennzeichnungspflichten, schärfere Filter gegen Spam und gezielte Maßnahmen gegen Clickbait.

Besonders problematisch: Die Trennlinie zwischen authentischem und künstlich erzeugtem Content wird zunehmend unscharf. Für Werbetreibende, Nutzer und Regulierungsbehörden stellt sich damit die Frage nach Transparenz und Vertrauen – und für die Google-Mutter Alphabet eine nach zunehmender Reputations- und Regulierungsgefahr.

Australien macht Ernst – Millionen Konten bereits gesperrt

Einen ersten Ausblick auf die potenziellen Auswirkungen strenger Jugendschutzgesetze liefert Australien. Dort ist seit Dezember ein vergleichbares Gesetz in Kraft. Die Folgen sind drastisch: Laut Regierungsangaben wurden bereits mehr als 4,7 Millionen Accounts von Minderjährigen deaktiviert, gelöscht oder mit Einschränkungen versehen.

Für Europa wäre ein ähnlicher Alleingang kaum durchsetzbar – der europäische Binnenmarkt erfordert harmonisierte Lösungen. Dennoch steigt der Druck auch hier: Datenschutz, Jugendschutz und Plattformregulierung stehen politisch weit oben auf der Agenda.

Für Alphabet, die Muttergesellschaft von YouTube, bedeutet das eine verschärfte Risiko-Lage: Eingriffe in die Nutzerbasis, neue Auflagen für Content-Prüfung und mögliche Bußgelder könnten mittelfristig Einfluss auf Reichweite und Geschäftsmodell nehmen – gerade wenn parallele gesetzliche Regelungen in mehreren Märkten entstehen. Die Debatte rund um jugendliche Nutzer, KI-Inhalte und Plattformverantwortung wird damit zunehmend auch zu einem wirtschaftlich relevanten Faktor für Tech-Investoren.

Bn-Redaktion/aw
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