Bayer

Prognose für 2025 unter Vorjahresniveau 05.03.2025, 18:27 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Bayer Logo
© Symbolbild von Bayer AG
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Bayer 37,84 EUR -0,54 % Quotrix Düsseldorf

Rückläufige Gewinne setzen sich 2025 fort

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer sieht sich weiterhin mit sinkenden Erträgen konfrontiert. Wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen hervorgeht, erwartet das Unternehmen für 2025 ein bereinigtes EBITDA zwischen 9,3 und 9,8 Milliarden Euro. Damit liegt die Prognose unter dem Wert von 10,1 Milliarden Euro aus dem Vorjahr. Analysten hatten bereits mit diesem Rückgang gerechnet und ordnen ihre Schätzungen am unteren Ende dieser Spanne ein.

Schon 2024 musste Bayer einen deutlichen Gewinnrückgang um 13,5 Prozent hinnehmen. Neben der anhaltenden Schwäche in der Agrarsparte belasteten auch rückläufige Einnahmen des einstigen Kassenschlagers Xarelto das Geschäft. Der Umsatz sank um 2,2 Prozent auf 46,6 Milliarden Euro, wobei sich währungs- und portfoliobereinigte Erlöse immerhin leicht um 0,7 Prozent verbesserten. Für das kommende Jahr rechnet Bayer mit einem Umsatz zwischen 45 und 47 Milliarden Euro.

Milliardenverlust und harte Einschnitte

Unterm Strich bleibt Bayer weiter tief in den roten Zahlen. Wertberichtigungen im Agrargeschäft führten zu einem Konzernverlust von 2,55 Milliarden Euro – etwas weniger als die 2,94 Milliarden Euro im Vorjahr. Trotz dieser angespannten Finanzlage bleibt die Dividende mit elf Cent pro Aktie stabil, nachdem sie bereits 2023 massiv gekürzt wurde, um die Schuldenlast zu reduzieren.

Um die Kosten in den Griff zu bekommen, setzt Bayer auf drastische Sparmaßnahmen. Im Rahmen des neuen Organisationsmodells Dynamic Shared Ownership (DSO) wurden 7.000 Stellen gestrichen, vor allem im Management. Langfristig will das Unternehmen die Bürokratie abbauen und effizientere Strukturen schaffen. Bis 2026 plant Bayer dauerhafte Einsparungen von zwei Milliarden Euro – allein 2025 sollen weitere 800 Millionen Euro eingespart werden, nachdem bis Ende 2024 bereits 500 Millionen Euro realisiert wurden.

Die Probleme verschärften sich insbesondere zum Jahresende: Im vierten Quartal 2024 sank der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) um 22 Prozent auf 2,35 Milliarden Euro. Zwar hatten Analysten mit einem Rückgang gerechnet, allerdings nur auf 2,26 Milliarden Euro. Auch der Umsatz fiel um ein Prozent auf 11,73 Milliarden Euro, blieb jedoch währungsbereinigt stabil.

Wann kommt die Trendwende?

Die Aussichten für 2025 bleiben trüb. Die Probleme in der Agrarsparte bestehen weiter, und eine nachhaltige Erholung erwartet der Bayer-Vorstand frühestens ab 2026. Schon im November hatte das Unternehmen eine Gewinnwarnung für 2024 ausgegeben und Anleger auf weitere schwierige Zeiten eingestimmt.

Trotz der schwachen Geschäftszahlen zeigt sich die Bayer-Aktie überraschend robust. Sie hat sich im bisherigen Jahresverlauf um 20 Prozent erholt. Analysten sehen weiteres Potenzial – das durchschnittliche Kursziel liegt etwa 17 Prozent über dem aktuellen Niveau. Ob Bayer die Wende schafft, hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie erfolgreich der Konzern seine Kosten senkt und neue Wachstumsmärkte erschließt.

Bn-Redaktion/aw
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News

Gestern 14:18 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:12 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:04 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:33 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 12:47 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 12:13 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 9:28 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 9:24 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer