Bitcoin-Absturz

100 Mrd. Dollar vernichtet in wenigen Stunden 19.01.2026, 11:19 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Bitcoin
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Bitcoin-Crash unter 92.000 Dollar: Warum neue US-Zölle den Kryptomarkt erschüttern

Die Kryptomärkte erlebten zum Wochenbeginn einen scharfen Rücksetzer. Auslöser war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ab dem 1. Februar neue Importzölle von zunächst 10 % auf Waren aus acht europäischen Ländern zu erheben – mit einer möglichen Ausweitung auf 25 % bis Juni. Die Folge: Investoren zogen sich aus risikobehafteten Anlagen zurück und suchten verstärkt Zuflucht in klassischen Sicherheiten wie Gold und Silber, die auf Rekordstände kletterten.

Bitcoin rutschte in der Spitze um 3,6 % unter die Marke von 92.000 US-Dollar. Noch deutlicher fielen die Verluste bei anderen Kryptowährungen aus: Ether büßte 4,9 % ein, Solana sogar 8,6 %. Insgesamt schrumpfte der Marktwert aller digitalen Assets laut CoinGecko um rund 100 Milliarden US-Dollar.

ETF-Euphorie weicht Unsicherheit

Dabei hatte das Krypto-Jahr vielversprechend begonnen. Nachdem 2025 mit einem schwachen Schluss endete, zeigte sich Bitcoin zuletzt stark: Am 14. Januar kletterte der Kurs auf fast 98.000 US-Dollar, gestützt durch Zuflüsse in börsengehandelte US-Fonds. Laut Richard Galvin, Mitgründer des Hedgefonds DACM, war dies eine „Reaktion auf überverkaufte Niveaus durch steuerbedingte Verkäufe und Kapitulation gegen Jahresende“. Die neue Zollangst habe diesen Trend nun jäh unterbrochen – das sei weniger ein krypto-spezifisches Problem, sondern ein klares „Risk-Off-Signal“, so Galvin.

Innerhalb von 24 Stunden wurden laut CoinGlass rund 790 Millionen US-Dollar an Long-Positionen liquidiert. Sollte die Marke von 90.000 Dollar nicht halten, erwarten Trader weitere Abgaben – auch wenn institutionelles Interesse als potenzieller Boden gilt. Die einstige Euphorie im Sog von Trumps Rückkehr ins Weiße Haus weicht der Sorge: Ein lange erwarteter Gesetzesentwurf zu digitalen Vermögenswerten steckt im US-Senat fest.

Streit um Stablecoins verzögert Gesetz

Der Gesetzgebungsprozess wurde am Mittwoch unterbrochen, nachdem Coinbase seine Unterstützung für die aktuelle Fassung zurückgezogen hatte. Kritisiert werden vor allem geplante Einschränkungen bei der Verzinsung von Stablecoin-Beständen. Laut Dea Markova von Fireblocks droht damit, dass die USA 2026 eines der wenigen großen Kryptozentren ohne klares regulatorisches Rahmenwerk bleiben könnten.

Stablecoins gelten als Rückgrat des digitalen Finanzsystems – deren Nutzung boomt seit der US-Gesetzgebung im Juli. Nun befürchten Branchenvertreter, dass ausgerechnet Unsicherheit über renditestarke Angebote den Fortschritt hemmt. „Stablecoin-Belohnungen sitzen an der Schnittstelle von Zahlungsverkehr, Sparverhalten und Marktdynamik“, so Ari Redbord von TRM Labs.

Während sich traditionelle Banken über potenziellen Kapitalabfluss sorgen, laufen sich US-Kryptofirmen warm: Einige haben bereits Banklizenzen beantragt, um eigene Stablecoins emittieren zu können. Das Gesetz („Genius Act“) erlaubt dies – verbietet jedoch die Zahlung von Zinsen.

Coinbase-CEO Brian Armstrong kündigte öffentlich den Rückzug der Unterstützung an. Prompt folgte Kritik von Senatorin Cynthia Lummis: Das Verhalten beweise, dass die Branche noch nicht bereit sei. Dennoch zeigt sich Marktkenner Michael Bucella optimistisch: „Ich bin überzeugt, dass dieses Gesetz noch unter dieser Regierung verabschiedet wird.“

Bn-Redaktion/ts
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