Netflix greift zu

83-Milliarden-Deal enthüllt! 18.01.2026, 13:40 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Netflix
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Symbolbild von Mathieu Improvisato auf Unsplash
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Netflix 63,23 EUR -0,68 % Lang & Schwarz

Von der Couch auf die Kinoleinwand

Netflix sorgt für Aufsehen. Der Streaming-Anbieter hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 83 Milliarden US-Dollar für das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner Brothers abgegeben. Doch statt das Kino weiter zu umgehen, rudert Co-CEO Ted Sarandos überraschend zurück: Das exklusive 45-Tage-Zeitfenster für Warner-Filme in den Kinos soll bestehen bleiben.

Damit vollzieht Netflix einen bemerkenswerten Kurswechsel. Noch bis vor Kurzem war das Unternehmen vor allem für seine konsequente Fokussierung auf digitales Wachstum bekannt. Die große Leinwand spielte in der Strategie kaum eine Rolle. Selbst bei der Bekanntgabe der Übernahmepläne ließ Sarandos durchblicken, dass eine Verkürzung der Kinoexklusivität möglich sei. Jetzt die überraschende Wende – ausgelöst durch einen neuen Blick auf die Geschäftszahlen von Warner Bros.

Sarandos: „Wir wollen gewinnen – auch im Kino“

Gegenüber der New York Times erklärte Sarandos: „Wir wollen gewinnen.“ Und zwar nicht nur im Streaming-Geschäft, sondern auch an den Kinokassen. Die Einsicht, dass das traditionelle Kinomodell deutlich profitabler ist als bislang angenommen, hat bei Netflix offenbar ein Umdenken bewirkt. Die Erträge aus Kinoveröffentlichungen – insbesondere am Startwochenende – scheinen für die zukünftige Strategie nun eine größere Rolle zu spielen.

Der Schritt kommt zur rechten Zeit. In den USA warnen Kinobetreiber seit Längerem vor den Folgen immer kürzerer Exklusivfenster. Warner-Filme gehören zu den wichtigsten Umsatztreibern für die Lichtspielhäuser. Netflix' Zusicherung, an den 45 Tagen festzuhalten, wirkt daher nicht nur beschwichtigend, sondern auch als strategischer Versuch, Vertrauen in einer skeptischen Branche aufzubauen.

Milliardenpoker um Warner Bros. – Paramount mischt mit

Doch der Deal ist noch nicht in trockenen Tüchern. Denn auch Paramount hat Interesse an Warner Bros. Discovery – und geht mit einem deutlich höheren Angebot in den Wettbewerb: 108,4 Milliarden US-Dollar für das gesamte Unternehmen. Im Gegensatz zu Netflix will Paramount nicht nur das Film- und Streaminggeschäft übernehmen, sondern auch die Fernsehsender wie CNN.

Obwohl das Warner-Management derzeit Netflix bevorzugt, geht Paramount in die Offensive: Der Rivale richtet sein Angebot nun direkt an die Aktionäre – ein unmissverständlicher Versuch, den Entscheidungsprozess zu umgehen und Druck auf die Unternehmensführung auszuüben.

Wie der Übernahmepoker ausgeht, bleibt offen. Klar ist nur: Netflix zeigt erstmals ernsthafte Ambitionen, im klassischen Filmgeschäft Fuß zu fassen – und will nicht mehr nur im Wohnzimmer, sondern auch an der Kinokasse gewinnen. Hollywood schaut genau hin.

Bn-Redaktion/aw
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,33
Hebel: 21,20
mit starkem Hebel
Ask: 1,44
Hebel: 4,48
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MR3YMS MR0LFS. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

12:25 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

11:39 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 17:26 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 17:19 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 17:15 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:23 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 12:59 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 12:33 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer