Bloom Energy unter Druck

Jefferies rät zum Verkauf – Aktie sackt zweistellig ab 31.03.2026, 10:21 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Symbolbild Bloom Energy
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Name Aktuell Diff. Börse
Bloom Energy (A) 300,00 EUR +4,35 % Tradegate

Paradoxe Lage: Rekordzahlen treffen auf Analysten-Rüge
Das Besondere an der aktuellen Situation ist die Diskrepanz zwischen den nackten Geschäftszahlen und der Stimmung an der Börse. Fundamental lieferte Bloom Energy zuletzt nämlich ab: Ein Umsatzplus von fast 36 % auf über 777 Millionen US-Dollar im letzten Quartal 2025 übertraf die Erwartungen der Experten deutlich. Auch der Gewinn pro Aktie lag mit 0,45 US-Dollar weit über den Prognosen. Mit einem gewaltigen Auftragsbestand von 20 Milliarden US-Dollar im Rücken steuert das Unternehmen eigentlich auf ein profitables Jahr 2026 zu.

Dennoch blickt Jefferies skeptisch in die Zukunft und senkte das Kursziel auf 97 US-Dollar. Die Experten befürchten offenbar, dass die hohen Erwartungen des Marktes nach der rasanten Rallye der letzten Monate – auf Jahressicht steht immer noch ein Plus von über 470 % zu Buche – kurzfristig kaum noch zu übertreffen sind. Die stark auseinandergehenden Kursziele der Analysten, die von 98 bis 179 US-Dollar reichen, verdeutlichen die tiefe Verunsicherung über die künftige Bewertung.

Insider-Verkäufe belasten das Vertrauen
Zusätzliches Öl ins Feuer gossen jüngste Transaktionen aus der Teppichetage. In den vergangenen drei Monaten trennten sich Insider von Aktien im Gesamtwert von rund 61 Millionen US-Dollar. Allein Firmengründer und CEO KR Sridhar veräußerte Papiere für etwa 34 Millionen US-Dollar. Solche Verkäufe durch das Top-Management werden von Anlegern häufig als Signal gewertet, dass die Führungsebene das aktuelle Preisniveau für vorerst ausgereizt hält.

Institutionelles Interesse bleibt zweigeteilt
Während Jefferies den Daumen senkt, gibt es auf der anderen Seite prominente Unterstützer. So hat die Investmentbank Goldman Sachs ihre Position bei Bloom Energy zuletzt um gut 50 % aufgestockt. Insgesamt befinden sich weiterhin rund 77 % der Aktien in den Händen großer institutioneller Investoren, was für ein grundsätzlich intaktes Vertrauen in die Technologie der Brennstoffzellen spricht. Auch die Verpflichtung von Simon Edwards als neuem Finanzchef ab Mitte April wird als strategischer Schritt gewertet, um die operative Disziplin weiter zu stärken.

Zusammenfassung
Bloom Energy erlebt derzeit eine schmerzhafte Korrektur nach einer extremen Wachstumsphase. Während die operativen Zahlen und der prall gefüllte Auftragsblock für eine Fortsetzung der Erfolgsstory sprechen, sorgen die Warnungen von Analysten und die Verkäufe durch Insider für einen massiven Dämpfer. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Unternehmen die ehrgeizigen Gewinnziele für 2026 erreichen kann, um die kritischen Stimmen am Markt wieder zu verstummen.

Bn-Redaktion/js
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