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BYD

Gewinnmitnahmen bremsen Börsenrally 21.03.2025, 13:42 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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© Symbolbild von BYD Europe B.V.
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BYD 10,12 EUR +0,41 % Lang & Schwarz

Elektro-Boom trifft auf Börsenrealität

Das Börsenjahr 2025 begann für den chinesischen E-Auto-Pionier BYD mit einem beeindruckenden Aufwärtstrend: Ein Kursplus von fast 40 Prozent ließ Investorenherzen höherschlagen. Auch operativ lief es glänzend – trotz eines rauen Marktumfelds konnte BYD immer neue Auslieferungsrekorde vermelden. Technologisch sorgte das Unternehmen jüngst für Aufsehen mit einem Durchbruch bei Lade- und Batterietechnik, der Ladevorgänge deutlich beschleunigt und damit eine zentrale Komfortlücke im Vergleich zu Verbrennern schließt.

Doch die Euphorie bekam am Freitag einen herben Dämpfer. In Hongkong rauschte die Aktie um über 8 Prozent in die Tiefe. Auch an europäischen Handelsplätzen zeigt sich ein düsteres Bild: Beim außerbörslichen Handelspartner Lang & Schwarz lag das Minus bei über 6 Prozent. Damit steht BYD vor einem der schwächsten Handelstage seit Monaten – und das trotz positiver Nachrichtenlage.

Gerüchte, Gewinnmitnahmen – oder mehr?

Der plötzliche Kursrutsch wirft Fragen auf, denn neue belastende Nachrichten sind bislang nicht bekannt. Zwar kursiert seit Donnerstag die Information, dass die EU eine Untersuchung wegen potenzieller Subventionsverstöße gegen chinesische Autobauer plane. Auch Berichte über eine Überprüfung von BYDs Expansionsplänen in Mexiko machten bereits Mitte der Woche die Runde – beides ist also keine Überraschung mehr.

Naheliegender erscheint daher eine klassische Börsenreaktion: Gewinnmitnahmen nach einer Rally. BYD ist damit nicht allein – auch Schwergewichte wie Xiaomi und Alibaba mussten zuletzt Kursverluste hinnehmen, nachdem es wochenlang nur nach oben ging. Solche Korrekturen sind in überhitzten Märkten keine Seltenheit.

Bewertung unter der Lupe: Ist BYD zu teuer geworden?

Ein weiterer Faktor könnte die ambitionierte Bewertung sein. Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 23 für das laufende Jahr ist BYD laut Analysten für einen zyklischen Autokonzern alles andere als günstig bewertet. Traditionell werden Autobauer wegen ihrer Konjunkturabhängigkeit mit eher konservativen Multiples gehandelt. Auch wenn BYD im Gegensatz zur Branche stark wächst, erscheint die Bewertung vielen Investoren womöglich als zu hoch – und lädt damit zu kurzfristigen Verkäufen ein.

Bn-Redaktion/aw
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