Chip-Schock durch Iran-Krieg

Wer jetzt zittern muss 23.03.2026, 21:00 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Chip-Schock durch Iran-Krieg: Wer jetzt zittern muss
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Globale Abhängigkeit wird zum Risiko
Die Chipindustrie ist weltweit stark vernetzt und hoch spezialisiert. Rohstoffe stammen häufig aus den Golfstaaten, während die USA beim Design dominieren und Taiwan sowie Südkorea die Produktion übernehmen. "Das ist weltweit so verzahnt, dass man nicht auf ein einzelnes Land verzichten kann", sagt Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst bei der Consorsbank. Diese Struktur macht das System anfällig für geopolitische Störungen.

Helium als kritischer Faktor
Ein zentrales Problem ist die Versorgung mit Helium, das bei der Kühlung in der Chipfertigung unverzichtbar ist. Ein Großteil des globalen Angebots kommt als Nebenprodukt aus der Erdgasförderung. Katar liefert rund 40 Prozent der weltweiten Produktion. Gleichzeitig gilt "Die Hälfte des Heliums stammt aus den USA, die brauchen es aber selbst." Damit fehlen kurzfristige Alternativen.

Blockierte Lieferwege verschärfen Lage
Die Situation spitzt sich durch die Sperrung der Straße von Hormus zu. Weniger Gas, Öl und damit auch weniger Helium erreichen den Weltmarkt. Katar hat seine Produktion bereits gedrosselt. Besonders kritisch ist das für Taiwan und Südkorea, wo mit TSMC und Samsung Electronics die wichtigsten Hersteller sitzen. "Rund 90 Prozent der modernen Chips werden in Taiwan produziert", erklärt Tanjeff Schadt von PwC.

Energie als zusätzlicher Engpass
Neben Rohstoffen wird auch Energie zum Problem. TSMC allein verbraucht etwa zehn Prozent des Stroms in Taiwan. "TSMC verbraucht zehn Prozent der Energie in Taiwan, ist der größte Energienutzer", so Stefan Kemper von BNP Paribas. Sollte Energie rationiert werden, könnte die Produktion deutlich sinken und die Preise steigen.

Drohendes Worst Case Szenario
Noch gravierender wäre ein Ausfall der Heliumversorgung. "Taiwan und Südkorea haben Helium-Vorräte für rund drei Monate. Danach müssen sie die Produktion einstellen, weil Helium bei der Kühlung der Maschinen nicht ersetzt werden kann", warnt Stanzl. Ein solcher Fall könnte die globale Chipversorgung massiv beeinträchtigen und weitreichende wirtschaftliche Folgen auslösen.

Bn-Redaktion/ar
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