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Rheinmetall unter 1.300 Euro

Jetzt wird es richtig gefährlich 08.05.2026, 13:39 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Männer in Anzügen vor Panzer
© Bild von Etkin Celep auf Pexels
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Rheinmetall 1.244,00 EUR -7,88 % Gettex

JPMorgan zieht die Reißleine

Die US-Bank JPMorgan hat ihre Kaufempfehlung für Rheinmetall gestrichen und das Kursziel drastisch von 2.130 auf 1.500 Euro gesenkt. Analyst David Perry stufte die Aktie von Overweight auf Neutral ab. Zwar bleibe das Umfeld für den deutschen Rüstungskonzern wegen steigender Verteidigungsausgaben attraktiv, kurzfristig sieht der Experte jedoch erhebliche Probleme. Besonders kritisch bewertet Perry die operative Entwicklung der vergangenen Monate. In vier der letzten sechs Monate habe Rheinmetall die Markterwartungen verfehlt. Deshalb senkte JPMorgan die eigenen Ergebnisschätzungen bis 2030 um bis zu 5 Prozent. Gleichzeitig wachse bei Investoren die Sorge, ob das bestehende Produktportfolio langfristig ausreichend Wachstumsimpulse liefern könne.

Technisches Bild kippt deutlich

An der Börse löste die Herabstufung einen neuen Ausverkauf aus. Die Aktie fiel zeitweise unter die Marke von 1.300 Euro und markierte damit den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr. Ein zuvor gestarteter Erholungsversuch scheiterte deutlich. Besonders negativ wurde dabei aufgenommen, dass selbst ein Insider-Kauf von CEO Armin Papperger keine Trendwende auslösen konnte. Der Konzernchef hatte Aktien im Wert von mehr als einer halben Million Euro zu Kursen um 1.405 Euro erworben. Dennoch blieb eine Kaufwelle aus. Charttechnisch drohen nun weitere Verkaufssignale. Sollte das bisherige Korrekturtief bei 1.309,80 Euro nachhaltig unterschritten werden, rückt die Zone um 1.200 Euro in den Fokus. Technische Indikatoren wie RSI, Chaikin Money Flow und Stochastic RSI liefern derzeit ebenfalls kein positives Bild.

Milliardenfantasie im Nahen Osten

Operativ sieht Rheinmetall dagegen weiterhin enorme Marktchancen. Vorstandschef Papperger erwartet vor allem im Nahen Osten eine stark steigende Nachfrage nach Luftverteidigungssystemen wie Skyranger und Skynex. Bereits heute seien rund 150 Systeme in der Region im Einsatz. Ab 2026 soll die Produktionskapazität massiv ausgebaut werden. Laut Papperger könnte Rheinmetall künftig bis zu 100 Systeme pro Jahr liefern. Besonders gefragt seien die vergleichsweise günstigen Systeme zur Drohnenabwehr, da deren Munition deutlich preiswerter sei als klassische Raketenlösungen. Zusätzlich arbeitet Rheinmetall gemeinsam mit Destinus an neuen Raketensystemen. Parallel laufen weiterhin Gespräche mit Lockheed Martin, wobei technologische Abstimmungen den Fortschritt derzeit verzögern.

Aufträge entscheiden über die Zukunft

Neben dem internationalen Geschäft richtet sich der Blick der Anleger zunehmend auf Großaufträge aus Deutschland. Besonders wichtig gilt ein möglicher Auftrag über 37 Milliarden Euro für Boxer-Fahrzeuge. Nach Aussagen von Papperger müsse dieser noch in diesem Jahr vergeben werden, um Lieferverzögerungen über 2029 hinaus zu vermeiden. Der Konzernchef sieht die Ursachen vor allem in überlasteten Beschaffungsbehörden. Die Zahl der Verteidigungsverträge habe sich in wenigen Jahren vervielfacht, während die personellen Kapazitäten kaum gewachsen seien. Auch andere Rüstungswerte wie Renk und Hensoldt gerieten zuletzt unter Druck. Dennoch bleibt die Branche wegen steigender Verteidigungsausgaben in Europa und geopolitischer Spannungen eines der meistbeachteten Themen an den Aktienmärkten.

Bn-Redaktion/tb
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