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Crashsignal bei Gold?

Jetzt wird es gefährlich 27.05.2026, 20:09 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Goldbarren
© Bild von istara auf Pixabay
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Name Aktuell Diff. Börse
Gold 4.451,48 USD -1,24 % L&S Exchange

Goldpreis rutscht auf neues Tief

Gold fiel zuletzt bis auf 4.440 US-Dollar und markierte damit den niedrigsten Stand seit Ende März. Zeitweise wurde sogar die Zone um 4.400 US-Dollar getestet. Auslöser sind widersprüchliche Signale rund um mögliche Verhandlungen zwischen den USA und Iran sowie die Erwartung, dass die US-Notenbank die Zinsen länger hoch halten könnte.

Der US-Dollar konnte sich parallel stabilisieren. Gleichzeitig rechnen die Märkte nach wie vor mit einer restriktiven Geldpolitik der Federal Reserve. Vor allem robuste Konjunkturdaten und anhaltende Inflationssorgen bremsen derzeit die Nachfrage nach dem zinslosen Edelmetall Gold.

Im Fokus stehen nun die kommenden US-PCE-Inflationsdaten. Sie gelten als wichtigster Preisindikator für die US-Notenbank und könnten die Richtung für Gold, Silber, den Dax, den Dow Jones sowie zahlreiche Rohstoffaktien vorgeben.

4.500 Dollar werden zur Schlüsselmarke

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Gold notiert inzwischen unter der wichtigen Zone von 4.500 US-Dollar. Analysten sehen dadurch weiteres Rückschlagpotenzial bis in den Bereich von 4.100 US-Dollar oder sogar 4.000 US-Dollar.

Der RSI signalisiert weiterhin Schwäche. Gleichzeitig bewegt sich Gold nahe des unteren Bollinger-Bandes. Damit bleibt der kurzfristige Trend klar belastet. Erst ein Anstieg über den Bereich von 4.594 US-Dollar könnte das technische Bild wieder deutlich aufhellen.

Trotz der aktuellen Korrektur bleibt die langfristige Perspektive für viele Marktbeobachter konstruktiv. Vor allem die Käufe der Zentralbanken und die hohe Nachfrage nach physischem Gold gelten weiterhin als starke Unterstützung für den Markt.

Goldminen geraten unter Druck

Die Schwäche beim Goldpreis belastet inzwischen auch zahlreiche Minenwerte. Aktien wie Barrick Mining, Newmont Corp., Kinross Gold oder Agnico Eagle Mines mussten zuletzt deutliche Verluste hinnehmen. Besonders im Fokus steht jedoch Endeavour Mining.

Die Aktie verlor zwar ebenfalls an Wert, zeigte sich im Vergleich zum Arca Gold Bugs Index aber deutlich stabiler. Während der Branchenindex seit seinem Hoch rund 29 Prozent nachgab, fiel der Rücksetzer bei Endeavour Mining mit knapp 20 Prozent moderater aus.

Der Konzern überzeugte zuletzt mit starken Quartalszahlen. Der bereinigte Gewinn stieg auf 370 Millionen US-Dollar beziehungsweise rund 340 Millionen Euro. Das EBITDA erreichte 880 Millionen US-Dollar oder etwa 810 Millionen Euro. Auch der Free Cashflow legte deutlich zu.

Assafou-Projekt sorgt für Fantasie

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält Endeavour Mining durch das Assafou-Projekt in der Elfenbeinküste. Die geplante Mine gilt als eines der wichtigsten Wachstumsprojekte des Unternehmens. In den ersten acht Jahren sollen dort jährlich 320.000 Unzen Gold produziert werden.

Die Produktionskosten liegen laut Machbarkeitsstudie bei lediglich 1.026 US-Dollar je Unze. Selbst bei einem Goldpreis von 4.000 US-Dollar könnte sich das Projekt nach Steuern innerhalb von weniger als zwei Jahren amortisieren.

Sollte die finale Investitionsentscheidung positiv ausfallen, könnte Assafou bereits 2029 die Produktion aufnehmen. Damit würde Endeavour Mining seine Position unter den großen Goldproduzenten weiter stärken.

Anleger warten auf das nächste Signal

Kurzfristig bleibt die Lage am Goldmarkt nervös. Die Kombination aus geopolitischen Entwicklungen, Inflationsdaten und Zinspolitik sorgt für hohe Unsicherheit. Besonders die Marke von 4.500 US-Dollar dürfte nun über die nächste größere Bewegung entscheiden.

Fällt Gold weiter, könnten auch Minenaktien erneut unter Druck geraten. Stabilisiert sich der Markt dagegen, dürften vor allem Qualitätswerte wie Endeavour Mining schnell wieder in den Fokus rücken.

Langfristig bleibt Gold trotz der aktuellen Schwäche für viele Investoren ein wichtiger Baustein zur Absicherung gegen Inflation, Währungsrisiken und geopolitische Krisen. Genau deshalb dürfte die Entwicklung in den kommenden Tagen an den Rohstoffmärkten besonders aufmerksam verfolgt werden.

Bn-Redaktion/tb
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