Deutsche Telekom

Rekordzahlen trotz Dollar-Druck 27.02.2026, 12:05 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Deutsche Telekom 32,81 EUR -0,61 % Lang & Schwarz

Rückenwind im Kerngeschäft trotz spürbarem Dollar-Effekt

Die Deutsche Telekom hat 2025 operativ geliefert und ihre eigenen Zielmarken übertroffen. Der Konzernumsatz kletterte auf 119,1 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 2,9 Prozent entspricht. Organisch lag das Wachstum bei 4,2 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis EBITDA AL erreichte 44,2 Mrd. Euro und verbesserte sich damit um 2,8 Prozent, organisch sogar um 4,7 Prozent.

Allerdings zeigte sich der starke US-Dollar des Vorjahres inzwischen als Gegenwind. Währungseffekte belasteten die ausgewiesenen Zahlen spürbar. Allein im vierten Quartal summierten sich die negativen Effekte rechnerisch auf rund 0,6 Mrd. Euro. Auf Basis konstanter Wechselkurse hätte das EBITDA AL bei 45,5 Mrd. Euro gelegen und damit leicht über dem zuletzt angehobenen Ziel von 45,3 Mrd. Euro. Im Schlussquartal erreichte das EBITDA AL 10,8 Mrd. Euro und lag damit knapp über dem Analystenkonsens von 10,7 Mrd. Euro.

Auch beim Free Cashflow AL zeigte sich eine solide Entwicklung. Mit 19,5 Mrd. Euro stand ein Plus von 2,0 Prozent zu Buche. Damit untermauert der Konzern seine finanzielle Stabilität und schafft Spielraum für Ausschüttungen und strategische Optionen.

T-Mobile US als Gewinnmotor, Deutschland im Ausbau-Modus

Der stärkste Impuls kam erneut aus den USA. T-Mobile US steigerte den Umsatz 2025 um 4,1 Prozent, die Service-Umsätze legten um 7,8 Prozent zu und der operative Gewinn wuchs um knapp 7 Prozent. Für 2026 stellt die Tochter beim bereinigten operativen Ergebnis einen Sprung von 33,9 Mrd. Dollar auf 37,0 bis 37,5 Mrd. Dollar in Aussicht. Die Deutsche Telekom hält rund 52,8 Prozent an T-Mobile US und prüft laut Bericht Möglichkeiten, die Beteiligung weiter zu erhöhen.

In Deutschland zeigte sich ein differenzierteres Bild. Der Umsatz sank leicht um 0,4 Prozent auf 25,6 Mrd. Euro, was vor allem auf geringere Endgeräteumsätze zurückgeführt wird. Die Service-Umsätze legten organisch um 1,1 Prozent zu, während das bereinigte operative Ergebnis um 1,7 Prozent auf 10,7 Mrd. Euro stieg.

Beim Glasfaserausbau meldet der Konzern ein Rekordtempo. 2025 wurden 2,5 Mio. neue Anschlüsse geschaffen, womit nun 12,6 Mio. Haushalte erreichbar sind. Bis 2030 sollen es mindestens 25 Mio. sein. Zudem wurde die Marke von 2 Mio. FTTH-Kunden in Deutschland überschritten. Der Netzausbau bleibt damit ein zentraler strategischer Baustein.

1,00 Euro Dividende und Milliarden-Rückkäufe 

Für das Geschäftsjahr 2025 plant die Telekom eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie. Darüber hinaus soll 2026 ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Mrd. Euro umgesetzt werden. Seit Jahresbeginn wurden bereits 10.010.643 Aktien zurückgekauft.

Der Ausblick für 2026 ist klar auf Wachstum ausgerichtet. Das bereinigte EBITDA AL soll auf rund 47,4 Mrd. Euro steigen, was etwa 7 Prozent Zuwachs entspricht. Der Free Cashflow AL wird bei rund 19,8 Mrd. Euro erwartet. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie stellt der Konzern rund 2,20 Euro in Aussicht, was währungsbereinigt einem Anstieg von etwa 10 Prozent entspricht. Laut Reuters lag die EBITDA-Prognose über dem Konsens, während der Free Cashflow leicht darunter erwartet wurde. Ab 2027 könnte der Free Cashflow durch geringere Investitionen in den USA zusätzlich an Dynamik gewinnen.

An der Börse zeigte sich zuletzt eine freundliche Tendenz. Der Schlusskurs lag bei 33,03 Euro. In den vergangenen 30 Tagen ergibt sich ein Plus von 21,30 Prozent. Damit notiert die Aktie zwar noch rund 7,69 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 35,78 Euro, bewegt sich jedoch deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt.

Neben den Zahlen setzte CEO Tim Höttges auch politisch Akzente. Er kritisierte den EU-Kurs, der keine Netzgebühren-Pflichten für große US-Plattformen vorsieht, und verwies auf Verzögerungen bei Fördermitteln für KI-Gigafactories. Die Botschaft formulierte er unmissverständlich: Ohne passende Rahmenbedingungen will der Konzern nicht in solche Großprojekte einsteigen. Damit verbindet die Telekom operative Stärke mit einer klaren strategischen Positionierung im politischen Umfeld.

Bn-Redaktion/aw
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