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Dritter Tanker angegriffen

Droht Öl jetzt der nächste Preissprung? 15.08.2026, 15:33 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Tanker
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Bild von Valentin Schönpos auf Pixabay
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Name Aktuell Diff. Börse
Öl (WTI) 82,40 USD ±0,00 % Lang & Schwarz

Brent steigt in einer Woche fast 6 Prozent

Brent schloss am Freitag 1 Prozent niedriger als am Vortag bei 87,88 US-Dollar je Barrel, umgerechnet rund 76 Euro. Auf Wochensicht verteuerte sich die Nordseesorte damit dennoch um 5,2 Prozent. WTI legte am Freitag um 1,4 Prozent auf 82,40 US-Dollar, umgerechnet rund 71 Euro, zu und verbuchte ein Wochenplus von 5,4 Prozent. Die Kursentwicklung zeigt, dass der Ölmarkt wieder eine höhere Risikoprämie für mögliche Lieferausfälle einpreist.

Dritter ADNOC-Vorfall binnen einer Woche

Am Freitagabend wurde erneut ein von der Abu Dhabi National Oil Company, kurz ADNOC, betriebenes Schiff während der Passage durch die Straße von Hormus angegriffen. Verletzte wurden nicht gemeldet. Bereits am Donnerstag waren zwei weitere mit ADNOC verbundene Tanker attackiert worden. Die Vereinigten Arabischen Emirate machen Iran für die Angriffe verantwortlich und fordern ein Ende der Attacken. Eine unabhängige Zuordnung des jüngsten Vorfalls lag zunächst nicht vor.

Sicherheitsrisiko wächst für Tanker

Die Serie von Zwischenfällen verschärft das Problem für die internationale Schifffahrt. Selbst wenn einzelne Tanker weiterhin die Meerenge passieren, bleiben die Verkehrsströme deutlich unter normalen Bedingungen. Für Reedereien zählen dabei nicht nur mögliche Schäden an Schiffen. Auch Versicherungsprämien, Sicherheitsmaßnahmen und die Bereitschaft von Besatzungen und Betreibern, die Route überhaupt zu nutzen, können die Transportkosten erhöhen. Damit bleibt die Straße von Hormus ein zentraler Unsicherheitsfaktor für den Ölmarkt.

Verhandlungen bringen bislang keine Entwarnung

Parallel laufen weiterhin diplomatische Bemühungen um eine Normalisierung des Verkehrs. Eine schnelle Lösung zeichnet sich bislang jedoch nicht ab. Die USA und Iran erheben unterschiedliche Ansprüche auf die Kontrolle der Wasserstraße, während der Schiffsverkehr weiterhin eingeschränkt bleibt. Damit reicht bereits eine weitere Eskalation aus, um neue Sorgen über die Energieversorgung auszulösen. Hinzu kommen knappe Bestände bei Diesel und anderen Mitteldestillaten, die den Markt zusätzlich anfällig machen.

Ölpreis startet mit neuer Risikoprämie

Für die kommende Woche entsteht dadurch eine brisante Ausgangslage. Brent hat bereits fast 6 Prozent innerhalb einer Woche gewonnen, ohne dass die Straße von Hormus vollständig geschlossen wäre. Weitere Angriffe könnten Versicherer und Reedereien zu noch größerer Zurückhaltung bewegen und die Risikoprämie weiter erhöhen. Umgekehrt könnte eine glaubwürdige diplomatische Einigung den Ölpreis schnell entlasten. Nach drei ADNOC-Vorfällen innerhalb einer Woche dürfte der Markt jedoch zunächst besonders empfindlich auf jede neue Meldung aus der Meerenge reagieren.

Bn-Redaktion/tb
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