Drohnenangriff

Amazon wird durch den Iran attackiert 03.03.2026, 10:28 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Drohnenangriffe legen AWS-Rechenzentren lahm

Drohnen haben zwei Rechenzentren von Amazon Web Services (AWS) in den Vereinigten Arabischen Emiraten direkt getroffen. In Bahrain wurde eine weitere Einrichtung durch einen Einschlag in unmittelbarer Nähe beschädigt. Laut Unternehmensangaben kam es zu strukturellen Schäden, Stromausfällen sowie zusätzlichen Beeinträchtigungen durch notwendige Löscharbeiten.

Zwei der drei regionalen Rechenzentrums-Hubs „bleiben erheblich beeinträchtigt“. Kunden berichten über erhöhte Fehlerraten und eingeschränkte Verfügbarkeit zentraler Dienste. AWS erklärte: „Wir arbeiten daran, die vollständige Serviceverfügbarkeit so schnell wie möglich wiederherzustellen, rechnen jedoch aufgrund der physischen Schäden mit einer längeren Erholungsphase.“ Mindestens einen Tag werde es dauern, bis Stromversorgung und Konnektivität vollständig stabilisiert seien. Das Umfeld bleibe angesichts des Konflikts „unvorhersehbar“.

Geopolitische Risiken mit wirtschaftlichen Folgen

Die Angriffe verdeutlichen, wie stark geopolitische Spannungen inzwischen auch globale Technologiekonzerne treffen. Explosionen wurden zuletzt auch in Israel, Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten gemeldet. Parallel reagierten die Energiemärkte nervös: Die Ölpreise zogen spürbar an, der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus kam nahezu zum Erliegen.

Für AWS-Kunden im Nahen Osten empfiehlt das Unternehmen, Daten zu sichern und Arbeitslasten gegebenenfalls in andere Regionen zu verlagern. Weltweit betreibt AWS 123 Verfügbarkeitszonen in 39 Regionen – ein Vorteil, der die Widerstandsfähigkeit grundsätzlich erhöht.

200 Milliarden Dollar für Wachstum – oder Belastung?

Unabhängig von den geopolitischen Risiken steht Amazon auch finanziell unter Druck. Die Aktie verlor im Februar 12% – der stärkste Monatsrückgang seit Dezember 2022. Für 2025 steht bislang lediglich ein Kursplus von 5,2% zu Buche – das schwächste Ergebnis innerhalb der sogenannten „Magnificent Seven“.

Hintergrund sind ambitionierte Investitionspläne: 200 Milliarden Dollar will Amazon in diesem Jahr für Rechenzentren, Chips und Infrastruktur ausgeben. Zusätzlich wurde eine Investition von 50 Milliarden Dollar in OpenAI angekündigt. Im Gegenzug soll OpenAI über acht Jahre hinweg weitere 100 Milliarden Dollar bei AWS investieren.

Freier Cashflow dreht ins Minus

Die massiven Ausgaben schlagen sich in den Finanzkennzahlen nieder. Für 2026 wird ein negativer freier Cashflow von minus 524,2 Millionen Dollar erwartet – nach 7,7 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Die Kapitalrendite (ROIC) lag zuletzt bei 12,4%, nach 14,8% zwei Quartale zuvor.

Ein Vermögensverwalter bringt es auf den Punkt: „Amazon beginnt wie ein warnendes Beispiel zu wirken, weil die Investitionen so hoch sind, die Renditen aber zu den niedrigsten im Big-Tech-Sektor gehören.“ Gleichzeitig notiert die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 22 deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 50.

Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch

Trotz der Unsicherheiten überwiegt an der Wall Street weiterhin Zuversicht. Von 83 Analysten empfehlen 78 die Aktie zum Kauf, fünf raten zum Halten, niemand zum Verkauf. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 282,65 Dollar – rund 35% über dem jüngsten Schlusskurs.

Ein Portfoliomanager bezeichnet Amazon als „wahrscheinlich die überzeugendste Aktienchance unter den Magnificent Seven“. Die Argumente: dynamisches Wachstum, vergleichsweise niedrige Bewertung und die Möglichkeit, Investitionen bei Bedarf zu drosseln. Ob sich diese Strategie auszahlt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie schnell sich sowohl die geopolitische Lage als auch die Renditekennzahlen stabilisieren.

 

Bn-Redaktion/ts
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