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Treibt der Iran-Krieg das Edelmetall jetzt auf ein neues Rekordhoch? 03.03.2026, 16:53 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Gold – Gold – Gold: Treibt der Iran-Krieg das Edelmetall jetzt auf ein neues Rekordhoch?
© Foto von Michael Steinberg
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Name Aktuell Diff. Börse
Agnico Eagle Mines 190,23 EUR +0,01 % Lang & Schwarz
Barrick Mining Corporation 39,12 EUR -0,03 % Lang & Schwarz
Pan American Silver 51,34 EUR -0,14 % Lang & Schwarz
Dow Jones 47.498,34 PKT -0,93 % Ariva Indikation
Hecla Mining 17,54 EUR -0,24 % Lang & Schwarz
Newmont Corporation 100,18 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz
S&P 500 6.741,45 PKT -1,29 % Ariva Indikation
SPDR Gold Minishares Trust SPDR Gold Minishares Trust 102,02 USD +1,61 % AMEX
Silber 84,44 USD +2,64 % Lang & Schwarz
Gold 5.171,07 USD ±0,00 % Forex

US-Börsen brechen ein – Dollar gewinnt deutlich an Stärke

Der militärisch eskalierende Konflikt im Nahen Osten sorgt für erhebliche Turbulenzen an den Finanzmärkten. Kurz nach Handelsbeginn verliert der Dow-Jones-Index 1,8 Prozent auf 48.019 Punkte. Der S&P-500 gibt um 1,7 Prozent nach, der Nasdaq-Composite fällt um 2,0 Prozent. Während die Wall Street zu Wochenbeginn noch vergleichsweise gelassen auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die iranischen Vergeltungsschläge reagiert hatte, dominiert nun spürbare Nervosität.

Parallel dazu wertet der US-Dollar deutlich auf. Der Dollarindex steigt um ein Prozent, der Euro rutscht unter die Marke von 1,16 Dollar. Der festere Greenback belastet insbesondere Rohstoffe: Der Goldpreis gibt anfängliche Gewinne wieder ab und fällt um vier Prozent je Feinunze. Ein stärkerer Dollar verteuert das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums – entsprechend hoch ist der kurzfristige Verkaufsdruck.

Gold zwischen Krisenangst und Kurskapriolen – Ist der Weg zu 6.000 US-Dollar frei?

Noch zu Wochenbeginn hatte sich ein völlig anderes Bild gezeigt. Eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zeitweise mehr als 5.400 US-Dollar, zuletzt rund 5.394,55 US-Dollar. Damit näherte sich der Preis erneut dem Rekordhoch von fast 5.600 Dollar Ende Januar. Seit Ende 2025 verteuerte sich Gold um fast ein Viertel, nachdem bereits im vergangenen Jahr ein Anstieg von 65 Prozent das höchste Jahresplus seit 1979 markiert hatte. Zwischenzeitlich war der Kurs nach dem Hoch unter 4.500 Dollar gefallen, ehe eine kräftige Erholung einsetzte.

Die jüngste Rally wird maßgeblich durch geopolitische Risiken getrieben. Israel und die USA griffen am Wochenende den Iran an und töteten dabei unter anderem das Staatsoberhaupt und den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen und schränkte den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ein – eine der wichtigsten Engstellen des globalen Energiehandels. Bereits im späten Freitagshandel zogen Gold, Silber und Brent-Öl deutlich an. Marktteilnehmer suchten verstärkt Schutz in sogenannten sicheren Häfen.

Ein Blick auf die Kapitalströme bestätigt diese Entwicklung: Beim weltweit größten physisch besicherten Gold-ETF, dem SPDR Gold Shares, stiegen die Bestände kräftig an. Zuletzt wurde die Marke von 1.100 Tonnen überschritten – ein Niveau, das zuletzt im April 2022 erreicht worden war.

Ob Gold nun direkt Kurs auf 6.000 US-Dollar nimmt, hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf der Krise ab. Sollte das bisherige Hoch im Bereich von 5.500 US-Dollar nachhaltig überwunden werden, gilt der Weg in Richtung 6.000 US-Dollar als charttechnisch nahezu frei. Ein Rücksetzer unter 5.000 US-Dollar würde hingegen kurzfristig Druck aufbauen. Erst Notierungen unterhalb von 4.300 US-Dollar würden das übergeordnete bullische Szenario ernsthaft infrage stellen.

Neben dem direkten Engagement in Gold rücken auch Produzenten von Gold und Silber wieder stärker in den Fokus. Unternehmen wie Barrick, Newmont, Agnico Eagle Mines, Hecla Mining oder Pan American Silver profitieren überproportional von steigenden Edelmetallpreisen. Besonders interessant erscheinen Produzenten, die neben Gold und Silber auch Kupfer fördern und damit breiter aufgestellt sind.

Bn-Redaktion/ar
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