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E-Autos verdrängen Benziner und Diesel

E-Autos verdrängen Benziner und Diesel 06.10.2026, 16:21 Uhr Jetzt kommentieren: 0

E-Autos verdrängen Benziner und Diesel: E-Autos verdrängen Benziner und Diesel
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Elektroautos erreichen 34,5 Prozent Marktanteil

Im September wurden in Deutschland 88.599 vollelektrische Pkw neu zugelassen. Damit erreichten E-Autos einen Anteil von 34,5 Prozent an sämtlichen Neuzulassungen. Noch größer war mit 38,5 Prozent der Anteil von Fahrzeugen mit hybridem Antrieb. Insgesamt kamen im September 256.774 neue Pkw auf die Straßen. Das waren neun Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Besonders die privaten Neuzulassungen legten zu. Ihr Anteil stieg um 28,5 Prozent, während die gewerblichen Neuzulassungen 1,2 Prozent unter dem Vorjahresmonat lagen.

E-Auto-Prämie erreicht 100.000 Antragsteller

Unterstützt wird die Entwicklung durch die seit Mai bestehende E-Auto-Prämie. Nach Regierungsangaben wurde die Förderung bereits an 100.000 Antragsteller ausgezahlt. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) erklärte: „Das Förderprogramm hat unsere Erwartungen weit übertroffen und jetzt schon 100.000 Haushalte dabei unterstützt, sich vor den hohen Spritpreisen zu schützen.“ Gleichzeitig erreichten die Kraftstoffpreise im September außergewöhnlich hohe Werte. Super E10 kostete am 3. September 2,22 Euro pro Liter und übertraf damit den bisherigen Tagesrekord von 2022.

Benziner und Diesel verlieren deutlich

Während Elektroautos zulegen, brechen die Zulassungen klassischer Verbrenner ein. Die Zahl neuer Benziner sank gegenüber dem Vorjahresmonat um fast 30 Prozent auf 44.632 Pkw. Ihr Marktanteil fiel auf 17,4 Prozent. Bei Dieselautos gingen die Neuzulassungen um mehr als 20 Prozent auf 23.058 Fahrzeuge zurück. Damit kamen Dieselmodelle nur noch auf neun Prozent. Der Dieselpreis hatte am 17. September mit 2,47 Euro je Liter seinen Höchststand erreicht. Seit dem 1. Oktober gilt ein Tankrabatt von 16,7 Cent pro Liter, eine Weitergabe durch Tankstellen ist jedoch nicht verpflichtend.

Deutsche Autobauer mit gemischter Bilanz

Bei den einzelnen Marken zeigte sich im September ein uneinheitliches Bild. Smart steigerte seine Zulassungen um 138 Prozent. Mercedes erreichte ein Plus von 6,2 Prozent, Audi legte um 4,0 Prozent zu. Dagegen lagen Porsche mit minus 18,8 Prozent, VW mit minus 6,1 Prozent und BMW mit minus 2,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig verschlechterte sich die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie. Das Geschäftsklima-Barometer fiel im September auf minus 35,0 Punkte. Auch Exporterwartungen und Auftragsbestand wurden schlechter bewertet.

BYD und Tesla legen kräftig zu

Parallel gewinnen ausländische Hersteller deutlich Marktanteile. BYD erhöhte seine Neuzulassungen im September um 85,6 Prozent. Tesla kam auf mehr als 4.000 Neuzulassungen und erreichte sogar ein Plus von 268,7 Prozent. Gleichzeitig schrumpft nach einer Analyse der Versicherung Allianz der bisherige Vorteil europäischer Hersteller bei den Reparaturkosten. „2024 waren die europäischen Hersteller in der Versicherungseinstufung noch drei Typklassen besser als die chinesischen Hersteller“, sagte Christian Sahr vom Allianz-Zentrum für Technik. „Und in 2026 ist es nur noch eine Typklasse.“

Bn-Redaktion/ar
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