Elon Musk

Autonomes Fahren, Börsenkrise & Drogenwirbel! 02.06.2025, 16:09 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Tesla 349,85 EUR -0,89 % Tradegate

Startschuss für Teslas autonomes Flaggschiff

Tesla steht an einem entscheidenden Wendepunkt: Das Unternehmen will nicht nur ein Robotaxi bauen, sondern gleich ein ganzes Ride-Hailing-Imperium errichten. Kern der Idee ist eine Kombination aus speziell entwickelten „Cybercabs“ und privaten Teslas, die Besitzer freiwillig – ganz im Airbnb-Stil – in die Flotte einbringen können.

Die Basis dieses ambitionierten Plans: eine nahtlose Hardware-Software-Integration, auf die Tesla schon immer stolz war. Doch erst jetzt zeigt sich, ob diese Stärke auch im Alltag funktioniert. Laut Insiderinformationen soll am 12. Juni ein kleiner Robotaxi-Pilotversuch in Austin, Texas, starten. Zwar ist dies zunächst nur ein Soft-Launch mit begrenztem Umfang, doch allein die Meldung trieb Teslas Aktie spürbar nach oben – ein Zeichen, dass Anleger endlich Fortschritte sehen wollen.

Tesla gegen Waymo und Zoox: Kampf um die Spitzenposition

Elon Musk bestätigte die Vorabmeldungen persönlich auf X und erklärte, Tesla sei beim Testen der fahrerlosen Autos sogar einen Monat schneller als geplant. Ein großer Moment – schließlich haben Konkurrenten wie Alphabet-Tochter Waymo und Amazon-Tochter Zoox diesen Meilenstein schon vor Jahren erreicht. Waymo hat über 10 Millionen bezahlte Fahrten hinter sich, während Zoox mit eigenen, lenkradlosen Shuttles experimentiert. Doch Tesla wäre nicht Tesla, wenn man sich davon beeindrucken ließe.

Der Fahrplan ist klar: Tesla will seine „Full Self Driving“-Software (FSD) von einem Fahrerassistenzsystem zu einer vollautonomen Plattform ausbauen. Erste Tests ohne Fahrer auf den Straßen Austins laufen bereits. Ob bis zum Start auch eine eigene App verfügbar ist und ob menschliche Sicherheitsfahrer mitfahren, bleibt allerdings unklar.

Politisches Lobbying: Tesla drückt aufs Gas in Washington

Ein echter Knackpunkt: Teslas Fokus auf eine „Vision-only“-Technologie, also ein System, das nur mit Kameras, ohne Radar oder Lidar, auskommt. Musk argumentiert, das mache die Technik günstiger und skalierbarer. Kritiker warnen dagegen vor Sicherheitsrisiken – besonders nach Unfällen mit dem FSD-System.

Um hier schneller voranzukommen, lobbyiert Tesla nun aktiv in Washington: Musk und sein Team kontaktieren direkt Kongressabgeordnete, um Gesetze zugunsten autonomer Fahrzeuge voranzutreiben. Die Botschaft: Ohne regulatorischen Rückenwind könnte Tesla den Anschluss verlieren.

Absatzkrise in Europa: Tesla kämpft auf mehreren Fronten

Während Tesla in den USA aufs autonome Fahren setzt, schwächelt das Geschäft in Europa. In Frankreich brachen die Neuzulassungen im Mai um 67 % auf nur noch 721 Fahrzeuge ein – der niedrigste Wert seit Juli 2022. Dies trotz des Facelifts für das Erfolgsmodell Model Y. Die Aktie verlor daraufhin bis zu 2,3 Prozent vorbörslich, was den Jahresverlust auf 14 Prozent anwachsen ließ.

Musk selbst zeigte sich zuletzt noch optimistisch: In einem Bloomberg-Interview vom 20. Mai sagte er, Tesla habe die Talsohle bereits durchschritten. Doch während Konkurrenten wie Volkswagen, Renault und BMW in den ersten Monaten des Jahres zulegen konnten, sackte Teslas Absatz um 47 Prozent ab – allein bis Mai.

Musk, Trump und ein neuer Drogenskandal

Neben den geschäftlichen Turbulenzen sorgte Musk zuletzt auch privat für Schlagzeilen: Laut einem Bericht der New York Times soll der Milliardär während Donald Trumps Präsidentschaftswahlkampf intensiver Drogen konsumiert haben, darunter Ketamin, Ecstasy und psychedelische Pilze. Musk wies die Vorwürfe zurück und erklärte auf X, er habe vor Jahren verschreibungspflichtiges Ketamin ausprobiert, aber „seitdem nicht mehr genommen“.

Trotz seines Rückzugs aus der Rolle als Regierungsberater will Musk Trump weiterhin beraten. Trump selbst zeigte sich überrascht über die Enthüllungen, bezeichnete Musk aber dennoch als „fantastisch“.

Bn-Redaktion/ts
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