Energie-Schock droht

Trump glaubt er kann die Tanker schützen 04.03.2026, 10:39 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Öl
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Trumps Plan für sichere Lieferungen könnte den Energiemarkt entscheiden

Der eskalierende Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran sorgt weltweit für Nervosität an den Energiemärkten. Während Angriffe und Gegenschläge in mehreren Ländern der Region stattfinden, versucht Washington eine Versorgungskrise beim Öl zu verhindern. Präsident Donald Trump kündigte Maßnahmen an, die den freien Transport von Energie aus dem Nahen Osten sichern sollen.

Krieg treibt Ölpreise und Marktunsicherheit

Seit Beginn der Angriffe auf iranische Ziele am Wochenende sind die Ölpreise deutlich gestiegen. Rohöl verteuerte sich um mehr als 15 %, während Brent-Öl zuletzt bei 76,31 Dollar lag. Der Grund: Die Kämpfe bedrohen eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt – die Straße von Hormus. Durch diese Meerenge fließt rund ein Fünftel der globalen Energieversorgung. Die militärische Eskalation geht weiter. Raketen und Drohnenangriffe trafen Ziele in mehreren Ländern des Persischen Golfs, während Israel militärische Anlagen im Iran und verbündete Milizen im Libanon attackierte.

USA wollen Öltanker militärisch schützen

Um den Energiefluss zu sichern, kündigte Trump ein ungewöhnliches Maßnahmenpaket an. Die US-Marine könnte Tanker künftig durch die Straße von Hormus eskortieren, sobald dies notwendig wird. Parallel soll die US International Development Finance Corporation (DFC) Versicherungen für Reedereien anbieten, damit Handels- und Energietransporte trotz Kriegsrisiken weiter stattfinden können. Trump erklärte dazu: „Egal was passiert, die Vereinigten Staaten werden den FREIEN FLUSS von ENERGIE in die WELT sicherstellen.“

Versicherungen sollen Handelsrisiken abfedern

Politische Risiko-Versicherungen decken Verluste durch Krieg, Gewalt oder politische Instabilität ab. Genau hier setzt der geplante Mechanismus der US-Regierung an. Die DFC erklärte, man wolle Reedereien, Charterunternehmen und Versicherer unterstützen, um Marktstörungen zu begrenzen und den globalen Handel stabil zu halten. Details zu Kosten oder Umfang des Programms sind bislang jedoch offen. Das Modell wäre außergewöhnlich groß für die Behörde. In der Vergangenheit stellte sie ähnliche Versicherungen beispielsweise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine bereit.

Märkte reagieren nervös trotz Ankündigung

Trumps Aussagen beruhigten die Märkte zunächst teilweise. Brent-Öl stieg um 2,7 %, nachdem die Preise an den beiden vorherigen Tagen bereits um 4,7 % und 7,3 % zugelegt hatten. Gold verteuerte sich um 1,4 %. Gleichzeitig reagierten Aktienmärkte in Asien empfindlich: Dort kam es zum größten Rückgang seit fast einem Jahr, angeführt von starken Verlusten in Südkorea.

Experten zweifeln an schneller Entspannung

Trotz der angekündigten Maßnahmen bleiben viele Händler vorsichtig. Ein militärischer Schutz der Tanker und neue Versicherungsprogramme würden Zeit brauchen, bis sie Wirkung zeigen. Energieexperte Bob McNally erklärte: „Die Ankündigung kann Händler beruhigen, aber Eskorte und Versicherung werden Zeit brauchen, um umgesetzt zu werden.“ Selbst bei erfolgreichen Schutzmaßnahmen könnte die vollständige Wiederaufnahme der Öltransporte durch die Straße von Hormus Wochen statt Tage dauern.

Bn-Redaktion/ts
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