H&M startet Aktienrückkauf

Steckt ein Börsen-Aus dahinter? 27.06.2025, 13:34 Uhr Jetzt kommentieren: 0

H&M
© Symbolbild von Afif Ramdhasuma auf Unsplash
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H & M Hennes & Mauritz (B) 16,53 EUR +0,23 % Lang & Schwarz

Gewinn trotz Umsatzrückgang: H&M trotzt der Flaute

Der schwedische Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) hat im zweiten Quartal 2024 einen überraschend hohen operativen Gewinn von 5,91 Milliarden schwedischen Kronen (rund 622 Millionen Euro) erzielt. Damit übertraf das Unternehmen knapp die Analystenerwartungen von 5,88 Milliarden Kronen – trotz eines Umsatzrückgangs auf 56,7 Milliarden Kronen (Vorjahr: 59,6 Mrd.). Die operative Marge verbesserte sich deutlich von 8,2 Prozent auf 11,9 Prozent.

Anleger reagierten prompt: Die H&M-Aktie kletterte im frühen Handel an der Nasdaq Stockholm um vier Prozent. Vorstandschef Daniel Erver sieht die strategische Neuausrichtung als Treiber dieser Entwicklung: „Unser Plan, mit Fokus auf das Produktangebot, das Einkaufserlebnis und die Marke, wird erneut durch die Fortschritte bestätigt“, so Erver. Gleichzeitig warnte er vor einem weiterhin fragilen Konsumumfeld.

Will die Persson-Familie H&M von der Börse holen?

Parallel zu den Quartalszahlen kündigte H&M ein Rückkaufprogramm für 1,1 Millionen eigene Aktien an – ein Schritt im Rahmen eines langfristigen Anreizmodells. Der Rückkauf soll bis spätestens 17. Juli abgeschlossen sein und umfasst ein Volumen von bis zu 175 Millionen Kronen.

Brisanter sind jedoch anhaltende Spekulationen über eine mögliche Komplettübernahme durch die Gründerfamilie Persson. Über ihre Holding Ramsbury Invest hat sie ihre Beteiligung inzwischen auf rund 70 Prozent der Aktien und etwa 85 Prozent der Stimmrechte ausgeweitet. Seit 2016 flossen über 63 Milliarden Kronen in den Aufbau dieser Position. Obwohl die Familie 2023 ein Delisting dementierte, sorgt die Kursentwicklung für Spekulationen: Seit dem Allzeithoch 2015 verlor die Aktie rund 60 Prozent – während der spanische Rivale Inditex (Zara) im selben Zeitraum um etwa 60 Prozent zulegte.

Konsumklima schwächelt – Hoffnung auf Konjunkturwende

Während H&M betriebliche Fortschritte meldet, bleibt das Konsumklima in Deutschland angespannt. Der GfK/NIM-Konsumklimaindex fiel im Juli leicht auf minus 20,3 Punkte. Laut Rolf Bürkl, Konsumexperte bei NIM, bremsen Unsicherheit und mangelnde Planungssicherheit die Konsumfreude. Zwar steigen die Einkommensaussichten infolge von Tarifabschlüssen und niedriger Inflation, doch bleibt die Anschaffungsneigung niedrig.

Frühindikatoren wie der GfK-Konjunkturindex zeichnen dennoch ein positiveres Bild: Er erreichte im Juni den höchsten Stand seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Besonders die exportorientierte Industrie und der Einzelhandel hoffen auf eine wirtschaftliche Stabilisierung im zweiten Halbjahr 2025. Die anhaltend moderate Inflationsrate von 2,4 Prozent im Mai könnte privaten Haushalten zusätzlichen Spielraum verschaffen.

Marktvergleich: H&M vs. Inditex – Strategien im Wandel

Im direkten Vergleich mit Inditex zeigt sich H&M derzeit strategisch agiler. Während Zara-Mutter Inditex im Juni ebenfalls enttäuschende Umsätze meldete, punktet H&M mit Margenverbesserung. Analystin Jie Zhang von Alphavalue sieht dies als „positives Signal an den Markt“, warnt jedoch vor Preisdruck im dritten Quartal, der die Margen erneut belasten könnte. Die Frage bleibt: Kann H&M langfristig Effizienz und Markenwert stärken – oder steht dem Mode-Riesen ein radikaler Schnitt bevor?

Bn-Redaktion/aw
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