BYD knackt zwei Marken

Aktie legt deutlich zu 21.07.2026, 12:28 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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100.000 Fahrzeuge aus Brasilien und Verkaufsrekord beim Tai 7

BYD hat mit zwei operativen Meilensteinen auf sich aufmerksam gemacht. Im brasilianischen Werk des chinesischen Autobauers lief das 100.000. Elektrofahrzeug vom Band. Gleichzeitig überschritt der SUV Tai 7 der BYD-Tochtermarke Fang Cheng Bao die Marke von 200.000 verkauften Einheiten. Die BYD-Aktie reagierte an der Börse in Hongkong mit Kursgewinnen.

Die beiden Meldungen zeigen, dass BYD seine Expansion sowohl auf internationalen Märkten als auch im chinesischen Heimatgeschäft weiter vorantreibt. Während der Konzern in Brasilien die lokale Produktion ausbaut, gewinnt Fang Cheng Bao mit einem vergleichsweise jungen Modell deutlich an Reichweite.

Brasilien-Werk erreicht wichtigen Produktionsmeilenstein

Im Werk in Camacari im brasilianischen Bundesstaat Bahia rollte am Donnerstag ein BYD Seagull als 100.000. dort produziertes Fahrzeug vom Band. Das Modell wird in Brasilien und Mexiko unter dem Namen Dolphin Mini angeboten. In Europa verkauft BYD das Fahrzeug als Dolphin Surf.

Die Fabrik nahm ihre Produktion am 1. Juli 2025 auf. Für den Aufbau des Standorts investierte BYD 5,5 Milliarden brasilianische Real, was umgerechnet rund 1 Milliarde US-Dollar entspricht. Die erste Ausbaustufe ist für eine jährliche Produktionskapazität von 150.000 Fahrzeugen ausgelegt.

Mit inzwischen mehr als 5.500 Beschäftigten zählt der Standort zu den wichtigsten Bausteinen der internationalen Expansionsstrategie des Konzerns. BYD baut die Kapazitäten in Camacari weiter aus und verfolgt das Ziel, bis 2030 zur meistverkauften Automarke Brasiliens aufzusteigen. Nach eigenen Angaben gehört das Unternehmen bereits heute zu den fünf größten Marken des Landes.

Der frühe Produktionsfortschritt unterstreicht die wachsende Bedeutung lokaler Fertigung. Durch die Produktion vor Ort kann BYD seine Lieferwege verkürzen, die Verfügbarkeit seiner Modelle verbessern und seine Position im südamerikanischen Markt stärken.

Tai 7 knackt nach zehn Monaten die 200.000er-Marke

Auch in China meldete BYD einen bemerkenswerten Verkaufserfolg. Die Tochtermarke Fang Cheng Bao teilte über den Kurznachrichtendienst Weibo mit, dass die kumulierten Verkäufe des SUV Tai 7 die Schwelle von 200.000 Einheiten überschritten haben.

Das Modell kam im September 2025 auf den Markt und benötigte damit rund zehn Monate, um diesen Wert zu erreichen. Nach Angaben der Marke ist der Tai 7 damit der schnellste kantige SUV Chinas, der die Marke von 200.000 Verkäufen überschritten hat.

Allein im Juni wurden 23.710 Fahrzeuge des Modells verkauft. Gegenüber dem Vormonat entsprach das einem Zuwachs von 29,7 Prozent. Fang Cheng Bao kam im selben Monat insgesamt auf 35.607 ausgelieferte Fahrzeuge. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutete das ein Plus von 88,4 Prozent.

Zum Wachstum trägt auch die Erweiterung des Modellangebots bei. Seit dem 29. April ist der Tai 7 nicht mehr nur als Plug-in-Hybrid erhältlich, sondern zusätzlich in einer batterieelektrischen Version mit Schnellladetechnik. Nach Angaben der Vertriebschefin sollen die Auslieferungen dieser Variante im Juli auf mehr als 10.000 Einheiten steigen.

Hongkong-Aktie reagiert mit Kursgewinn

An der Börse in Hongkong wurden die Fortschritte positiv aufgenommen. Die BYD-Aktie schloss am Montag 1,63 Prozent höher bei 90,15 Hongkong-Dollar.

Für die weitere operative Entwicklung stehen nun vor allem zwei Punkte im Mittelpunkt: die Auslieferungszahlen der batterieelektrischen Schnellladeversion des Tai 7 und der weitere Produktionshochlauf in Camacari. In Brasilien dürfte entscheidend sein, wie schnell BYD die vorhandenen Kapazitäten auslastet und zusätzliche Fertigungsstufen umsetzt.

Auf dem chinesischen Markt wird sich zeigen, ob Fang Cheng Bao das hohe Wachstumstempo halten kann. Die bisherigen Zahlen des Tai 7 und der deutliche Absatzanstieg der Marke im Juni liefern dafür eine wichtige Grundlage. Gleichzeitig verdeutlicht der Produktionsmeilenstein in Brasilien, dass BYD seine internationale Präsenz zunehmend mit lokaler Fertigung absichert.

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Bn-Redaktion/aw
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