Ölpreis als Kurstreiber

Diese Aktien könnten jetzt profitieren 21.07.2026, 17:01 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Straße von Hormus
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Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Öl (WTI) 84,41 USD +2,41 % L&S Exchange
Öl (Brent) 91,18 USD +2,60 % ARIVA Indikation Rohstoffe

Ölpreis bleibt auf hohem Niveau

Die Nordseesorte Brent startete mit umgerechnet rund 77,93 Euro je Barrel in den Handel. Für die US-Sorte WTI wurden etwa 72,70 Euro aufgerufen. Im Tagesverlauf kletterte Brent zeitweise auf rund 80,52 Euro. Damit liegt der Ölpreis deutlich über dem Niveau, das viele Unternehmen in ihren bisherigen Kostenplanungen berücksichtigt haben dürften.

Transportwege werden zum Risiko

Im Mittelpunkt steht erneut die Versorgungssicherheit. Die Straße von Hormus gehört zu den wichtigsten Routen für den weltweiten Ölhandel. Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch Drohungen gegen den Schiffsverkehr am Bab al Mandab. Einschränkungen auf diesen Wasserwegen könnten Lieferzeiten verlängern, Frachtraten verteuern und die verfügbare Ölmenge auf dem Weltmarkt verringern.

Energiekonzerne erhalten Rückenwind

Steigende Ölpreise verbessern grundsätzlich die Erlösaussichten großer Produzenten wie Shell, BP und TotalEnergies. Auch Equinor und OMV könnten von höheren Verkaufspreisen profitieren. Entscheidend bleibt jedoch, wie viel Öl und Gas die Unternehmen tatsächlich fördern und wie hoch ihre Produktionskosten sind. Zudem können staatliche Abgaben, Währungseffekte und Investitionen in neue Projekte einen Teil der zusätzlichen Einnahmen aufzehren.

Diese Branchen geraten unter Druck

Für Fluggesellschaften, Logistikkonzerne und Chemieunternehmen bedeutet teureres Öl dagegen höhere Betriebskosten. Auch Autohersteller und Konsumunternehmen können indirekt belastet werden, wenn Transport, Kunststoffe und Energie teurer werden. Der DAX nähert sich zwar erneut der Marke von 25.000 Punkten, wird aber durch den hohen Ölpreis gebremst. Besonders energieintensive Unternehmen bleiben damit anfällig für weitere Preissprünge.

Mehr als 105 Euro möglich

Sollten wichtige Transportwege länger blockiert bleiben, könnte Brent in einem Risikoszenario auf mehr als 105 Euro je Barrel steigen. Dieses Szenario gilt nicht als wahrscheinlichste Entwicklung, zeigt aber die mögliche Größenordnung. Neben einzelnen Energieaktien bieten auch breit gestreute Energie ETFs und Rohstoffprodukte Zugang zum Ölmarkt. Sie bleiben jedoch volatil und reagieren zusätzlich auf Wechselkurse, Terminmarktpreise und politische Nachrichten.

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Bn-Redaktion/tb
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