Lufthansa investiert 14 Mio.

Airbaltic-Deal fix 30.06.2025, 14:01 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Lufthansa investiert 14 Mio.: Airbaltic-Deal fix
© Symbolbild von David Syphers auf Unsplash
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Deutsche Lufthansa 8,351 EUR +1,72 % Lang & Schwarz
DAX 24.285,40 PKT -0,45 % Ariva Indikation

Strategische Beteiligung trotz Wettbewerbsbedenken

Die Deutsche Lufthansa erhält grünes Licht vom Bundeskartellamt für den Einstieg bei der lettischen Fluggesellschaft Airbaltic. Konkret geht es um den Erwerb von Wandelaktien, die einem Anteil von 10 % entsprechen. Der DAX-Konzern lässt sich diesen Schritt 14 Millionen Euro kosten und erhält im Gegenzug einen Sitz im Aufsichtsrat der Airline. Obwohl die Wettbewerbshüter auf mehreren Verbindungen zwischen Deutschland und dem Baltikum „erhebliche wettbewerbliche Bedenken“ äußerten, kommt es nicht zu einer Intervention. Denn laut Behördenchef Andreas Mundt handelt es sich bei den betroffenen Routen um „Bagatellmärkte“ mit nur sehr geringen Umsätzen – ein Eingreifen sei daher rechtlich nicht möglich.

Diese Beteiligung ist Teil der strategischen Expansion der Lufthansa in Osteuropa. Doch während die Übernahme wirtschaftlich kalkuliert scheint, bleibt der finanzielle Druck auf den Konzern hoch – insbesondere aus geopolitischen Gründen.

Nahost-Krise bringt Millionenverluste

Die jüngste Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran hat für die Lufthansa schwerwiegende Folgen. Nach US-Angriffen auf iranische Atomanlagen wurden sämtliche Flüge nach Tel Aviv und Teheran bis Ende Juli gestrichen. Auch Verbindungen nach Amman, Beirut und Erbil entfallen – und das sind keine unbedeutenden Destinationen: Diese Strecken gehören zu den profitabelsten im gesamten Streckennetz der Airline.

Der finanzielle Schaden ist enorm. Allein durch notwendige Umleitungen entstehen laut internen Berechnungen täglich Zusatzkosten von bis zu 500 000 Euro Hinzu kommen entgangene Umsätze in Millionenhöhe und der Verlust von Umsteigepassagieren aus der Region. Besonders betroffen ist das Cargo-Segment, das unter gestörten Frachtkorridoren leidet – ein Bereich, der in der Vergangenheit oft als Gewinnbringer fungierte.

Kursdruck durch schwache Nachfrage und Analystenschelte

Auch an der Börse spürt die Lufthansa den Gegenwind. Zum Wochenstart verlor die Aktie im XETRA-Handel zwischenzeitlich 0,53 % und notierte bei 7,11 Euro. Das Papier befindet sich seit Monaten in einer schwierigen Lage. Zwar hatten sinkende Ölpreise zuletzt für etwas Entlastung gesorgt, doch strukturelle Probleme bleiben bestehen. So senkte JP Morgan ihre Bewertung der Aktie auf „Underweight“ und warnt vor schwacher Nachfrage – insbesondere aus den USA.

Auf der wichtigen Transatlantikstrecke verzeichnet die Lufthansa aktuell ein Buchungsminus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund: zurückhaltende US-Urlauber und eine schwächelnde Geschäftsreisewelle. Die Analysten bezweifeln, dass die gesunkenen Treibstoffkosten ausreichen, um die operativen Herausforderungen zu kompensieren. JPMorgan hat das Kursziel deutlich nach unten korrigiert – eine deutliche Warnung für Anleger.

Trotz strategischer Schritte wie der Airbaltic-Beteiligung bleibt der Konzern mit erheblichen Unsicherheiten konfrontiert. Die Mischung aus geopolitischer Krise, konjunktureller Schwäche und skeptischer Analystenstimmen macht die Aktie derzeit zu einem Hochrisikoinvestment.

Bn-Redaktion/aw
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