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Luxusgigant unter Druck

LVMH trennt sich von Traditionsmarke 15.05.2026, 18:34 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Louis Vuitton Storefront
© Bild von Valeriia Slobodeniuk auf Pexels
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Name Aktuell Diff. Börse
LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton 456,85 EUR -0,64 % Gettex

Verkauf mit Signalwirkung

LVMH verkauft die Modemarke Marc Jacobs für 850 Millionen US-Dollar an WHP Global und die G-III Apparel Group. Beide Käufer übernehmen jeweils 50 Prozent der Marke und zahlen dafür je 425 Millionen Dollar. Die Transaktion soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden. Marc Jacobs bleibt trotz des Eigentümerwechsels Kreativdirektor seiner Marke. G-III übernimmt künftig das operative Geschäft einschließlich Großhandel und Direktvertrieb. WHP Global soll die Markenlizenzen steuern. Zum Portfolio von WHP gehören bereits Vera Wang, rag & bone und G-STAR. LVMH hatte die Mehrheit an Marc Jacobs bereits 1997 übernommen. Damals wechselte Marc Jacobs gleichzeitig als Kreativchef zu Louis Vuitton und spielte eine wichtige Rolle beim Ausbau der Marke zum globalen Luxusgiganten.

Luxuskonzern setzt auf Kernmarken

Der Verkauf gilt als Teil eines größeren Strategiewechsels bei LVMH. Der Konzern besitzt mehr als 70 Marken aus den Bereichen Mode, Schmuck, Spirituosen und Kosmetik. Den Großteil der Gewinne liefern jedoch nur wenige Namen wie Louis Vuitton, Dior, Tiffany, Bulgari und Sephora. Nach mehreren schwächeren Quartalen wächst der Druck auf Bernard Arnault. Die Aktie von LVMH hat in diesem Jahr bereits rund 30 Prozent verloren und entwickelt sich seit längerer Zeit schwächer als andere Luxuswerte. Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch geopolitische Spannungen und die Frage der langfristigen Nachfolge im Konzern. Analysten sehen deshalb zunehmenden Druck, kleinere und weniger profitable Marken abzustoßen.

Weitere Verkäufe möglich

Der Marc-Jacobs-Deal dürfte nicht der letzte Schritt bleiben. Bereits in den vergangenen Jahren hatte sich LVMH von Beteiligungen wie Off-White, Teilen von Stella McCartney und Reiseeinzelhandelsaktivitäten in China getrennt. Am Markt kursieren zudem Berichte über mögliche Verkäufe weiterer Marken wie Kenzo oder Pucci. Auch über die Zukunft von Fenty Beauty wird spekuliert. Die von Rihanna aufgebaute Kosmetikmarke könnte ebenfalls auf den Prüfstand kommen. Branchenbeobachter sehen darin ein klares Signal. LVMH wolle sich stärker auf hochpreisige Luxusmarken mit hoher Gewinnmarge konzentrieren und weniger rentable Geschäftsbereiche reduzieren.

Konkurrenzdruck nimmt zu

Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb im Luxussegment. Besonders Chanel startet stark ins Jahr 2026. Die Erwartungen an den neuen Kreativchef Matthieu Blazy sorgen laut Analysten für steigende Nachfrage bei Mode- und Lederwaren. Experten gehen davon aus, dass Chanel in diesem Jahr einen erheblichen Teil des Wachstums im Luxusmarkt auf sich ziehen könnte. Das würde den Druck auf Konkurrenten wie Louis Vuitton und Dior zusätzlich erhöhen. Auch Kering reagiert bereits auf die schwierige Lage. Der Konzern arbeitet derzeit an einer Restrukturierung der verlustreichen Marke Alexander McQueen. Beobachter halten einen späteren Verkauf für möglich.

Milliardenfantasie in Italien

Parallel zu den Verkäufen entstehen neue Übernahmefantasien. Besonders Italien steht dabei im Fokus. Laut früheren Berichten soll Giorgio Armani in seinem Testament LVMH als bevorzugten Käufer seines Modehauses genannt haben. Neben LVMH werden auch L’Oreal und EssilorLuxottica als mögliche Interessenten genannt. Ein solcher Deal könnte zu den größten Übernahmen der Branche zählen. Zugleich baut das Umfeld von LVMH seine internationale Präsenz weiter aus. Die Beteiligungsgesellschaft L Catterton, die mit LVMH verbunden ist, steigt beim Familien- und Gesundheitsdienstleister Saint Bella ein. Das Unternehmen plant eine weltweite Expansion mit Standorten unter anderem in New York, Paris, London und Sydney. Damit verstärkt sich der Einfluss des Luxuskonzerns zunehmend auch außerhalb des klassischen Modegeschäfts.

Bn-Redaktion/tb
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