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Vonovia hält an Zielen fest

Kritik erhöht den Druck 15.05.2026, 14:48 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Wohnungen
© Symbolbild von Brandon Griggs auf Unsplash
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Vonovia 21,64 EUR -2,57 % Lang & Schwarz

Goldman Sachs hebt das Kursziel an - doch die Börse bleibt zurückhaltend

Die Aktie von Vonovia steht weiter unter Druck, obwohl der Immobilienkonzern operativ solide Ergebnisse liefert. Nach den jüngsten Quartalszahlen hat Goldman Sachs das Kursziel für den DAX-Konzern leicht von 31,30 auf 31,80 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Der Schritt fällt zwar moderat aus, sendet aber ein klares Signal: Die US-Bank sieht den deutlichen Bewertungsabschlag der Aktie zunehmend kritisch.

An der Börse kommt davon bislang wenig an. Die Vonovia-Aktie notiert am Freitag bei 21,80 Euro und verliert 1,93 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf 9,62 Prozent. Die Zurückhaltung vieler Investoren zeigt, dass operative Stabilität allein derzeit nicht ausreicht, um die Stimmung im europäischen Immobiliensektor nachhaltig zu drehen.


Dabei liefern die Zahlen des ersten Quartals durchaus Argumente für die optimistischere Haltung von Goldman Sachs. Besonders das Vermietungsgeschäft entwickelt sich weiterhin robust und bleibt das zentrale Fundament des Konzerns.

Vermietung bleibt der wichtigste Ergebnistreiber

Im ersten Quartal 2026 stieg das bereinigte EBITDA von Vonovia auf 711,6 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 1,4 Prozent. Entscheidend für diese Entwicklung war erneut das Vermietungsgeschäft. In diesem Kernsegment legte das bereinigte EBITDA um 6,3 Prozent auf 629,7 Millionen Euro zu. Gleichzeitig erhöhte sich die Durchschnittsmiete auf 8,46 Euro je Quadratmeter. Damit zeigt sich, dass Vonovia weiterhin von stabilen Wohnraummärkten und einer hohen Nachfrage profitiert.

Zusätzliche Unterstützung kam aus dem Dienstleistungsgeschäft. Dort sprang das EBITDA um 30 Prozent auf 50,1 Millionen Euro. Für den Konzern gewinnt dieser Bereich zunehmend an Bedeutung, weil er die Ertragsbasis verbreitert und weniger abhängig vom klassischen Immobilienbestand macht.

Trotzdem bleibt der Kapitalmarkt vorsichtig. Der Hauptgrund sind weiterhin die Finanzierungskosten. Zwar betont Vonovia, dass sich die höheren Zinsen bislang im Rahmen der eigenen Erwartungen bewegen. Das entspannt die Diskussion über die Bilanzstruktur zumindest kurzfristig. Vollständig verschwunden sind die Sorgen jedoch nicht.

Der Verschuldungsgrad sank zuletzt leicht auf 45,1 Prozent. Langfristig peilt das Management bis Ende 2028 einen Wert von rund 40 Prozent an. Um dieses Ziel zu erreichen, bleiben Immobilienverkäufe ein zentraler Bestandteil der Strategie. Genau hier liegt jedoch eine der größten Unsicherheiten: Der Markt für Transaktionen bleibt schwierig und stark von der weiteren Zinsentwicklung abhängig.

Kritik an der Kommunikation erhöht den Druck vor der Hauptversammlung

Kurz vor der Hauptversammlung gerät Vonovia zusätzlich wegen seiner Kapitalmarktkommunikation in die Schlagzeilen. Der britische Investor TR Property Investment Trust kritisierte den Ablauf des jüngsten Earnings Calls. Konkret wirft der Investor dem Konzern vor, die Zeit für Analystenfragen zu stark eingeschränkt zu haben. Vonovia weist die Kritik zurück und erklärt, der straffere Ablauf habe lediglich dazu gedient, Wiederholungen zu vermeiden und effizienter durch die Präsentation zu führen.

Auch wenn der Vorwurf auf den ersten Blick nebensächlich wirken mag, ist das Thema für Immobilienkonzerne mit hoher Verschuldung besonders sensibel. Investoren achten derzeit sehr genau darauf, wie transparent Unternehmen bei Fragen zu Finanzierung, Bewertungen und Bilanzstruktur auftreten.

Vor diesem Hintergrund dürfte die Hauptversammlung am 21. Mai besondere Aufmerksamkeit erhalten. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen den Aktionären eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie vor. Gleichzeitig hält Vonovia an den Zielen für 2026 fest. Das bereinigte EBITDA soll weiterhin zwischen 2,95 und 3,05 Milliarden Euro liegen. Beim bereinigten Vorsteuerergebnis rechnet der Konzern mit 1,9 bis 2,0 Milliarden Euro.

Damit trifft bei Vonovia aktuell vieles gleichzeitig aufeinander: stabile operative Entwicklungen, ein weiterhin schwacher Aktienkurs, die Debatte über Schulden und Verkäufe sowie neue Diskussionen über Transparenz und Kommunikation am Kapitalmarkt.

Bn-Redaktion/aw
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