Mehr als 20 Prozent Kursplus

Was hinter dem Supermicro Sprung steckt 22.07.2026, 17:56 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Super Micro Computer 27,88 EUR +6,98 % Lang & Schwarz

Bruttomarge sorgt für Kurssprung

Supermicro rechnet für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 mit einer Bruttomarge zwischen 15 und 17 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen lediglich 8,2 bis 8,4 Prozent in Aussicht gestellt. Die Aktie reagierte im vorbörslichen US Handel zeitweise mit einem Anstieg von rund 15 Prozent. Im frühen Handel weitete sich das Plus zwischenzeitlich auf mehr als 20 Prozent aus.

Umsatz bleibt hinter den Erwartungen

Beim Umsatz fällt das Bild weniger überzeugend aus. Supermicro erwartet einen Wert nahe dem unteren Ende der bisherigen Spanne von umgerechnet rund 9,6 bis 10,9 Milliarden Euro. Analysten hatten im Durchschnitt mit etwa 10,3 Milliarden Euro gerechnet. Damit dürfte der Konzern die Markterwartungen verfehlen. Anleger bewerteten die deutlich verbesserte Profitabilität jedoch stärker als den schwächeren Umsatz.

Rekordaufträge stützen die KI Story

Im abgelaufenen Quartal erhielt Supermicro neue Aufträge im Volumen von mehr als umgerechnet 52,5 Milliarden Euro. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um einen neuen Rekord. Der hohe Auftragsbestand zeigt, dass die Nachfrage nach Servern und Rechenzentrumslösungen für künstliche Intelligenz weiterhin stark ist. Für die Supermicro Aktie ist nun entscheidend, wie schnell die Bestellungen ausgeliefert und in profitable Umsätze umgewandelt werden können.

Kundenmix verbessert die Profitabilität

Als Grund für die überraschend hohe Marge nennt Supermicro einen günstigeren Kundenmix und Produktmix. Das deutet darauf hin, dass der Konzern im Quartal mehr margenstarke Systeme verkauft hat. Die entscheidende Frage lautet jedoch, ob dieses Niveau dauerhaft gehalten werden kann. In den vergangenen Quartalen hatten hohe Kosten, Lieferengpässe und Zölle die Profitabilität belastet.

Endgültige Zahlen folgen im August

Die veröffentlichten Angaben sind vorläufig und können sich bis zum endgültigen Abschluss noch verändern. Supermicro will die vollständigen Quartalszahlen am 11. August vorlegen. Dann dürften Anleger besonders auf den Ausblick, den freien Cashflow und die Finanzierung des weiteren Wachstums achten. Erst im Juni hatte das Unternehmen eine Kapitalmaßnahme von umgerechnet rund 6,1 Milliarden Euro angekündigt, um die hohe Nachfrage nach KI Infrastruktur zu bedienen.

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Bn-Redaktion/tb
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