26,2 Milliarden Euro im Visier

SAP steht vor dem großen Zahlencheck 22.07.2026, 16:19 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Cloudgeschäft bleibt der wichtigste Wachstumstreiber

Für das zweite Quartal rechnen Analysten im Durchschnitt mit Cloudumsätzen von 6,255 Milliarden Euro. Das entspräche einem Wachstum von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der gesamte Umsatz soll laut Konsens um 9 Prozent auf 9,849 Milliarden Euro steigen. Besonders aufmerksam dürften Anleger verfolgen, ob SAP bei langfristigen Cloudverträgen weiterhin neue Kunden gewinnt und bestehende Kunden zusätzliche Anwendungen buchen.

Gewinn soll deutlich stärker steigen

Beim operativen Ergebnis erwarten Analysten 2,883 Milliarden Euro. Damit würde der Gewinn um 12 Prozent zulegen. Die operative Marge soll 29,4 Prozent erreichen und damit 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert liegen. Der Gewinn je SAP Aktie wird bei 1,75 Euro gesehen. Entscheidend ist damit nicht nur das Wachstum, sondern auch die Frage, wie profitabel SAP seine Cloudangebote und Anwendungen rund um künstliche Intelligenz verkaufen kann.

26,2 Milliarden Euro als obere Zielmarke

Für das Gesamtjahr hält SAP bislang an einem währungsbereinigten Cloudumsatz von 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro fest. Gegenüber den 21,02 Milliarden Euro aus dem Jahr 2025 würde dies einem Wachstum von 23 bis 25 Prozent entsprechen. Die Cloud und Softwareerlöse sollen auf 36,3 bis 36,8 Milliarden Euro steigen. Eine Bestätigung dieser Prognose könnte der Aktie Stabilität geben. Eine Senkung des Ausblicks dürfte dagegen deutliche Kursverluste auslösen.

Künstliche Intelligenz muss Ergebnisse liefern

SAP setzt zunehmend auf Business AI und integriert entsprechende Funktionen in seine Unternehmenssoftware. Im ersten Quartal waren die Cloudumsätze währungsbereinigt bereits um 27 Prozent gestiegen. Der aktuelle Cloudauftragsbestand legte um 25 Prozent zu. Nun muss sich zeigen, ob dieses Tempo gehalten werden kann und ob neue KI Angebote tatsächlich zusätzliche Umsätze erzeugen.

Das müssen Anleger jetzt beobachten

Neben Umsatz und Gewinn sind vor allem der Cloudauftragsbestand, die operative Marge und der freie Cashflow wichtig. Analysten erwarten für das zweite Quartal einen freien Cashflow von 3,049 Milliarden Euro. Für Anleger in der SAP Aktie, in DAX ETFs und in europäischen Technologie Fonds dürften bereits kleine Abweichungen vom Konsens eine größere Kursreaktion auslösen. Die entscheidende Frage lautet daher, ob SAP lediglich die Erwartungen erfüllt oder den Markt mit einem stärkeren Ausblick überraschen kann.

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Bn-Redaktion/tb
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