Milliarden aus Berlin

Dreht Rheinmetall jetzt wieder nach oben? 28.04.2026, 15:05 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Kampfflugzeug Flugformation vor der Sonne
© Bild von Squadron auf Pixabay
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Rheinmetall 1.340,00 EUR -0,86 % Tradegate

Starker Wochenauftakt überrascht den Markt
Mit einem Plus von rund 2,0 Prozent gehörte Rheinmetall zuletzt zu den stärksten Werten im DAX. Hintergrund sind neue Bestellungen sowie präzisere Angaben zu den deutschen Verteidigungsinvestitionen. Dennoch bleibt die Bilanz durchwachsen. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von -13,8 Prozent, im Jahresvergleich sind es -2,9 Prozent. Damit zählt die Aktie aktuell zu den schwächeren Titeln im Leitindex, trotz anhaltender geopolitischer Spannungen.

Globale Aufrüstung als Kurstreiber
Die fundamentale Lage der Branche bleibt dynamisch. Weltweit stiegen die Militärausgaben 2025 auf 2,89 Billionen US-Dollar. Europa legte um 14 Prozent auf 864 Milliarden US-Dollar zu. Deutschland erhöhte seine Ausgaben um 24 Prozent auf 114 Milliarden US-Dollar und erreicht 2,3 Prozent der Wirtschaftsleistung. Auch Länder wie Spanien mit 40,2 Milliarden US-Dollar und Zuwächsen von 50 Prozent treiben den Trend. Unternehmen wie Rheinmetall, BAE Systems, Hanwha Aerospace und ThyssenKrupp profitieren strukturell von dieser Entwicklung.

Chartbild bleibt angespannt
Trotz der kurzfristigen Erholung ist der übergeordnete Trend kritisch. Die Aktie notiert unter der 200-Tage-Linie bei rund 1.700 Euro und unter der 50-Tage-Linie bei 1.552,80 Euro. Beide Indikatoren zeigen nach unten. Technische Signale wie RSI und MACD bestätigen den Abwärtstrend. Der MACD liegt unter der Signallinie, während der RSI kurzfristig überverkaufte Bereiche erreicht hat. Das deutet eher auf eine technische Gegenbewegung als auf eine nachhaltige Trendwende hin.

Strukturwandel setzt Rheinmetall unter Druck
Zusätzliche Unsicherheit bringt der Wandel im Rüstungsmarkt. Während klassische Systeme wie Panzer und 155-Millimeter-Artillerie an Bedeutung verlieren, gewinnen Luftverteidigung und Präzisionswaffen an Gewicht. Wettbewerber wie Lockheed Martin, RTX und General Dynamics investieren massiv in diese Bereiche. mwb research senkt das Kursziel von 1.500 auf 1.450 Euro und bleibt bei Halten. Gleichzeitig werden ambitionierte Wachstumsziele erwartet, etwa ein Umsatzanstieg von 9,75 Milliarden Euro 2024 auf 23 Milliarden Euro 2028.

Bewertung und Ausblick im Fokus
Mit einem KGVe 2026 von 36,6 ist Rheinmetall deutlich höher bewertet als viele Konkurrenten. General Dynamics kommt auf 19,2, Lockheed Martin auf 17,2 und RTX auf 25,4. Für eine nachhaltige Erholung müsste die Aktie die Zone zwischen 1.500 und 1.550 Euro überwinden. Nach unten bleibt die Unterstützung bei 1.270 Euro entscheidend. Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass sich der Kurs zunächst über einen längeren Zeitraum stabilisieren muss, bevor ein nachhaltiger Aufwärtstrend einsetzen kann.

Bn-Redaktion/tb
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