111-Dollar-Schock

Droht jetzt die größte Energiekrise aller Zeiten? 28.04.2026, 17:41 Uhr Jetzt kommentieren: 0

111-Dollar-Schock: Droht jetzt die größte Energiekrise aller Zeiten?
© Foto von Zbynek Burival auf Unsplash
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
DAX 23.988,96 PKT -0,44 % Ariva Indikation
BP 6,634 EUR +0,97 % Lang & Schwarz
Xtrackers MSCI World Energy UCITS ETF 60,63 EUR +1,68 % L&S Exchange
Öl (WTI) 100,27 USD +4,06 % Ariva Indikation
Öl (Brent) 104,65 USD +2,99 % ARIVA Indikation Rohstoffe

Ölpreise ziehen wieder kräftig an
Noch Mitte April hatte Brent-Öl deutlich unter 100 Dollar notiert, getragen von Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte. Doch seit eineinhalb Wochen steigen die Preise wieder spürbar. Mit über 111 Dollar pro Barrel erreichte Brent zuletzt das Niveau von vor drei Wochen. Auch die US-Sorte WTI nähert sich erneut der Marke von 100 Dollar. Insgesamt liegen die Ölpreise damit rund 50 Prozent höher als vor Beginn des Krieges Ende Februar.

Straße von Hormus im Fokus der Märkte
Im Zentrum der Entwicklung steht die strategisch wichtige Straße von Hormus. Jede Nachricht über mögliche Fortschritte oder Rückschläge beeinflusst die Notierungen unmittelbar. Der Iran unterbricht weiterhin die Schifffahrt, während die USA ihre Blockade iranischer Häfen aufrechterhalten. Vor dem Krieg passierten täglich zwischen 125 und 140 Schiffe die Meerenge. Zuletzt mussten sechs iranische Öltanker umkehren, was die Versorgungslage zusätzlich verschärft.

Politische Unsicherheit bremst Hoffnung
Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran bleiben unklar. US-Präsident Donald Trump äußerte sich skeptisch zu einem Vorschlag Teherans, der eine Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Analystin Priyanka Sachdeva erklärte, es fehle an konkreten Beweisen für eine Deeskalation. Gleichzeitig dauern die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah an. Die Märkte sehen daher aktuell keine nachhaltige Entspannung.

Warnung vor historischer Energiekrise
Der Präsident der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, warnte vor einer möglichen historischen Notlage. Sollte die Meerenge nicht bald vollständig geöffnet werden, drohe die größte Energiekrise überhaupt. Die Ausfälle könnten sogar schwerer wiegen als in den 1970er-Jahren oder nach Beginn des Ukraine-Kriegs. Besonders Asien wäre betroffen, doch auch Europa spürt bereits die Folgen.

Ölkonzerne profitieren, Börsen unter Druck
Während die Unsicherheit den DAX zeitweise um rund 0,5 Prozent ins Minus drückte, profitieren Energiekonzerne deutlich. BP steigerte seinen Gewinn im ersten Quartal auf 3,2 Milliarden Dollar nach 1,4 Milliarden im Vorjahr und übertraf die Erwartungen von 2,7 Milliarden Dollar klar. Die Aktie legte zwischenzeitlich um 2,5 Prozent zu. Auch Konzerne wie Shell, ExxonMobil, Chevron und TotalEnergies stehen im Fokus. Anleger beobachten zudem ETFs auf Energie, Rohstofffonds sowie Gasunternehmen genau. Gleichzeitig könnten steigende Preise die Nachfrage dämpfen und mittelfristig wieder Druck auf die Notierungen ausüben.

 

Bn-Redaktion/ar
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