VW vor Tesla

Großer Erfolg, große Probleme 28.04.2026, 15:53 Uhr Jetzt kommentieren: 0

ID.3 E-Auto VW
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ID.3 schlägt Tesla im Heimatmarkt

Auf dem deutschen Markt hat Volkswagen Tesla überholt. Laut aktuellen Zahlen waren zum 1. Januar 2026 116.053 ID.3 zugelassen, während das Tesla Model Y nur auf 106.184 kam. Auch weitere Modelle wie ID.4 und ID.5 nähern sich mit 97.120 Fahrzeugen der Marke von 100.000. Besonders bemerkenswert ist, dass Tesla trotz steigender Neuzulassungen den Rückstand bislang nicht aufholen konnte. Im Jahr 2025 dominierte VW zudem die Neuzulassungen mit dem ID.7 mit fast 35.000 Fahrzeugen, gefolgt vom ID.3 mit fast 32.000.

Elektrostrategie mit Grenzen

Trotz dieser Erfolge bleibt der Gesamtmarkt eine Herausforderung. Der VW Golf führt mit 3,2 Millionen Fahrzeugen weiterhin deutlich vor allen Elektroautos. Insgesamt waren zu Jahresbeginn 2,03 Millionen vollelektrische Fahrzeuge registriert. Modelle wie VW Polo mit 1,3 Millionen oder Opel Corsa mit 1,1 Millionen zeigen, wie stark Verbrenner noch vertreten sind. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von SUVs wie dem VW Tiguan mit 811.016 Fahrzeugen. Für Investoren bleibt die Frage, wie schnell sich dieser Wandel monetarisieren lässt.

Konzernumbau bis 2030

Parallel treibt Volkswagen eine tiefgreifende Transformation voran. „Wir müssen unser Geschäftsmodell grundlegend verändern und strukturelle, nachhaltige Verbesserungen erzielen“, sagte Finanzvorstand Arno Antlitz. Konzernchef Oliver Blume ergänzte: „Allerdings verdienen wir heute nicht genügend Geld mit unseren Fahrzeugen, um unsere Zukunft nachhaltig zu finanzieren.“ Das neue Zielbild 2030 sieht vor, Plattformen zu reduzieren und das Portfolio zu verschlanken.

Milliardenprogramme reichen nicht

Obwohl bereits Milliarden Euro eingespart wurden, sieht das Management weiteren Handlungsbedarf. Geopolitische Unsicherheiten und steigender Wettbewerb setzen Margen unter Druck. Marken wie Audi und Porsche stehen ebenfalls vor Anpassungen. „Es geht um den Fortbestand der deutschen Automobilindustrie“, erklärte Audi-Chef Gernot Döllner. Porsche-Chef Michael Leiters betonte hingegen Chancen, warnte jedoch: „Das geht nicht über Nacht.“

Kapazitäten und Jobs im Fokus

Ein zentraler Hebel bleibt der Abbau von Überkapazitäten. Die Produktion soll weltweit um eine Million Fahrzeuge auf „nachhaltig neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr“ sinken. 2025 lag der Absatz bei 8,98 Millionen Fahrzeugen. Gleichzeitig werden rund 50.000 Jobs in Deutschland abgebaut, davon 35.000 bei der Kernmarke. Politischer Widerstand gegen Werksschließungen wächst, während Investoren auch auf Wettbewerber wie Tesla, BYD, Mercedes-Benz, BMW und Stellantis blicken.

Bn-Redaktion/tb
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